E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 17°C

Hazard trifft doppelt - und Gladbach nimmt wieder Anlauf

Erstmals in dieser Saison sitzt Thorgan Hazard bei Borussia Mönchengladbach lange auf der Ersatzbank - und dann macht der Belgier als Einwechselspieler das 2:1 gegen Hertha BSC mit einem Doppelpack perfekt.
Torschütze Thorgan Hazard und Josip Drmic (r) bejubeln das 2:1 gegen Berlin. Foto: Ina Fassbender Torschütze Thorgan Hazard und Josip Drmic (r) bejubeln das 2:1 gegen Berlin.
Mönchengladbach. 

Es war schon eine kuriose Situation. 2:1 (0:1) gegen Hertha BSC durch Tore von Thorgan Hazard gewonnen, nach vier Bundesligaspielen ohne Sieg wieder drei Punkte geholt und die Europa-League-Chancen gewahrt - und trotzdem mussten die Fußballprofis mit den Fans debattieren.

„Es gab eine Diskussion über die Art und Weise”, schilderte Borussia-Kapitän Lars Stindl den Diskurs.

Eines wollte Stindl nicht tun: sich für das Zustandekommen des Erfolgs entschuldigen. „Denn es war ein Sieg des Willens”, betonte er nach schwachen ersten 45 Minuten und einer Vielzahl von Chancen, die die Berliner vor den entscheidenden Treffern des Mönchengladbacher Torjägers Hazard vergaben.

„Hier war mehr drin. Aber etwas schön zu reden bringt nichts”, kommentierte Hertha-Coach Pal Dardai die Niederlage, die vor allem auf Hazards Konto ging. Erstmals in dieser Saison gehörte der Belgier nicht zur Startelf. Erst von Minute 45 an verlieh der 25-Jährige dem Team von Trainer Dieter Hecking die Gefahr, die lange nicht da war.

Nach dem 0:1 durch Salomon Kalou (40. Minute) gelang Hazard sein erster Doppelpack seit September 2016. Sein 1:1 (75.) und das 2:1 per Foulelfmeter nach Videobeweis (79.) erhöhen die Möglichkeiten der Elf vom Niederrhein, bei jetzt 40 Zählern noch einmal in den Kampf um die Europa-League-Plätze einzugreifen. Für die Hertha (36 Punkte) ist das internationale Geschäft nahezu passé.

„Über weite Strecken hatten wir alles im Griff, dementsprechend tief sitzt der Stachel”, sagte Herthas Nationalspieler Marvin Plattenhardt angesichts der Tatsache, „dass wir in der zweiten Hälfte mit 2:0 oder sogar 3:0 in Führung gehen müssen”. Angreifer Davie Selke war bedient und klagte: „Am Ende sind wir schockiert, dass wir nichts mitnehmen.”

Die 60. Erstligapartie zwischen beiden Clubs hatte erst nach einer Viertelstunde Fahrt aufgenommen. Selke, der in der 17. Minute knapp verzog, und Kalou (19.) hatten erste Möglichkeiten. Auf Borussia-Seite waren der frühere Berliner Raffael (19.) und Stindl (30.) am gefährlichsten. Weil beide Teams in ihren Offensivaktionen zu unpräzise agierten, blieben vor 51 417 Zuschauern die wirklich bedrohlichen Situationen zunächst aus.

Das änderte sich kurz vor dem Seitenwechsel: Niklas Stark bediente Selke, dem Jannik Vestergaard den Ball zwar noch vom Fuß spitzeln konnte. Der Abpraller landete bei Kalou - und der Hertha-Torjäger schob problemlos zum 0:1 ein.

Hecking reagierte und wechselte Hazard ein - zunächst ohne Wirkung. Das vermeintliche 1:1 durch Patrick Herrmann (54.) wurde nach Videobeweis von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wegen Abseits nicht gegeben. Nach Hazards Ausgleich musste erneut der Videobeweis her: Fabian Lustenbergers Foul an Nico Elvedi wurde nachträglich als elfmeterreif bewertet. Hazard verwandelte den Strafstoß zu seinem neunten Saisontreffer und zum Sieg.

(Von Dietmar Fuchs, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen