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Bayern mit Schwierigkeiten: Meister siegt dennoch in Bremen

Beim Comeback von Nationalkeeper Neuer spielt der FC Bayern in der Abwehr deutlich verbessert, nach vorne aber ohne Idee. Die individuelle Klasse von Torjäger Lewandowski rettet am Ende dennoch einen verdienten 2:0-Sieg bei Werder Bremen.
Doppeltorschütze Robert Lewandowski (r) wird von seinen Bayern-Teamkollegen Kingsley Coman, Corentin Tolisso und Thiago beglückwünscht. Foto: Carmen Jaspersen Doppeltorschütze Robert Lewandowski (r) wird von seinen Bayern-Teamkollegen Kingsley Coman, Corentin Tolisso und Thiago beglückwünscht.
Bremen. 

Robert Lewandowski sei Dank: Den ersten frühen Rückschlag der neuen Bundesliga-Saison hat Rekordmeister Bayern München gerade so verhindert.

Mit seinem Doppelschlag binnen drei Minuten (72./75.) rettete der 29 Jahre alte polnische Ausnahmestürmer dem Titelverteidiger ein 2:0 (0:0) bei Werder Bremen. „Wir haben gewonnen, das war das Wichtigste”, sagte der erst nach 70 Minuten eingewechselte Nationalstürmer Thomas Müller nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.

„Den schaltest du 71 Minuten lang aus. Dann macht er zwei Tore und ist der Held. Aber Robert Lewandowski hat natürlich diese Klasse”, haderte dagegen Werder Bremens Stürmer Fin Bartels. Für Werder, das mit null Punkten mindestens bis Sonntag Tabellenletzter ist, war es die 14. Niederlage am Stück gegen Bayern.

Lange hatten sich die Gäste einzig auf die individuelle Klasse ihrer Angreifer verlassen, eine Idee war nicht wirklich zu erkennen. Dabei hatte der Titelverteidiger jede Menge Raum zur Verfügung. Die Bremer zogen sich in ihrem 1800. Bundesligaspiel früh sehr weit zurück und lauerten nur auf Konter. „Ich hätte mir bei der ein oder anderen Umschaltsituation mehr Konsequenz gewünscht”, sagte Werder-Coach Alexander Nouri.

Deutlich besser als beim 3:1 zum Auftakt gegen Leverkusen agierte allerdings die Bayern-Abwehr mit dem zurückgekehrten Manuel Neuer im Tor. Der 31-Jährige war über vier Monate wegen eines Zehenbruchs ausgefallen. „Ich habe mich sehr gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen. Es war eine deutliche Leistungssteigerung in der Defensive zu sehen”, sagte er.

Dass er von Bundestrainer Joachim Löw noch nicht für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele in Tschechien und gegen Norwegen nominierte wurde, gefiel ihm indes nicht unbedingt. „Das war ja nicht unbedingt nur die Entscheidung von mir. Ich wäre schon gerne dabei gewesen”, sagte der Nationalmannschafts-Kapitän zu seinem Fehlen im DFB-Team, zeigte aber auch Verständnis für die Entscheidung von Löw: „Die Verantwortlichen wollen nicht, dass wieder etwas passiert.”

Gegen Werder passierte schonmal nichts. Neuer wurde schlichtweg nicht gefordert. Dazu stand die Innenverteidigung mit Mats Hummels und dem starken Zugang Niklas Süle sehr sicher. Werder machte allerdings auch kaum Druck. Die Hanseaten standen dennoch lange vor einer Überraschung, da sich die Bayern sehr schwer taten. „Wichtiger Sieg, schwieriger Gegner”, befand Ancelotti knapp.

Erst nachdem sich Franck Ribéry und Arjen Robben aufgerieben hatten und durch Kingsley Coman und Müller ersetzt wurden, wurde es besser. „Nach seiner Einwechslung hat er es gut gemacht”, lobte Ancelotti Nationalstürmer Müller. „Wir wollten den ganzen Raum des Feldes ausnutzen. Das war eine rein taktische Entscheidung”, sagte Ancelotti zu seinem Entschluss, Müller lange auf der Bank zu lassen.

Ganz im Kader fehlte dagegen Renato Sanches. „Er hat den Trainer darum gebeten und ist heute nicht dabei”, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic im TV-Sender Sky. Der erst vor einem Jahr für 35 Millionen Euro zu den Bayern gewechselte Portugiese konnte sich bislang nicht durchsetzen und habe „natürlich ein paar Angebote, aber ich kann noch keinen Vollzug melden”, berichtete Salihamidzic.

(Von Carsten Lappe, dpa)
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