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HSV steckt in Gefahrenzone fest: Nur 0:0 gegen Wolfsburg

Schlechter Spieltag für den HSV. Den Hanseaten gelingt gegen Wolfsburg nicht der erhoffte dritte Heimsieg in Serie. Dafür punkten die Abstiegsrivalen Bremen und Mainz sogar in Dortmund und Leipzig.
Wolfburgs Torwart Koen Casteels (l) wehrt einen Schuss von Hamburgs Jan-Fiete Arp ab. Foto: Axel Heimken Wolfburgs Torwart Koen Casteels (l) wehrt einen Schuss von Hamburgs Jan-Fiete Arp ab.
Hamburg. 

Nach dem Abpfiff war die gute Stimmung schnell dahin. Sogar aus der eigenen Fankurve gab es am Samstagabend nach der Nullnummer des Hamburger SV im Nordderby gegen den VfL Wolfsburg einige Pfiffe.

Viel schlimmer an diesem aus HSV-Sicht schlechten Spieltag aber war, dass dessen Konkurrenten Werder Bremen (2:1 in Dortmund) und Mainz 05 (2:2 in Leipzig) im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga sogar bei Spitzenclubs punkten konnten.

„Das interessiert mich nicht. Entscheidend für mich ist, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben, aber der Ball einfach nicht ins Tor wollte”, sagte ein leicht genervter HSV-Coach Markus Gisdol. Dessen Team hatte vor 45 226 Zuschauern zwar fast über die vollen 90 Minuten mehr vom Spiel gehabt, musste sich am Ende aber mit dem ersten 0:0 in einem Bundesliga-Duell mit den insgesamt enttäuschenden Niedersachsen begnügen. „Ganz klar, wir haben heute Glück gehabt”, räumte der über den Punktgewinn mehr als zufriedene VfL-Coach Martin Schmidt ein.

Die Hamburger, die sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfL durch ein spätes Tor von Luca Waldschmidt zum 2:1-Sieg den direkten Klassenverbleib gesichert hatten, mussten ohne Bobby Wood auskommen. Für den an Knieproblemen leidenden Amerikaner kam das Talent Tatsuya Ito ebenso in die Startformation wie überraschend der Brasilianer Walace für Kapitän Gotoku Sakai. Bei den Wolfsburgern kehrte Maximilian Arnold nach Rotsperre zurück. William vertrat den erkrankten Gian-Luca Itter (Bronchitis) auf der linken Abwehrseite.

Bei einsetzendem Schneetreiben hatten die Gäste eine Woche nach dem ausgiebig gefeierten 3:0-Heimtriumph über Borussia Mönchengladbach von Beginn an einen schweren Stand. Walace (5. Minute), Jann-Fiete Arp (31.), der freistehend am Tor vorbeischoss, und Gideon Jung (33.) ließen dabei erstklassige Einschussmöglichkeiten für die überlegenen, aber im Abschluss zu fahrigen Hausherren aus.

Die Niedersachsen waren ihrerseits zwar durchaus bemüht, selbst auch konstruktiv nach vorne zu spielen, doch Nationalspieler Mario Gomez war dort meist auf sich allein gestellt. So war es dann auch kaum verwunderlich, dass HSV-Keeper Christian Mathenia vor der Pause keinen einzigen gefährlichen Schuss auf seinen Kasten bekam.

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Mannschaft aus der VW-Stadt etwas zwingender, mehr als insgesamt zwei Torannäherungen kamen bei Gomez & Co. aber auch in der zweiten Spielhälfte nicht zustande. Mit der Hereinnahme von VfL-Schreck Waldschmidt (60.) unterstrich Gisdol seine Zielvorgabe des dritten Heimsieges in Serie noch einmal.

Sofort ging ein Ruck durch HSV-Spieler und -Anhänger, es wurde trotz Kälte wieder lauter und stimmungsvoller im Volksparkstadion. Der von Filip Kostic gut angespielte Aaron Hunt ließ aber die nächste gute HSV-Chance liegen, weil er über den Ball trat (64.). Fünf Minuten später verhinderte VfL-Torwart Koen Casteels mit einer Glanzparade bei einem Schuss von Dennis Diekmeier dessen erstes Bundesliga-Tor.

Danach allerdings verpuffte die zwischenzeitliche HSV-Überlegenheit auch schon wieder. Da Spielmacher Hunt ebenso wie der später ausgewechselte Jungstürmer Arp nicht ihren besten Tag erwischt hatten, blieben gute Offensivaktionen Mangelware. Auch ein letzter Kostic-Kopfball fand nicht den Weg ins Tor (90.).

(Von Thomas Prüfer, dpa)
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