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Bayern werten 1:4 in Wolfsburg als Weckruf

Nach der 1:4-Klatsche in Wolfsburg bleibt Rekordmeister Bayern München kaum Zeit zum Verschnaufen. Das ist auch gut so, meinen die Superstars. In der Englischen Woche soll der Schaden sofort repariert werden. Die Münchner wollen gegen Schalke „die Kurve kriegen”.
Manuel Neuer richtete den Blick sofort auf das kommende Spiel gegen Schalke. Foto: Carmen Jaspersen Manuel Neuer richtete den Blick sofort auf das kommende Spiel gegen Schalke. Foto: Carmen Jaspersen
München. 

Nach der Ernüchterung von Wolfsburg brennen die gedemütigten Stars des Rekordmeisters auf schnelle Wiedergutmachung. „Wir müssen jetzt die Kurve kriegen”, mahnte Torhüter Manuel Neuer nach dem 1:4 und freute sich auf das anstehende Duell gegen seinen Ex-Club Schalke 04.

„Es wäre schlimm, wenn wir acht Tage auf das nächste Spiel warten müssten”, kommentierte Neuer. Der Auftakt-Patzer beim VfL soll schnellstmöglich abgehakt werden - das ist die Botschaft der in Niedersachsen entzauberten Startruppe von Pep Guardiola. „Das war ein Weckruf”, sagte Arjen Robben und erkannte: „Wir müssen uns steigern.”

Vier Gegentore in einer Partie, kaum Durchschlagskraft im Angriff, wenig Ideen im Mittelfeld, und wie schon bei der 0:4-Schmach in der Vorsaison gegen Real Madrid extrem anfällig bei Kontern: „So ein Spiel darf uns nicht nochmal passieren”, mahnte Weltmeister Jérôme Boateng. Fast schon beschwichtigend meinte Torwart Neuer, der in einer Partie gleich viele Treffer kassierte wie zuvor in der gesamten Hinrunde: „Es ist kein guter Rückrundenstart für uns, das ist klar. Wir hatten uns etwas anderes vorgestellt und auch vorgenommen. Es ist keine Katastrophe, aber wir wissen, dass wir noch viel zu tun haben.”

Der Auftritt im Spitzenspiel am Freitagabend war wenig meisterhaft und erst recht nicht Champions-League-würdig. Nach dem frühen Rückstand fanden die Münchner nie ihr Spiel und wurden von mutigen und aktiven Gastgebern bestraft. Bas Dost (4./45.+2 Minute) und Kevin De Bruyne (53./73.) brachten dem FC Bayern mit ihren Doppelpacks die erste Saisonniederlage bei.

„Oft war es so, dass er alleine auf mich zulief”, beschrieb Neuer die Aktionen des überragenden Belgiers De Bruyne. „Wir sind ins offene Messer gelaufen”, erkannte Robben. Am Samstag trainierten in München die Ersatzspieler. Am Sonntag bat Guardiola wie gewöhnlich zu einer nicht öffentlichen Trainingseinheit. Grund für Unruhe oder Aktionismus gibt es an der Säbener Straße bei acht Punkten Vorsprung nicht.

Ein Ärgernis ist der Auftakt dennoch. „Man kann mal ein Spiel verlieren, aber 1:4 ist natürlich schon ein kleiner Schock”, sagte Robben und erinnerte daran, dass die ganz wichtigen Partien erst noch kommen. „Wir wollen diese Saison viel erreichen, nicht nur in der Bundesliga.” Die deutliche Unterlegenheit beim Tabellenzweiten gab den Profis zumindesten zu denken.

Das Match in Wolfsburg weckte Erinnerungen an das 0:4-Debakel im Halbfinal-Rückspiel der vergangenen Saison gegen Real Madrid. „Das war komplett anders”, beschwichtigte aber Bayern-Coach Guardiola, „das war das Halbfinale der Champions League”. Doch die Spieler machten sich darüber schon mehr Gedanken. „Vielleicht ist es ganz gut, dass es heute passiert ist, damit wir wach werden”, meinte Boateng. „Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen und für die Zukunft ist das vielleicht gar nicht so schlecht”, fand auch Robben.

Das 1:4 ist auch für Guardiola eine Premiere. Erstmals unterlag der Spanier mit den Münchnern in einem Ligaspiel, in dem sein Team noch nicht als deutscher Meister feststand. Überhaupt genießen Pleiten des Rekordchampions in der Bundesliga mittlerweile Seltenheitswert. Seit Mai 2012 verloren die Münchner lediglich vier Ligaspiele, zwei davon im Vorjahr in Augsburg und gegen Dortmund direkt nacheinander.

(Von Carsten Lappe und Patrick Reichardt, dpa)
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