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Folge 12: Die Kreditkarte

Unser WM-Korrespondent hadert weiter mit seiner gesperrten Kreditkarte. Foto: Andrea Warnecke Unser WM-Korrespondent hadert weiter mit seiner gesperrten Kreditkarte. Foto: Andrea Warnecke

Kann man heutzutage noch ohne Kreditkarte durch die Welt reisen, in diesem speziellen Fall durch das riesige Brasilien? Man kann. Obwohl: Man fühlt sich nackt. In Situationen, in denen plötzlich die Kreditkarte erforderlich sein könnte, bekommt man einen Adrenalin-Schock. Seit nunmehr zwei Wochen ist meine geklonte MasterCard gesperrt. Der holländische Versandkonzern TNT hat es immer noch nicht geschafft, die neue Karte im Hotel Capitania am Küstenstreifen Porto Seguro/BA, Av. Beira Mar, 12700, abzuliefern.

Bis jetzt ist alles gut gegangen. Buchungen tätigt meine WM-Agentur KhayaMedia und schickt mir dann die Rechnungen. Der bare Wechsel (zu miserablen Kursen) von Euro und Dollar in Real ist zwar aufgebraucht. Aber die Kollegen helfen. Die Liste meiner Gläubiger wird immer länger, sowohl was die Namen als auch die Beträge betrifft. An absolut sicheren Automaten Geld abheben, etwa in den Medienzentren, könnte ich mit meiner Karte ohnehin nicht: Fifa-Sponsorenpartner ist VISA.

Dennoch habe ich gestern mal nachgefragt, wo die Ersatzkarte denn bleibe, nachdem TNT behauptet hatte, ich hätte die falsche Adresse angegeben. Ich vermute, der Fahrer hat das etwas im Schatten der Glitzer-Resorts liegende Capitania einfach nicht gefunden. Lisa, der gute Geist von KhayaMedia in Rio, hatte sich eingeschaltet und die Adresse bestätigt. „Sie haben versprochen, dass die Karte nochmals ausgeliefert wird.“ So der aktuelle Stand gestern.

Der Lufthansa Miles&More Credit Card Service in München schickte derweil auf Anfrage gestern – mit Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten – die Mail: „Haben uns gerade mit TNT in Verbindung gesetzt und in Erfahrung gebracht, dass die Zustellung in den nächsten Tagen erfolgen wird.“

Was aber geschieht, wenn ich an „diesen nächsten Tagen“ in Recife beim Spiel Deutschland – USA bin, der Zusteller mir die Zustellung nicht persönlich aushändigen kann? Für ihn also doch die falsche Adresse und für mich weiter Anpumpen: „Kannst Du mir 300 Real leihen?“

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