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Darmstadt steigt nach 0:1 beim FC Bayern ab

Raus mit Applaus. Der SV Darmstadt steht nach dem 0:1 in München als erster Absteiger der Saison fest. Das Team von Torsten Frings tritt auch bei Meister FC Bayern sehr couragiert auf. Zu einem Punkt reicht es nicht. Auch weil der Ersatz des Ersatzmannes glänzend reagiert.
Die Spieler von Darmstadt 98 stehen nach Spielende im Kreis zusammen. Foto: Matthias Balk Die Spieler von Darmstadt 98 stehen nach Spielende im Kreis zusammen. Foto: Matthias Balk
München. 

Unmittelbar nach dem besiegelten Abstieg des SV Darmstadt 98 aus der Fußball-Bundesliga versammelte Trainer Torsten Frings sein Team auf dem Rasen. Während sich die Meister-Bayern nach dem mageren 1:0-Erfolg von ihren Fans feiern ließen, sprach Frings seiner Mannschaft Mut zu.

„Wir wollten in den vergangenen Wochen immer erhobenen Hauptes vom Platz gehen, das haben wir heute wieder eindrucksvoll gezeigt. Hut ab, wie wir uns heute präsentiert haben”, sagte der ehemalige Bayern-Profi am Samstag.

Zwei Jahre nach dem Aufstieg müssen die Lilien in die 2. Liga zurück; nach dem 32. Spieltag steht Darmstadt als erster Absteiger dieser Saison fest. „Natürlich waren wir darauf vorbereitet. Aber wenn der Moment dann eintritt, dann kämpft der eine oder andere mit den Tränen”, sagte Präsident Rüdiger Fritsch.

„Wir haben das vorher verbockt. Das hat mit heute nichts zu tun”, erklärte Darmstadts Mittelfeldakteur Hamit Altintop. Der ehemalige Bayern-Profi scheiterte mit einem Strafstoß an Münchens Ersatz-Ersatztorhüter Tom Starke (86. Minute). „Wir können froh sein, dass wir drei sehr gute Torhüter haben”, sagte Bayern-Kapitän Thomas Müller. Aber auch ein Punktgewinn hätte nichts am Abstieg geändert. „Wenn man so eine Chance einfach liegen lässt, ist das ärgerlich”, sagte Altintop.

Die Münchner durften in der mit 75 000 Zuschauern ausverkauften Arena durch das Tor von Juan Bernat (18. Minute) jubeln. Die erhoffte Tor-Show konnte das Bayern-Ensemble eine Woche nach dem 6:0 in Wolfsburg aber nicht bieten. Robert Lewandowski ließ im Kampf um die Torjägerkanone wiederholt Möglichkeiten liegen. „Jetzt haben wir noch zwei Spiele und ich hoffe, dass wir dann besser spielen”, sagte Trainer Carlo Ancelotti.

Wie angekündigt ergab sich das Gäste-Team des früheren Bayern-Profis Frings nicht freiwillig beim Branchenkrösus, aber der Qualitätsunterschied war bei allen Bemühungen offensichtlich. Nachdem Torhüter Michael Esser einen Schuss von Rafinha (17.) noch parieren konnte, war er eine Minute später machtlos. Der starke Franck Ribéry legte für Bernat auf, der Spanier tanzte sich durch die Darmstädter Defensive und schloss mit dem Außenrist ab. Für den einstigen Stürmer Bernat war es das zweite Saisontor. „Ich freue mich über das Tor und mit der ganzen Mannschaft”, sagte der Spanier.

Bernat traf vorne, hinten stand Starke sicher. Nachdem sich Manuel-Neuer-Vertreter Sven Ulreich am Freitag im Training am Ellenbogen verletzt hatte und ebenso wie die Nummer 1 für den Rest der Saison ausfällt, durfte der 36-Jährige ran. Der Torwart-Oldie, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, zeichnete sich nach einem Kopfball von Patrick Banggaard (64.) und einem Schuss von Sandro Sirigu (85.) bravourös aus - und beim Elfmeter blieb er total cool. „Ich freue mich über jedes Spiel und habe heute jede Minute genossen, schon beim Aufwärmen”, sagte Starke.

Der letztjährige Torschützenkönig Lewandowski war dagegen weniger glücklich. Er scheiterte nach dem Seitenwechsel wiederholt per Kopf (47./54./69.), aber auch mit dem Fuß hatte Jung-Vater Lewandowski aus wenigen Metern kein Schussglück (57.). Der Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang verschoss zwar einen Elfmeter, aber traf dann doch noch beim 2:1 gegen Hoffenheim. Mit 28:28 geht es in die letzten zwei Spieltage.

(Von Christian Kunz, dpa)
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