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Hamburger SV: Die Mission ist noch nicht beendet

Heribert Bruchhagen hatte nach seinem Abschied bei Eintracht Frankfurt schon seinen Ruhestand geplant. Mittlerweile ist der 69-Jährige seit einem Jahr beim Hamburger SV in schwieriger Mission unterwegs.
Hat weiter engen Kontakt zu seinem ehemaligen Verein Eintracht Frankfurt, speziell zu Bruno Hübner und den Kovac-Brüdern: Heribert Bruchhagen. Foto: Marius Becker (dpa) Hat weiter engen Kontakt zu seinem ehemaligen Verein Eintracht Frankfurt, speziell zu Bruno Hübner und den Kovac-Brüdern: Heribert Bruchhagen.
Hamburg. 

Von seiner Streitlust hat Heribert Bruchhagen nichts eingebüßt. Wenn es um den Hamburger SV geht, läuft der 69 Jahre alte Vorstandsboss regelmäßig zur Höchstform auf und stürzt sich in die Diskussionen. „Dass wir ein etwas aufgeregtes Umfeld haben, das ist Fakt“, sagte Bruchhagen. Und der Boss tritt entschlossen für seinen Klub ein – egal ob umstrittene Äußerungen von Investor Klaus-Michael Kühne wieder einmal für große Aufregung rund um den Bundesliga-Dino sorgen oder das nächste Millionenminus.

Dabei hatte seine Lebensplanung eigentlich einen deutlich entspannteren Alltag vorgesehen. Der Mann aus dem ostwestfälischen Harsewinkel hatte seine Karriere nach dem emotionalen Ende bei Eintracht Frankfurt eigentlich beendet. Dann kam der Hilferuf des wieder einmal abstiegsgefährdeten HSV. Vor die Entscheidung „Raute oder Rente“ gestellt, zögerte er nicht lange. Als Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer schaffte er mit den Norddeutschen den Klassenerhalt. Und bereut seinen Schritt nicht.

„Das Fazit nach einem Jahr ist, dass ich mich sehr, sehr wohl fühle“, sagte Bruchhagen bei hsv.tv: „Und ich glaube, dass wir zusammen mit Jens Todt, Trainer Markus Gisdol und seinem Team und auch der gesamten HSV-Familie uns Schritt für Schritt sportlich weiterentwickeln. Da bin ich äußerst optimistisch.“

Auch vor dem letzten Heimspiel des Jahres hatte er sich hoffnungsfroh gezeigt. Die Partie gegen seine alte Liebe Eintracht, für die er von 2003 bis Mai 2016 arbeitete – für Bruchhagen eine ganz besondere: „Ich habe eine große Verbindung zu Manager Bruno Hübner, mit dem ich zusammen den Trainer Kovac geholt habe und auch mit Fredi Bobic, den ich mir als meinen Nachfolger gewünscht hatte.“

Vertragsoption bis 2019?

Bei der Eintracht war sein Auftrag mit der Rettung in der Relegation abgeschlossen, doch an der Elbe hat Bruchhagen noch einige Arbeit vor sich. Der Klub-Chef hat einen Vertrag bis zum Saisonende, dem Vernehmen nach mit einer einseitigen Option, um bis Sommer 2019 zu verlängern. Noch hat er sich nicht klar positioniert, ob er sie ziehen wird.

Beim HSV gibt es weiterhin etliche Baustellen, die es zu beackern gibt. Sportlich sowieso, aber auch die Finanzen machen weiter Sorgen. Bruchhagen verordnete den Hanseaten einen Sparkurs, doch das abgelaufene Geschäftsjahr schloss der Bundesliga-Dino mit einem dicken Minus von 13,4 Millionen Euro ab. Dies ging aus dem Jahresabschlussbericht für 2016/17 hervor, den Finanzvorstand Frank Wettstein im November vorstellte. Ein Mann, der in der Hansestadt auch als Nachfolger von Bruchhagen gehandelt wird. Doch noch ist nicht klar, wann der HSV überhaupt einen Nachfolger für Bruchhagen braucht.

Kovac vor großer Zukunft

Bruchhagen glaubt, dass Niko Kovac eine große Zukunft vor sich hat. „Wenn er mich persönlich fragen würde, dann würde ich aus dem Gefühl heraus sagen, dass er sicherlich mal große Vereine trainieren wird, aber dass seine Mission in Frankfurt aus meiner Sicht noch nicht beendet ist“, sagte Bruchhagen. Außer mit Bruno Hübner telefoniere er auch weiterhin regelmäßig mit den Kovac-Brüdern.

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