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Freiburg feiert gegen Mainz zweiten Saisonsieg

Freiburgs Trainer Christian Streich hatte in die Partie gegen Mainz große Hoffnungen gesetzt. Am Ende durfte sich der Coach tatsächlich über einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf freuen und lobte seinen Torjäger. Sein Mainzer Kollege war vom Ergebnis genervt.
SC-Stürmer Nils Petersen (l) im Kopfballduell mit dem Mainzer Jean-Philippe Gbamin. Foto: Patrick Seeger SC-Stürmer Nils Petersen (l) im Kopfballduell mit dem Mainzer Jean-Philippe Gbamin.
Freiburg. 

Christian Streich wusste, beim wem er sich nach dem 2:1 (0:0) gegen den FSV Mainz 05 und dem ersehnten zweiten Saisonsieg seiner abstiegsbedrohten Freiburger bedanken musste.

„Es ist toll, dass er so vorausgeht”, lobte der SC-Trainer den Torschützen Nils Petersen. „Mit diesem Willen, mit dieser Entschlossenheit.” Doch dem 52-jährigen Coach war auch bewusst, dass seine Breisgauer etwas „glücklicher als die Mainzer” gewesen waren.

Beim so wichtigen Führungstreffer hatte der Mainzer Danny Latza mit einem schweren Patzer kräftig mitgeholfen. Einen fatalen Rückpass auf Torhüter Robin Zentner fing Petersen ab - und schob in der 51. Minute problemlos ein. „Das Ding nehme ich auf meine Kappe”, räumte Latza kleinmütig ein. Petersen gab nach dem ersten Dreier nach zuvor fünf Bundesliga-Spielen ohne Sieg zu: „Das ist pure Erleichterung. Wir haben eine Pflichtaufgabe heute erfüllt.”

Mit den Punkten neun, zehn und elf wendete der SC Freiburg eine noch bedrohlichere Lage im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga vorerst ab. In der turbulenten Schlussphase legte der eingewechselte Florian Kath nach (90.+1), ehe Emil Berggreen für die 05er verkürzte (90+2.) und die Gastgeber kurz zittern ließ. Die Badener rückten erst einmal auf den 15. Rang vor. Die Rechnung von Streich, vor eigenem Publikum die Schwäche auf fremden Plätzen zu kompensieren, ging diesmal auf. Vor 24.000 Zuschauern im Schwarzwald-Stadion verdiente sich der Sport-Club den Sieg mit einer stärkeren zweiten Halbzeit.

Für die Mainzer verlängerte sich die Auswärtsmisere auf nun zwölf Gastspiele ohne Sieg, mit 15 Zählern bleibt das Team von Coach Sandro Schwarz zumindest bis Sonntag fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen. „Das Ergebnis nervt”, haderte Schwarz. „Wir sind in der ersten Halbzeit dominant aufgetreten. In der zweiten Hälfte haben wir zu Beginn zu viele Ballverluste gehabt. Ich glaube, dass das erste Gegentor symptomatisch war. Wir haben Freiburg stark gemacht.”

In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit waren es die Mainzer, die ein erstes Ausrufezeichen gleich in der zweiten Minute setzten. Der Schuss von Levin Öztunali strich gefährlich knapp am Tor vorbei. Eine weitere Chance vergab Alexandru Maxim, nachdem SC-Kapitän Julian Schuster sich verschätzt hatte und Torhüter Alexander Schwolow an der Seitenlinie heraus eilte, aber nicht klären konnte (38.).

Freiburg fehlte im Angriff über weite Strecken die Präzision. Ein Höhepunkt war der knapp verzogene Freistoß von Schuster aus rund 25 Metern (26. Minute). Den bis dahin besten Angriff der Badener kurz vor der Pause schloss Petersen ab - und schoss knapp vorbei (44.).

Freiburg war erstmals in dieser Saison von einem Abstiegsplatz in einen Spieltag gegangen, nach der Pause zeigte das Team den notwendigen Willen. Zweimal Terrazzino und Ryan Kent vergaben noch aussichtsreich, dann machte es der auffällige Petersen besser.

Für Aufregung sorgte eine Szene rund eine Viertelstunde vor dem Ende, als Terrazino am Boden liegen blieb, Schiedsrichter Daniel Siebert aber weiterspielen ließ. Ein Schuss des 05ers Jean-Philipp Gbamin aus der eigenen Hälfte über den weit vorne stehenden Schwolow prallte an die Latte, Kenan Kodro ließ die anschließende Kopfballchance ungenutzt. „Das Glück haben wir uns in diesem Spiel erarbeitet”, sagte SC-Mittelfeldspieler Nicolas Höfler.

(Von Kristina Puck, dpa)
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