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HSV mit Sieg über Augsburg nach turbulenter Woche

Hamburgs Nicolai Müller jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Augsburg. Foto: Daniel Bockwoldt Hamburgs Nicolai Müller jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 gegen Augsburg.
Hamburg. 

Aufatmen beim Hamburger SV. Nach Pokalpleite und Störfeuer durch Investor Klaus-Michael Kühne gibt es die ersten drei Punkte in der Bundesliga. Der Sieg über den FC Augsburg war aber schwer erkämpft.

Der defekte Videobeweis war dabei vielleicht das große Glück des HSV. So ging Schiedsrichter Daniel Siebert vermutlich ein Elfmeterpfiff für den FCA kurz vor der Halbzeitpause durch die Lappen. Die Hamburger retteten bei ihrem Saisonauftakt ein 1:0 (1:0) über die Zeit und verschafften sich damit einen Trost nach der äußerst turbulenten Woche mit Pokalpleite gegen den Drittligisten VfL Osnabrück und den zahlreichen Attacken von Investor Kühne.

„Das Auftaktspiel einer Saison gewonnen - das tut uns gut”, sagte HSV-Trainer Markus Gisdol erleichtert. Sportchef Jens Todt fügte an: „Es ist gut, dass wir alles, was an Störgeräuschen kam, heute ausblenden konnten. Wir konzentrieren uns nun auf Fußball und das, was wir beeinflussen können.”

Nicolai Müller hatte vor 49 449 Zuschauern im Volksparkstadion schon in der achten Minute den Siegtreffer erzielt und musste acht Minuten später verletzt vom Platz. Er hatte sich beim Torjubel das Knie verdreht. Eine genaue Diagnose stand kurz nach dem Spiel noch aus.

„Der Wechsel hat uns außer Tritt gebracht. Danach hatten wir Umstellungsprobleme”, entschuldigte HSV-Trainer Markus Gisdol das zurückhaltende Spiel seiner Mannschaft. Der Coach war dennoch zufrieden: Er durfte sich über den erste Auftaktsieg seit 2010 (2:1 gegen Schalke 04) freuen. Die Augsburger bleiben sich indes treu: Noch nie seit ihrem Aufstieg in die Bundesliga 2011 schafften sie zum Saisostart einen Sieg. In Hamburg kassierten sie bereits die sechste Niederlage und blieben dabei erneut ohne Tor.

„Wir sind sehr enttäuscht”, sagte Augsburg Trainer Manuel Baum. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit nicht ideal angestellt, es dann aber recht vernünftig gemacht.”

Die Hamburger hatten ihr Team auf vier Positionen verändert. Einen guten Eindruck hinterließ Neuzugang Rick van Drongelen auf der Linksverteidiger-Position. „Er hat sich durchgebissen”, sagte Gisdol. Innenverteidiger Mergim Mavraj fehlte wegen Nackenbeschwerden.

Die Augsburger verzeichneten ein deutliches Übergewicht bei Zweikämpfen, Ballbesitz und Torschüssen, nutzten ihre Vorteile aber nicht. Die Platzherren zogen sich immer mehr zurück und verlegten sich aufs Verteidigen des Vorsprungs. „Alle haben sich reingehauen”, sagte Sportchef Jens Todt.

Der zum FCA gewechselte Michael Gregoritsch, der den Hamburgern bei seiner Rückkehr beweisen wollte, dass sein Verkauf „ein Fehler” war, blieb weitgehend blass. Seine eindrucksvollste Aktion war eine Schwalbe, mit der er einen Foulelfmeter herausschinden wollte. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte ihm dafür die Gelbe Karte (28.). „Ich habe mich hinreißen lassen. Das war eine Schwalbe. Ich habe mich danach entschuldigt”, sagte der Österreicher.

Die Augsburger, die den Verlust der Identifikationsfiguren Raul Bobadilla, Paul Verhaegh und Halil Altintop kompensieren mussten, ließen den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen. Bei den Einheimischen zerstörte dagegen viel Stückwerk das Aufbauspiel.

Die verbalen Angriffe von HSV-Aktionär Kühne auf Trainer, Sportchef, Vorstand und Spieler konterte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Im TV-Sender Sky sagte er: „Das ist nicht der Sprachgebrauch, den ich im Umgang miteinander erwarte. Ich kann es nicht akzeptieren, dass er in seiner Enttäuschung eine solche Diktion wählt.” Kühne hatte Spieler als Luschen und Lasogga als „Flop des Jahrhunderts” bezeichnet.

(Von Franko Koitzsch, dpa)
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