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Hoffenheim und Frankfurt bleiben nach Remis oben dran

1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt verpassen den möglichen Sprung auf den dritten Tabellenrang. Dennoch können beide Trainer mit dem Remis im direkten Duell gut leben.
Der Frankfurter Carlos Salcedo (l) und Hoffenheims Sandro Wagner beim Kampf um den Ball. Foto: Uwe Anspach Der Frankfurter Carlos Salcedo (l) und Hoffenheims Sandro Wagner beim Kampf um den Ball.
Sinsheim. 

Kein Verlierer im Verfolgerduell: 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt bleiben nach dem 1:1 (0:1) im Rennen um die internationalen Startplätze.

TSG-Stürmer Mark Uth bewahrte die Hausherren am Samstag mit dem späten Ausgleich in der Nachspielzeit (90. Minute +1) vor einer neuerlichen Heimpleite und zerstörte die Sieg-Hoffnungen der Hessen, die Kevin-Prince Boateng (13.) mit seiner frühen Führung geschürt hatte. „Wenn man zum Schluss zwei Punkte verliert, ist das ärgerlich. Aber ich bin bescheiden und demütig. Deswegen nehmen wir den einen Punkt gerne mit”, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac.

Die Frankfurter verpassten durch das späte Remis mit nunmehr 19 Punkten genauso den möglichen Sprung auf Rang drei der Fußball-Bundesliga wie Hoffenheim (20). „Der Ausgleich war am Ende verdient”, stellte TSG-Trainer Julian Nagelsmann fest. „Mehr war nicht drin, weil Frankfurt gut verteidigt hat.”

Hoffenheim übernahm zunächst die Spielkontrolle und kam durch Sandro Wagner nach neun Minuten auch zur ersten Chance. Der wechselwillige Nationalstürmer, der beim deutschen Meister Bayern München als Backup für Robert Lewandowski gehandelt wird, scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky.

Doch nur vier Minuten später gerieten die Hausherren nach einem schlimmen Fehlpass von Lukas Rupp, der erstmals seit dem 7. Spieltag wieder in der TSG-Startelf stand, ins Hintertreffen. Boateng erfasste die Situation blitzschnell und überwand Hoffenheims Torwart Oliver Baumann mit einem Heber aus etwa 20 Metern. „Im Training landet solch ein Schuss oft im Wald. Heute war er drin”, sagte Boateng.

Die Führung spielte der Eintracht in die Karten und lähmte die TSG. Aus einer sicheren Abwehr heraus setzten die Hessen immer wieder Konter, bei denen allerdings oft die Präzision beim letzten Pass oder Abschluss fehlte. So nach einer knappen halben Stunde, als Marc Stendera mit einem schwachen Schuss an Baumann scheiterte. Und auch Mijat Gacinovic (38.) zielte frei vor dem Tor zu ungenau.

Hoffenheim fiel spielerisch nichts ein, um Frankfurt ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Erst ein kapitaler Bock von Hradecky, der Uth den Ball in die Füße spielte, brachte noch einmal Gefahr vor der Pause. Wagner setzte die Hereingabe seines Sturmpartners aber knapp neben das Tor. „Den muss er natürlich machen. Deswegen war er gefrustet und hat in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Bindung zum Spiel gefunden”, sagte Nagelsmann.

Sein Team hatte auch nach dem Wechsel mehr Ballbesitz, blieb aber weitgehend ungefährlich. Daran änderte auch die Hereinnahme von Serge Gnabry, der nach knapp zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, nichts. Auch Andrej Kramaric, der nach gut einer Stunde den glücklosen Wagner ersetzte, konnte die lahme TSG-Offensive trotz eines phasenweisen Powerplays nicht entscheidend beleben.

Die Eintracht befreite sich Mitte der zweiten Halbzeit aus der Umklammerung. Ante Rebic hätte die Partie vorzeitig entscheiden können, doch der Kroate vergab zweimal freistehend. Das rächte sich in der Nachspielzeit, als Gnabry einmal auf dem Flügel durchkam und Uth den Ball mustergültig auflegte.

(Von Eric Dobias, dpa)
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