E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Das Ziel ist Europa

Es geht doch. Nach dem Ende des Hin und Hers um die Zukunft von Trainer Armin Veh hat Eintracht Frankfurt seine sieglose Zeit beendet und seine Europapokal-Ambitionen untermauert. Schlusslicht Greuther Fürth wehrte sich wieder einmal nach Kräften - und verlor erneut.
"I love FFM": Die Frankfurter Fans wollen in der nächsten Saison die SGE international spielen sehen. Foto: Hübner Foto: Hübner "I love FFM": Die Frankfurter Fans wollen in der nächsten Saison die SGE international spielen sehen. Foto: Hübner
Fürth.  Nach dem erfolgreichen Abschluss einer wegweisenden Woche schockte Armin Veh nicht einmal der kommende Über-Gegner. «Nächste Woche haben wir leichtes Spiel», scherzte der Trainer von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt mit Blick auf das anstehende Kräftemessen mit So-gut-wie-Meister FC Bayern München. Nichts konnte Vehs Leichtigkeit des Seins an diesem Osterfest stören: Erst hatte er nach langem Hin und Her den Vertrag bei den Hessen verlängert, um dann mit seinem Eintracht-«Baby» beim 3:2 (1:1) bei Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth endlich in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Da ließ es sich trotz des mäßigen Oster-Kicks natürlich gut strahlen. Aufgeräumt saß Veh bei der Pressekonferenz in den Katakomben der putzigen Fürther Arena und erfreute sich an der bereits sieben Spieltage vor Schluss beeindruckenden Bilanz des Bundesliga-Rückkehrers. «Wir haben die 40 Punkte-Marke geknackt und damit unser Saisonziel erreicht. Unser Ziel als Aufsteiger ist es eben erst einmal, die Klasse zu halten. Das haben wir geschafft.»

Klare Ansage von Veh


Und noch viel mehr. Bei nunmehr 42 Punkten und Tabellenrang fünf gab Veh jedwede Zurückhaltung auf und schwor sein Team plötzlich auf das große Ziel Europa ein. «Wir wollen jetzt natürlich einen Europapokal-Platz erreichen, eben nicht Neunter oder Zehnter werden. Jetzt wollen wir versuchen, Sechster zu werden.» Logisch - ohne intakte internationale Perspektiven hätte der Meistertrainer von 2007 (mit Stuttgart) wohl kaum um ein Jahr bei den Hessen verlängert.
Bilderstrecke 3:2 in Fürth: Eintracht zurück in der Spur
Endlich: Eintracht Frankfurt hat beim Tabellenletzten Greuther Fürth am Ostersonntag, 31. März, mit einem hart umkämpften 3:2 Sieg nach sechs Spielen in Serie wieder gewonnen und die ersehnte 40-Punkte-Marke geknackt. <br>Fotos: dpa (18), Jan Hübner (6)Während Armin Vehs Blick vor dem Anpfiff noch nachdenklich wirkt......rollt der Block der Frankfurter Fans vor dem Anpfiff ein Banner mit der Aufschrift "Ich liebe FFM" aus. Sie erlebten...

Und die Eintracht-Profis schienen es Veh zu danken. Die Tore von Takashi Inui (12. Minute), Stefan Aigner (58.) und Alex Meier (68.) besiegelten den ersten Frankfurter Dreier seit zwei Monaten. Zwar mussten die Gäste gegen die Franken, deren Treffer durch Nikola Djurdjic (2.) und Sercan Sararer (72.) wieder nicht zum ersten Bundesliga-Heimsieg reichten, bis zum Ende zittern. Am Ende stand aber ein glanzloser Auswärtssieg. «Wir haben schon bessere Spiele gemacht, die wir aber leider nicht gewonnen haben», betonte Veh.

Katzenjammer in Fürth


«Mal wieder drei Tore geschossen, drei Punkte geholt - wir wollten diesen Sieg unbedingt», freute sich Eintracht-Profi Sebastian Jung über das Ende der Auszeit. Der Erfolg schaffte Selbstbewusstsein für das Heimspiel gegen die Über-Bayern. «Die wollen natürlich Meister werden. Aber vielleicht können wir die Party vermiesen», sinnierte Jung. Dafür wird die Leistung aus Fürth aber nicht reichen.

Nach dem gemeinsamen Bundesliga-Aufstieg von Fürth und Frankfurt im vergangenen Sommer bewies der Sonntag für die Hausherren einmal mehr, wie unglücklich die Saison verläuft. Wieder hielten die Franken mit, warfen alles in die Waagschale - und standen am Ende doch mit leeren Händen da. «Bei uns geht der Ball einen halben Meter am Tor vorbei, bei denen geht er halt knapp rein», klagte Coach Frank Kramer nach seinem missglückten Heimdebüt. «Die ein oder andere Mannschaft ist einfach abgewichster als wir.» So steht dann am Ende der Abstieg.


Bilderstrecke Bundesliga: Die besten Sprüche vom 27. Spieltag
Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer: "In den vergangenen Wochen hat es bei uns ein bisschen gemenschelt - jetzt wollten wir wieder Maschinen sein."Trainer Jupp Heynckes trocken nach dem 9:2 von Bayern München über den Hamburger SV: "Die Meisterschaft ist uns wohl nicht mehr zu nehmen."HSV-Sportchef Frank Arnesen: "Es sind nur drei Punkte, aber so eine Klatsche mit 9:2 bleibt in deinem Fußballerherz sitzen."
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen