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Nach Steuerhinterziehung: Hoeneß kommt vorzeitig frei

Am 2. Juni 2014 trat Uli Hoeneß seine dreieinhalbjährige Haftstafe an. Doch schon am 29. Februar 2016 ist der ehemalige FC-Bayern-Chef wieder ein freier Mann.
Der Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, Uli Hoeneß, ist selig. Er wird frühzeitig aus der Haft entlassen. Foto: Daniel Karmann (dpa) Der Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München, Uli Hoeneß, ist selig. Er wird frühzeitig aus der Haft entlassen.
Frankfurt.  28,4 Millionen Euro Steuern hat Uli Hoeneß hinterzogen. Um ein stolzes Sümmchen hat er den Staat betrogen und dafür eine Haftstrafe von gerade einmal dreieinhalb Jahren bekommen. Nachdem der ehemalige Präsident des FC Bayern bereits Anfang vergangenen Jahres in das Andechser Freigängerhaus Rothenfeld verlegt worden war, konnte er tagsüber in der Jugendabteilung des FC Bayern weiterarbeiten und die Wochenenden bei seiner Familie verbringen. Und damit nicht genug: Nun soll er dem Gefängnis auch noch vorzeitig ganz den Rücken kehren.

Die restliche Strafe werde zum 29. Februar 2016 ausgesetzt, teilte das Landgericht Augsburg mit – und gab einem entsprechenden Antrag auf eine sogenannte Halbstrafe von Hoeneß nach. Für den ehemaligen Präsidenten des FC Bayern gilt nun eine Bewährung von drei Jahren. Maßgeblich waren bei dieser Entscheidung Hoeneß‘ einstige Selbstanzeige. Zuträglich war auch, dass er den Schaden nach Angaben des Gerichts durch Zahlungen von mindestens 43 Millionen Euro mehr als beglichen haben soll.

Laut Strafgesetzbuch kann ein Gericht nach der Hälfte einer verbüßten Freiheitsstrafe den Rest zu Bewährung aussetzen. Dazu muss der Verurteilte Ersttäter sein. Auch muss die Gesamtwürdigung seiner Tat sowie die Persönlichkeit des Verurteilten und seine persönliche Entwicklung während des Strafvollzugs ergeben, dass besondere Umstände vorliegen. Dies sah das Gericht nun als gegeben an.

Die Bewährungszeit wurde auf drei Jahre festgesetzt.  Einzige Auflage dabei: Hoeneß muss etwaige Wohnungswechsel bei der Strafvollstreckungskammer anzeigen. Bleibt abzuwarten, ob Hoeneß nach seiner Entlassung wieder an der Front der Bayern mitmischen wird oder ob es bei der Mitarbeit in der Jugendabteilung bleibt.

(red)

 
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