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Besser reicht nicht: 1:1 bedeutet Negativrekord für HSV

Mit drei Spielern aus der zweiten Mannschaft und einer verbesserten Leistung reicht es auch gegen den VfB Stuttgart nicht zum fünften Saisonsieg des Hamburger SV. Das 1:1 ist auch für die Schwaben nicht zufriedenstellend, besser leben können sie damit aber allemal.
Stuttgarts Benjamin Pavard (l) vor Douglas Santos vom Hamburger SV am Ball. Foto: Daniel Maurer Stuttgarts Benjamin Pavard (l) vor Douglas Santos vom Hamburger SV am Ball.
Stuttgart. 

Der Hamburger SV hat trotz einer engagierten Leistung gegen den VfB Stuttgart einen weiteren Negativrekord aufgestellt und immer weniger Hoffnung im Abstiegskampf.

Das 1:1 (1:1) beim Aufsteiger war das 15. Bundesligaspiel in Serie ohne Sieg. Eine so lange Durststrecke gab es noch nie in der Vereinsgeschichte der Hanseaten, die weiterhin Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga bleiben. „In unserer Situation wissen wir, dass nur Siege helfen”, sagte Trainer Christian Titz nach seinem zweiten Bundesligaspiel. „Aber wir haben auch viele gute Ansätze gesehen.”

Die Führung des von ihm wieder in die Mannschaft geholten Lewis Holtby (18. Minute) egalisierte Daniel Ginczek am Samstag vor 58 826 Zuschauern noch vor der Pause für die Gastgeber (44.), die trotz einer weitgehend schwachen Vorstellung auch im achten Spiel unter Trainer Tayfun Korkut unbesiegt blieben. „Es kommt für uns auf die Ergebnisse an”, sagte Kapitän Christian Gentner nach dem Remis. „Mit der ersten Halbzeit können wir nicht zufrieden sein. Das war zu passiv. Aber das ist ein weiterer Punkt zum Klassenerhalt.”

Die Serien ohne Sieg beziehungsweise ohne Niederlage waren beiden Teams nicht anzumerken. Der VfB agierte zögerlich, mit wenig Tempo und ohne jegliche Automatismen im Spiel nach vorne. Der HSV dagegen, seit 125 Tagen ohne einen Erfolg in der Bundesliga, stand kompakt und übernahm sogar in weiten Teilen die Spielkontrolle. Die drei Spieler aus der zweiten Mannschaft, die Trainer Titz am Tag vor seinem 47. Geburtstag in die Startelf beorderte, fügten sich dabei problemlos ein. „Die Spieler haben ihren Einsatz gerechtfertigt”, sagte er über Verteidiger Stephan Ambrosius sowie die Mittelfeldspieler Mohamed Gouaida und Matti Steinmann.

„Das ist alles eine Kopfsache”, sagte Torschütze Holtby zum Auftritt seiner Mannschaft. „Es sieht auf jeden Fall viel besser aus.” Von der 2. Liga wolle er nicht reden. „So lange es rechnerisch noch möglich ist, werden wir alles dafür tun.”

Während Hamburg in der ersten Halbzeit für seine Verhältnisse ordentlich spielte, entwickelte sich im 4-4-2 des VfB mit Benjamin Pavard als Rechtsverteidiger für den gesperrten Andreas Beck überhaupt keine Geschwindigkeit. Dem Franzosen unterlief dann auch der folgenschwere Fehler vor dem Gegentreffer, als er einen Ball am eigenen Strafraum vertändelte. Den scharfen Schuss von HSV-Spitze Luca Waldschmidt parierte Ron-Robert Zieler noch, doch Holtby konnte in der Mitte abstauben und sich für sein zweites Saisontor ausgelassen tanzend feiern lassen. „Das wird ihm sehr gut tun, dass er sich mit einem Tor belohnt hat”, sagte Titz.

Die bis dahin einzig richtig gefährliche Szene der Schwaben sorgte noch vor der Pause für den überraschenden Ausgleich. Erik Thommys Schuss konnte Julian Pollersbeck im HSV-Tor noch abwehren, gegen den Nachschuss von Ginczek war er dann chancenlos. „Es ist auch für uns wichtig, dass wir zwei Stürmer haben, die immer wieder treffen können”, sagte Korkut. Ginczeks Sturmpartner Mario Gomez blieb auch in der Phase mit Chancen auf beiden Seiten ohne ganz gefährliche Szene.

(Von Maximilian Haupt, dpa)
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