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Hannovers Jonathas trifft sofort - Erste Pleite für Tedesco

Hannover 96 spielt nicht wie ein Aufsteiger, sondern wie ein etablierter Bundesligist. Die Niedersachsen sind gegen Schalke das bessere Team und gewinnen verdient. Ein Neuzugang erlebt den perfekten Einstand. Die Gäste erleben den ersten Saison-Rückschlag.
Dem Neuzugang sei Dank: Durch das Tor von Jonathas gewann Hannover auch das zweite Spiel der Saison mit 1:0. Foto: Peter Steffen Dem Neuzugang sei Dank: Durch das Tor von Jonathas gewann Hannover auch das zweite Spiel der Saison mit 1:0.
Hannover. 

Trainer Domenico Tedesco hat mit dem FC Schalke 04 beim starken Aufsteiger Hannover 96 den ersten Rückschlag in der Fußball-Bundesliga einstecken müssen.

Die Königsblauen verloren am Sonntagabend 0:1 (0:0) bei den Niedersachsen, die trotz eines angekündigten Stimmungsboykotts kaum auf die Unterstützung ihrer Fans verzichten mussten und auch ihr zweites Spiel gewannen. Vor 49 000 Zuschauern in der ausverkauften HDI-Arena traf für Hannover der kurz zuvor eingewechselte Neuzugang Jonathas in der 67. Minute zum Sieg.

„Das ist ein Einstand nach Maß, da können wir uns natürlich alle drüber freuen”, sagte Trainer André Breitenreiter nach dem gefeierten Erfolg über seinen Ex-Club und einem Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern. Breitenreiter hob trotz des optimalen Starts hervor, dass es um den Klassenverbleib geht. „Unser Ziel ist eindeutig definiert”, unterstrich er im TV-Sender Sky.

Schalke ist nach dem zweiten Spieltag damit Achter der Tabelle, Hannover Vierter. 96 war eine Woche nach dem 1:0-Auftaktsieg in Mainz insgesamt das aktivere Team und hatte vor allem in der ersten Halbzeit deutlich mehr Torchancen. Die Gäste spielten in der Defensive solide, waren bei ihren Angriffen jedoch viel zu harmlos.

„Wir sind mit großen Erwartungen hierher gekommen und natürlich enttäuscht, dass wir das Spiel verloren haben”, sagte Manager Christian Heidel. „Normalerweise geht es unentschieden aus. Hannover hat den einen Fehler, den wir gemacht haben, ausgenutzt.” Neuzugang Bastian Oczipka stellte fest: „Insgesamt war es zu wenig.”

Hannover begann mutig und kontrollierte aus einer kompakten Aufstellung heraus das Spiel. „Wenn wir unsere Zweikämpfe gewinnen, sind wir unangenehm zu spielen”, sagte 96-Profi Felix Klaus. Schalke setzte auf schnelle Angriffe, die aber kaum gefährlich vor das Tor von Hannovers Schlussmann Philipp Tschauner vorgetragen wurden. Die Spieler von 96-Coach André Breitenreiter kamen gegen dessen Ex-Team auf der anderen Seite zu einigen Abschlüssen, meist waren es allerdings ungefährliche Distanzschüsse. Schalkes Torwart und Kapitän Ralf Fährmann entschärfte mit einer Parade die größte 96-Chance der ersten Halbzeit, einen wuchtigen Kopfball von Salif Sané (16.).

Das Tedesco-Team wirkte eine Woche nach dem starken 2:0 über RB Leipzig ideenlos und war auch in den Zweikämpfen nicht so präsent wie 96. Die Abwehr lief wieder ohne Ex-Kapitän Benedikt Höwedes auf, der auf der Bank saß und vor einem Wechsel zu Juventus Turin steht. Die Schalker Dreierkette mit Naldo in der Mitte war allerdings sicher und ließ kaum brenzlige Situationen im Strafraum zu.

Schalke kam etwas agiler aus der Pause und übte mehr Druck auf Hannovers Hintermannschaft aus. Schiedsrichter Patrick Ittrich stand in der 49. Minute im Mittelpunkt: Sané hatte im Strafraum bei einer Grätsche den Ball mit der Hand berührt. Ittrich entschied sofort auf Eckstoß und blieb auch dabei, nachdem er mit dem Videoassistenten kommuniziert hatte.

Die Führung der Gastgeber besorgte dann Joker Jonathas nach schwerem Fehler von Thilo Kehrer und Vorlage von Marvin Bakalorz. Breitenreiter hatte ihn erst wenige Minuten zuvor eingewechselt. „Dem Thilo macht bei uns niemand einen Vorwurf”, sagte Heidel zum Fehlpass des Youngsters am eigenen Strafraum.

Der angekündigte Stimmungsboykott der Heimfans war teilweise zu spüren, wurde allerdings von vielen Anhängern nicht befolgt, in der Schlussphase überwog der Jubel im Stadion. „Überragend, ich dachte, dass es echt schwierig wird”, sagte 96-Profi Klaus.

(Von Nikolai Huland, dpa)
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