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FC Bayern siegt 3:1 beim Müller-Comeback

Ein schöner Spieltag für den FC Bayern. Die Münchner siegen und dürfen sich über die Leipziger Niederlage freuen. Müller meldet sich stark zurück. Ein anderer Bayern-Star darf nach zwei Monaten auch wieder Wettkampfatmosphäre schnuppern.
Arturo Vidal köpfte die Bayern frühzeitig mit 1:0 in Führung. Foto: Andreas Gebert Arturo Vidal köpfte die Bayern frühzeitig mit 1:0 in Führung.
München. 

Nicht nur das gelungene Comeback von Thomas Müller und der bedeutende Sieg auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga stimmten Jupp Heynckes zufrieden.

Drei Tage vor dem Gruppenfinale in der Champions League gegen Paris Saint-Germain freute sich der 72 Jahre alte Trainer beim FC Bayern auch über den starken Auftritt von Kingsley Coman oder die nächsten Schritte des wiederholt verletzten Jérôme Boateng. „Insgesamt ist das erfreulich, und deswegen bin ich optimistisch für die restlichen Spiele”, sagte Heynckes nach dem 3:1 (1:1) gegen Hannover 96.

Arturo Vidal (17. Minute) und Coman (67.) erzielten jeweils nach Vorarbeit von Kapitän Müller die ersten beiden Münchner Treffer. Robert Lewandowski (87./Foulelfmeter) sorgte für die Entscheidung. Durch das 0:4 von RB Leipzig in Hoffenheim baute der deutsche Serienmeister seine Tabellenführung aus. „Jetzt gilt es, so weiterzumachen”, sagte Nationalspieler Joshua Kimmich.

Charlison Benschop (35.) ließ die Gäste um den starken Schlussmann Philipp Tschauner vor 75.000 Zuschauern durch den Ausgleich in einer unterhaltsamen Partie auf eine Überraschung hoffen. Die wäre vielleicht möglich gewesen, wenn Niclas Füllkrug nicht mit einem Foulelfmeter an Sven Ulreich gescheitert wäre (28.). „Wir haben eine achtbare Leistung gezeigt”, sagte Hannovers Trainer André Breitenreiter.

Eine Woche nach dem 1:2 in Gladbach traten die Münchner um Rückkehrer Müller vom Start weg entschlossen auf. Der Kapitän leitete die Führung ein. „Es ist gut gelaufen. Wir haben gewonnen. Ich war gut im Spiel integriert”, resümierte der Weltmeister nach dem Comeback.

Nach Müllers Flanke war Vidal mit dem Kopf und seinem vierten Saisontor zur Stelle. Als sieben Minuten später Lewandowski über das 2:0 jubelte, schien es der erwartet lockere Nachmittag für die Münchner zu werden. Doch Referee Guido Winkmann gab den Treffer nach Hinweis des Videoschiedsrichters nicht. Der hatte eine Abseitsstellung gesehen.

Danach nahm die Partie richtig Fahrt auf. Bayern-Keeper Ulreich stoppte den heranstürmenden Felix Klaus mit einem Foul. Füllkrug verwandelte den ersten Elfmeter. Doch weil reichlich Spieler beider Teams zu früh in den Strafraum gelaufen waren, ließ Winkmann erneut ausführen. Diesmal scheiterte der 24 Jahre alte Angreifer am Bayern-Torwart. „Ich habe noch nie erlebt, dass so ein Elfmeter wiederholt wird. Das hat mich aus dem Konzept gebracht”, sagte der verhinderte Torschütze.

Jubeln durften er und seine Mitspieler wenig später trotzdem, als der wuchtige Benschop nach einem Eckball per Kopf traf. „Nach diesen kuriosen zwei Minuten sind wir gut da gewesen”, sagte Breitenreiter.

Zwei sehenswerte Distanzschüsse von James, die knapp über das Tor strichen, leiteten eine druckvolle zweite Hälfte der Bayern ein. „Wir haben in der zweiten Halbzeit deutlich besser gespielt und verdient gewonnen”, befand Innenverteidiger Mats Hummels.

Die Niedersachsen machten den Gastgebern die Arbeit bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aber weiter schwer. Dazu präsentierte sich Tschauner als sicherer Rückhalt. Bei der feinen Einzelleistung von Coman nach Vorarbeit von Müller war der frühere 1860-Keeper jedoch machtlos. Der flinke Franzose holte auch den Elfmeter raus, den Lewandowski sicher zum 14. Saisontor verwandelte. Kurz vor dem Abpfiff durfte auch Franck Ribéry zwei Monate nach seiner Knieverletzung zum Comeback ran.

(Von Christian Kunz und Klaus Bergmann, dpa)
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