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Gomez-Doppelpack: VfB dämpft Hoffenheims Cl-Hoffnungen

Nach neun Spielen ohne Niederlage unterliegt die TSG Hoffenheim effektiven Stuttgartern 0:2. Mann des Spiels ist Mario Gomez, dem kurz vor der WM-Kader-Nominierung ein Doppelpack gelingt. Gäste-Trainer Nagelsmann ärgert sich aber über etwas ganz anderes.
Stuttgarts Mario Gomez (l-r) schiesst das Tor zum 1:0 gegen Hoffenheim. Nordtveit und Torwart Baumann sind machtlos. Foto: Marijan Murat Stuttgarts Mario Gomez (l-r) schiesst das Tor zum 1:0 gegen Hoffenheim. Nordtveit und Torwart Baumann sind machtlos.
Stuttgart. 

Der VfB Stuttgart feierte ausgelassen den zehnten Heimsieg der Saison, 1899 Hoffenheim dagegen hat durch die Derby-Niederlage seinen Vorsprung im Kampf um die Champions League eingebüßt.

Durch das 0:2 (0:1) geht die TSG punktgleich mit Bayer Leverkusen in den 34. Spieltag der Fußball-Bundesliga, ist dank der knapp besseren Tordifferenz aber weiterhin auf Rang vier der Tabelle. „Wir haben es immer noch in der eigenen Hand. Man muss die Augen öffnen und zuversichtlich in das letzte Spiel gehen”, sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann. „Die Chance ist nicht so gering.”

Mario Gomez schoss den VfB Stuttgart mit seinen beiden ersten Heimtreffern (25./74 Minute) seit der Rückkehr im Winter zwar zum achten Sieg unter Trainer Tayfun Korkut, bleibt mit dem VfB vor der letzten Partie beim FC Bayern München aber außerhalb der Europapokalplätze. „Wir sind mit dieser Mannschaft Zweiter der Rückrundentabelle. Das ist brutal, verrückt”, sagte Gomez. „Das ist eine super Truppe charakterlich. Sportlich gibt es bessere.” Eine Einschätzung zu seinen WM-Chancen wollte Gomez eineinhalb Wochen vor der Kader-Nominierung am 15. Mai nicht abgeben.

Die Schwaben zeigten vor 58.312 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena erneut eine defensiv solide und offensiv effektive Vorstellung. „Es ist klar, dass wir aus relativ wenig viel machen”, sagte Torwart Ron-Robert Zieler. „Das war der dritte Sieg in Folge, das hätte davor keiner gedacht.”

Hoffenheim dagegen musste nach zuvor neun Spielen ohne Niederlage einen unangenehmen Dämpfer hinnehmen und nun am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund die erstmalige direkte Qualifikation für die Königsklasse angehen. Auch die Gelb-Rote Karte für VfB-Profi Santiago Ascacíbar nach 66 Minuten half den Gästen nicht. „Wir wollten ein Endspiel gegen Dortmund. Et voilà”, sagte Trainer Nagelsmann, den vor allem der Kreuzbandriss von Lukas Rupp beschäftigte. „Das ist schlimm”, sagte er. „Damit kam auch ein Bruch in unser Spiel.”

Bis dahin war Hoffenheim klar überlegen. Aber weder Nadiem Amiri (5./7.) noch Andrej Kramaric (9./12.) konnten im Duell der beiden nach Meister München formstärksten Teams der vergangenen zwölf Spieltage für eine frühe Gästeführung sorgen.

Stattdessen traf der VfB mit der ersten echten Torgelegenheit selbst. Die gefühlvolle Flanke von Kapitän Christian Gentner unterschätzte TSG-Verteidiger Kevin Akpoguma um wenige Zentimeter. Dahinter lauerte Gomez und vollendete frei vor 1899-Torwart Oliver Baumann überlegt zu seinem ersten Heimtor seit der Rückkehr nach Stuttgart.

Der Champions-League-Anwärter aus Hoffenheim war beeindruckt und lange nicht mehr so druckvoll im Spiel nach vorn wie noch vor dem Gegentor. TSG-Coach Nagelsmann reagierte auf die drohende Niederlage mit der Einwechslung von Adam Szalai. Doch auch Korkut war mit der knappen Führung nicht zufrieden und brachte Anastasios Donis für Daniel Ginczek, der auch im fünften Spiel ohne eigenes Tor blieb.

Nach der Gelb-Roten Karte für Ascacíbar, der von Schiedsrichter Felix Zwayer schon in der ersten Szene des Spiels verwarnt worden war, war Hoffenheim zwar fast eine halbe Stunde in Überzahl, konnte den Vorteil aber trotz drückender Überlegenheit nicht nutzen. Im Gegenteil: WM-Kandidat Gomez behielt bei einem Konter und nach einem Sprint über den halben Platz die Nerven und traf frei vor Baumann zum 2:0-Endstand. „Das ist ein Tor, das nie fallen darf”, ärgerte sich Nagelsmann. Die Ausgangssituation vor dem Duell mit dem BVB bezeichnete er trotz der Niederlage aber als „gut”.

(Von Maximilian Haupt und Fabian Albrecht, dpa)
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