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Düsseldorfer Krise hält an - Bochums siegt auswärts

Das 1:6-Debakel gegen Paderborn vom Samstag scheint die Profis von Fortuna Düsseldorf regelrecht gelähmt zu haben: Auch in der Partie beim VfR Aalen präsentierten sich die Rheinländer schwach - und verloren verdient. Der VfL Bochum darf dagegen wieder jubeln.

Für den Düsseldorfer Trainer Mike Büskens wird die Situation immer schwieriger. Foto: Stefan Puchner Für den Düsseldorfer Trainer Mike Büskens wird die Situation immer schwieriger. Foto: Stefan Puchner
München. 

Die sportliche Krise beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf hält an, doch eine sofortige Trennung von Trainer Mike Büskens schließen die Verantwortlichen des Clubs aus.

Eine Woche nach dem 1:6-Heimdebakel gegen den SC Paderborn musste sich der Aufstiegskandidat auswärts dem VfR Aalen mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. «Die Situation ist natürlich unerfreulich, deswegen stellen wir aber nicht sofort Personen und Persönlichkeiten infrage», sagte ein Clubsprecher auf Anfrage. «Wir werden uns in den nächsten Tagen beraten.» Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet, dass sich die Rheinländer von Büskens trennen werden.

Schlusslicht FC Ingolstadt verfehlte durch das 1:1 (1:0) in Paderborn seinen dritten Auswärtserfolg in Serie und verharrt auf dem letzten Tabellenplatz. Der VfL Bochum gewann 1:0 (1:0) bei Energie Cottbus und freute sich über den ersten Sieg seit dem 15. September.

Von ihren zahlreichen Wiedergutmachungs-Ankündigungen nach dem Paderborn-Desaster setzten die Düsseldorfer fast gar nichts um. Vor allem in der Offensive fehlten Konzepte und Ideen, um solide Aalener zu gefährden. Bis auf zwei Versuche von Mathis Bolly (6./26. Minute) blieben die Rheinländer vor der Pause total ungefährlich. Auf der Gegenseite schockte Robert Lechleiter (23.) die Fortuna mit seinem 1:0, das durch einen Fehler von Leon Balogun eingeleitet worden war. «Vollkommen unnötig», schimpfte Manager Wolf Werner und forderte in der Halbzeit: «Die Mannschaft muss anfangen, sich zu wehren.»

Doch es änderte sich nichts an der schwachen Vorstellung, auch die späte Einwechslung von Joker Aristide Bancé blieb erfolglos. «Das ist für uns alle keine einfache Situation», klagte Büskens. «Wir waren hektisch in den Abschlüssen. Aber die Mannschaft hat alles investiert.» Unrühmlich zudem: Gleich zweimal musste Referee Frank Willenborg die Partie für einige Minuten unterbrechen, da aus dem Fortuna-Fanblock Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld gelandet waren.

Beim FC Ingolstadt läuft es unter dem neuen Trainer Ralph Hasenhüttl weiter vielversprechend, auch wenn den Schanzern in Paderborn nicht der erhoffte Dreier gelang. Der Brasilianer Caiuby (27.) hatte in einer ansehnlichen Partie zwar für die Ingolstädter alles auf den Weg gebracht, als er nach einer Ecke aus dem Wirrwarr heraus am schnellsten schaltete und einnetzte. Mitte der zweiten Halbzeit rettete Markus Krösche (64.) den Ostwestfalen aber ein 1:1.

Auch im Bochumer Umfeld darf durchgeatmet werden. Durch den hart erkämpften 1:0-Sieg in Cottbus machte das Team von Trainer Peter Neururer einen Sprung nach oben, die Elf aus der Lausitz musste dagegen ihre zweite Niederlage hintereinander einstecken. Die Gastgeber waren zwar spielerisch überlegen, agierten aber im Angriffsspiel viel zu berechenbar. Den Bochumern reichte eine gute Chance zum Treffer durch Richard Sukuta-Pasu (37.). Bei Energie wird es jetzt für Trainer Rudi Bommer enger, Präsident Ulrich Lepsch kündigte «Gespräche mit allen Beteiligten» in den kommenden Tagen an.

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