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WM-Kolumne von Hartmut Scherzer: Folge 17: Tipps von Cha

Die Flugreise von Porto Seguro nach Porto Alegre dauerte um die neun Stunden. Auf die Live-Übertragungen des WM-Spieltages muss der Passagier dennoch nicht verzichten. „Azul“ sendet die Spiele live in 8000 Meter Höhe.
Bum-Kun Cha gab sich in der VIP-Loge die Ehre. Bum-Kun Cha gab sich in der VIP-Loge die Ehre.

 

Aber der Reihe nach. Den Last-Minute-Sieg der Holländer habe ich im Abflug-Terminal Porto Seguro gesehen, die erste Halbzeit Costa Rica gegen Griechenland im Flieger nach Rio auf dem Monitor (was für ein einmaliger Service), die zweite auf einer großen Video-Wand im Transit des nationalen Rio-Airports Santos Dumont, dort, wo meine Kreditkarte (immer noch keinen Ersatz) geklont wurde.

Wie um die Wartezeit mit Spannung auszufüllen: Verlängerung, Elfmeterschießen. Zu meinem jungen Kollegen Oliver von der „Zeit“ sage ich. „Gekas verschießt jetzt. Der hat bei der Eintracht so manchen verschossen.“ Gekas kickt seine Griechen tatsächlich raus. Oliver staunt: „Du hast Ahnung.“ Glück gehabt.

Die Eintracht leibhaftig begegnet mir auf dem Azul-Flug AD 4455 im Embraer 190/195: Bum Kun Cha und seine Frau Un Mi sitzen in Reihe 15. Mein Fensterplatz ist direkt dahinter. Die Freude ist groß, die Umarmung herzlich.

Cha (61) ist Kommentator für SBS TV in Seoul. Die stolze Mutter spielt auf ihrem iPhone vor, wie Du Ri (34), immer noch Profi, jetzt beim FC Seoul, und auch TV-Kommentator, in akzentfreiem Deutsch Löws Spieler vorgestellt hat: „Mit der Nummer 13 . . . Thomas Müller.“ Was für ein Gag. Die Chas haben in Rio „Holz“ getroffen. Bernd Hölzenbein war bei der WM auf Spielersuche. Un Mi erzählt: „Wir haben vier Enkel, zwei von Du Ri, zwei von unserer Tochter Hana.“

In Porto Alegre hat Südkorea gegen Algerien 2:4 verloren. Als wäre ich der Bundestrainer, gibt Cha Tipps: „Eine starke Mannschaft. Die 18, Yebda, und die 11, Brahimi, im Mittelfeld sind exzellente Techniker und besonders trickreich. Auch die 10, Feghouli, ist gut, die 13, Slimani, kopfballstark. Der Spielaufbau aus dem Mittelfeld ist sehr schnell. Die Abwehr ist kopfballstark, aber langsam.“ Cha prophezeit: „Deutschland wird natürlich gewinnen.“

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