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Hertha BSC kann Europa League „fix machen”

In der vergangenen Saison verspielte Hertha ganz am Schluss noch den Sprung auf die internationale Bühne. Diesmal könnte es für das Team von Trainer Dardai gut reichen.
Hertha BSC feiert beim SV Darmstadt 98 einen ungefährdeten 2:0-Erfolg. Foto: Frank Rumpenhorst Hertha BSC feiert beim SV Darmstadt 98 einen ungefährdeten 2:0-Erfolg. Foto: Frank Rumpenhorst
Darmstadt. 

Hertha BSC hat einen Riesenschritt Richtung Europa-League-Teilnahme gemacht und geht voller Vorfreude in den letzten Spieltag.

Die Berliner landeten mit einem 2:0 (2:0) beim SV Darmstadt 98 ihren ersten Auswärtssieg nach zuvor neun Niederlagen. Damit hat die Mannschaft von Trainer Pal Dardai vor dem Saisonfinale der Fußball-Bundesliga als Tabellenfünfter beste Karten für das internationale Geschäft. Routinier Salomon Kalou (14. Minute) und Youngster Jordan Torunarigha (28.) trafen per Kopf gegen den Absteiger.

„Wir wollen Europa jetzt auf jeden Fall fix machen”, sagte Abwehrspieler Niklas Stark. Für die Qualifikation würde sogar der siebte Platz reichen - wenn Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale Eintracht Frankfurt schlägt.

Die „Lilien” verabschiedeten sich in einem emotionalen letzten Heimspiel am Böllenfalltor von ihren Fans. „Was wir die letzten zehn Jahre hier aufgebaut haben, das nimmt uns niemand mehr”, sagte Präsident Rüdiger Fritsch in seiner Ansprache. „Wir werden alle dafür arbeiten, dass wir wieder eine ganz, ganz tolle Saison erleben.”

Vor 17 400 Zuschauern im ausverkauften Jonathan-Heimes-Stadion spielten die Darmstädter wie immer engagiert, aber auch etwas fahrig. Hertha musste zwar auf die gesperrten Innenverteidiger John Anthony Brooks und Sebastian Langkamp sowie verletzten Fabian Lustenberger verzichten. Dafür hatten die Berliner noch einmal Stark mobilisiert, der an einer Fußblessur laboriert und nach Angaben Dardais „seine Gesundheit riskiert hat”.

Die ohne den angeschlagenen Stammkeeper Michael Esser angetretenen „Lilien”-Abwehr wackelte von Beginn an. Bereits nach einer knappen Viertelstunde lag der Ball hinter Daniel Heuer Fernandes: Kalou köpfte schulbuchmäßig nach einer scharfen Flanke von Vladimir Darida ein. Eine weitere Unaufmerksamkeit der Gastgeber nutzte Torunarigha, um erneut per Kopf auf 2:0 zu erhöhen. Der 19-jährige Abiturient war angesichts der Personalnot in der Abwehr zu seinem siebten Erstliga-Einsatz gekommen.

Dardai ging in den beiden letzten Spielen mit dem Ziel, vier Punkte aus der Partie in Darmstadt und gegen Leverkusen zu holen - um nicht wie vergangene Saison am letzten Spieltag noch die direkte Qualifikation für die Europa League zu verpassen. „Wir haben noch ein sehr wichtiges Spiel und werden alle Reserven mobilisieren”, versprach Dardai nach dem Dreier.

Der erste Sieg der Hertha im fremden Stadion seit dem 3:2 Anfang Dezember in Wolfsburg war auch nach der Pause nicht gefährdet. Mit der Hereinnahme von Jan Rosenthal bereits nach einer guten halben Stunde hatte Trainer Torsten Frings versucht, die Offensive des Absteigers zu stärken. Doch Darmstadt blieb - wie so oft in dieser Spielzeit - vorne zu harmlos. Nach einer verpatzten Dreifach-Chance der Gastgeber, unter anderem durch Rosenthal, schoss Herthas Alexander Esswein noch an den Pfosten (62.).

„Ich glaube, wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass die Luft raus ist”, sagte Frings, der die Fans überschwänglich lobte. Auch Kapitän Aytac Sulu lobte: „Ich glaube, wenn man absteigt und sein letztes Heimspiel hat, ist die Stimmung nicht immer so.”

Die 98er Fans ließen sich vor dem Anpfiff auch noch einen originellen Seitenhieb gegen die Deutsche Fußball Liga einfallen. Bei strahlendem Sonnenschein spannten die Zuschauer auf der Gegengeraden Regenschirme und ein Plakat auf: „Seht ihr DFL, so haben wir uns das gedacht.” Die DFL verlangt von den Darmstädtern eine überdachte Gegentribüne - die ungelöste Stadionfrage bleibt das größte Problem der Südhessen auch in der 2. Liga.

(Von Ulrike John und Stephan Köhnlein, dpa)
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