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Gladbach besiegt Angstgegner Frankfurt mit 3:1

Pléa führt Gladbach zum saisonübergreifend sechsten Heimsieg und beendet die Torflaute gegen Frankfurt. Die in der Offensive schwachen Hessen haben drei Gegentreffern kaum etwas entgegenzusetzen und holten in den vergangenen vier Partien nur einen Punkt.
Gladbachs Torschütze Alassane Plea (r.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert. Foto: Marius Becker Gladbachs Torschütze Alassane Plea (r.) wird von seinen Teamkollegen gefeiert.
Mönchengladbach. 

Millionen-Einkauf Alassane Pléa hat Borussia Mönchengladbach den Weg zum Sieg über Angstgegner Eintracht Frankfurt geebnet.

Mit seinem sehenswerten Tor zum 1:0 in der 56. Minute erlöste der 25 Jahre alte Franzose die Elf vom Niederrhein, die nach dem 3:1 (0:0) gegen den Pokalsieger mit zehn Punkten in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf Rang fünf rückte. Thorgan Hazard (65.) und Nico Elvedi (85.) machten vor lediglich 41.257 Zuschauern den ersten Gladbacher Erfolg gegen die Hessen seit zwei Jahren perfekt. Die offensiv enttäuschenden Frankfurter, für die Ante Rebic (74.) verkürzte, müssen sich bei nur vier Zählern nach unten orientieren.

„Es fehlt uns die Konzentration in manchen Situationen, das haben wir teuer bezahlen müssen. So wird es schwer zu punkten”, sagte Frankfurts Kapitän David Abraham. Borussias Mittelfeldspieler Florian Neuhaus blickte optimistisch nach vorne: „Jetzt wollen wir natürlich in Wolfsburg so weitermachen.” Der Schlüssel zum Erfolg war, so Neuhaus, „dass wir nach Berlin unser Zweikampfverhalten ändern wollten. Und heute haben wir gut verdichtet.”

Denn nach der 2:4-Pleite bei Hertha BSC, als Gladbach sehr offensiv agierte, probierte es Coach Dieter Hecking diesmal mit einem variablen 4-1-2-2-1-System. Sein Gegenüber Adi Hütter setzte auf eine defensivere 4-4-2-Taktik. Die Elf vom Niederrhein wirkte dynamischer und hatte durch Pléa (18.) die erste Top-Chance, aber Kevin Trapp im Frankfurter Tor klärte reaktionsschnell.

Weil beide Teams in ihren Aktionen, auch beim Umschaltspiel, zu ungenau waren, ergaben sich in den ersten 45 Minuten nur noch wenige Möglichkeiten. Trapp lenkte einen Schuss von Florian Neuhaus (41.) über die Latte und parierte den Kopfball von Matthias Ginter (42.). Und die Frankfurter, die nirgendwo mehr Auswärtssiege feierten als in Mönchengladbach? Sie fanden in der ersten Hälfte kaum statt. Lediglich Sébastien Haller war einmal fast an der richtigen Stelle, stand dann doch bei seinem Kopfballtreffer klar im Abseits (35.).

Die Fans nahmen die Anfangsphase der Partie schweigend hin. Auch in der Begegnung zwischen Mönchengladbach und Frankfurt gab es Proteste gegen die Zerstückelung der Spieltage. Die Fans beider Clubs pfiffen minutenlang und stimmten erst nach 20 Minuten ihre Gesänge an.

Und nach dem Seitenwechsel gab es auch auf dem Rasen einen Stimmungsumschwung - mit deutlichen Vorteilen für die Hausherren. Besonders Pléa sorgte für viele Aktionen. Seine beste: In der 56. Minute schoss er den Ball aus spitzem Winkel ins kurze Eck und ließ Trapp keine Abwehrmöglichkeit. Neun Minuten später erhöhte Hazard auf 2:0. Pech für die Eintracht, dass kurz vorher Abraham (58.) den möglichen Ausgleich mit einem Kopfball verpasste.

Auch der kroatische Vize-Weltmeister Rebic konnte mit seinem Tor elf Minuten nach seiner Einwechslung das Ende der Frankfurter Serie gegen Mönchengladbach nicht verhindern - denn Elvedi sorgte mit seinem ersten Saisontor für den Schlusspunkt der Partie.

(Von Dietmar Fuchs und Kaspar Kamp, dpa)
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