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WM-Kolumne von Hartmut Scherzer: Folge 7: Am Strand

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Ein junger Fußballer am Strand.	Foto: dpa Ein junger Fußballer am Strand. Foto: dpa

Es ist schön, nach vier stressigen Tagen in Salvador mit unendlichen Staus, aber zwei wunderbaren Fußballspielen, wieder „zu Hause“ zu sein. Im Klubhotel Capitania an der Küste von Porto Seguro, in dem geräumigen, luftigen Zimmer – mit Internetzugang. Kaum am Morgen gelandet, überraschte der prominente Nachbar mit einem außergewöhnlichen Medientermin: Gespräche mit vier Schweizer Spielern am Traumstrand des La Torre Resorts.

Nur fünf Fußminuten entfernt wohnt Ottmar Hitzfeld mit seiner „Nati“ in dieser „Official Accomodation FIFA World Cup“, wie ein rot-blaues Schweizer Band am Eingang anzeigt. Vier Fahnen künden am offenen Portal von der Beziehung der Nobelherberge zu den Ländern: Die italienische ist dem Besitzer Luigi Rotunno gewidmet, die deutsche, könnte man vermuten, dem hier logierenden DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, die brasilianische, versteht sich, der Heimat und der Selecao, und das weiße Kreuz auf weißem Tuch dem Hauptgast während der Weltmeisterschaft. Man kann hineinspazieren – einfach so, unvorstellbar – und am Pool Schweizer Spielern mit um die Hüften gewundenen Handtüchern begegnen.

Aber die offizielle Begegnung ist auf der anderen Straßenseite in der Beach-Bar angesetzt. An vier mächtigen Sechsertischen, von Sponsorenwänden getrennt, sitzen Stephan Lichtensteiner, Valon Behrami, Haris Seferovic und Ricardo Rodriguez. Nach dem 2:1-Sieg gegen Ecuador herrscht ein wirres, dichtes Mediengedränge. Pressechef Marco von Ah hat das kommen sehen: „Die Journalisten wollten diese Art Gesprächsrunde und werden froh sein, wenn es wieder geregelte Pressekonferenzen gibt.“ Der angedachte Gag verpufft. Die Sonne, das Meer, der Strand, die Badenden als paradiesischer Hintergrund für Fotografen und Fernsehen sind von besagten Werbewänden und gedrängt stehenden Journalisten zugestellt.

Man spricht Schwyzerdütsch. Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg beantwortet die Frage nach dem Einfluss der Bundesliga – allein zum Schweizer Kader gehören neun Profis aus Bundesligaklubs – auf Hochdeutsch. „Das Tempo in Deutschland ist sehr hoch. Das hilft uns.“ Auch gegen Frankreich am Freitag in Salvador? „Wir wollen den Holländern und Deutschen nacheifern“, sagt Rodriguez. Die alte Hauptstadt ist prädestiniert für Überraschungen und großen Fußball.

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