Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Hunt sorgt mit Hammer-Tor gegen Schalke für Hoffnung

Der Hamburger SV schöpft neue Hoffnung. Durch den Sieg gegen Schalke 04 rückt der HSV einen Platz vor - steht aber immer noch fünf Punkte hinter dem Relegationsrang.
Hamburgs Lewis Holtby (M) erzielt gegen Schalke Torwart Ralf Fährmann (unten l) das 2:1. Foto: Carmen Japsersen Hamburgs Lewis Holtby (M) erzielt gegen Schalke Torwart Ralf Fährmann (unten l) das 2:1.
Hamburg. 

Dank eines tollen Tors von Aaron Hunt hat Trainer-Novize Christian Titz im dritten Anlauf den ersten Sieg eingefahren und beim stark abstiegsgefährdeten Hamburger SV das letzte Fünkchen Hoffnung am Glimmen gehalten.

Mit dem 3:2 (1:1) im 100. Duell gegen den FC Schalke 04 beendeten die Norddeutschen am Samstagabend ihre Sieglos-Serie von 15 Partien und zeigten, dass sie sich noch nicht mit dem Abstieg abgefunden haben. Mit nun 22 Punkten rückte der HSV zumindest auf Platz 17 vor - und das Team von Domenico Tedesco verpasste den Clubrekord von sieben Siegen in Serie.

„Wir waren heute einfach dran. Es war sehr wichtig, dass wir einen Dreier geholt haben”, kommentierte Torschütze Hunt beim Pay-TV-Sender Sky. Zu seinem Fernschuss ins Netz sagte er: „Ich habe den Ball vor dem Fuß gehabt und habe einfach draufgehalten.” Er gab aber zu: „Es gehört auch ein bisschen Glück dazu.”.

Naldo (9. Minute) hatte Schalke mit seinem sechsten Saisontreffer in Führung gebracht, doch beim Tor war auch die Hand im Spiel. Guido Burgstaller (63.) gelang zunächst der Ausgleich nach Treffern von Filip Kostic (17.) und Lewis Holtby (52.) für die Hanseaten, ehe Hunt (84.) den umjubelten Siegtreffer erzielte.

„Der HSV hat uns das Leben zur Hölle gemacht”, kommentierte Schalke-Coach Domenico Tedesco. „Wir haben all die Tugenden der letzten Wochen vermissen lassen. In der ersten Halbzeit haben wir die Körpersprache vermissen lassen.”

Kyriakos Papadopoulos kehrte in die HSV-Abwehr zurück und sollte für Stabilität sorgen, doch der griechische Nationalspieler kassierte schon früh die zehnte Gelbe Karte gegen seinen Ex-Verein. Und nach einem Foul an Breel Embolo folgte ein Freistoß, den Daniel Caligiuri hoch auf Naldo platzierte, der traf - ob mit auch mit dem Kopf oder nur mit der Hand war schwer zu erkennen. HSV-Keeper Julian Pollersbeck verharrte auf der Linie und hatte so keine Chance. Die Gäste verwerteten damit die einzige echte Möglichkeit in der ersten Halbzeit.

Tedesco hatte in Thilo Kehrer, Max Meyer und Amine Harit drei Neue hereingebracht, Nabil Bentaleb und Franco Di Santo blieben draußen - aber die Schalker wirkten unsortiert und bekamen wenig nach vorn zustande.

Das Spielgeschehen vor 54 137 Zuschauern im Volkspark bestimmte der HSV. Nach couragiertem Beginn glichen die Gastgeber durch einen weiten Einwurf von Douglas Santos auf Kostic aus. Torhüter Ralf Fährmann verließ sich fälschlicherweise auf seine zögerlichen Abwehrleute Naldo und Caligiuri.

Tedesco war unzufrieden und nahm zur zweiten Halbzeit Meyer für Weston McKennie und Breel Embolo für Di Santo vom Feld. Dennoch war es der HSV, der gieriger wirkte. Nach Vorlage des kaum zu bremsenden Tatsuya Ito schob Holtby den Ball mit der Brust ins Tor, im Anschluss verpasste Luca Waldschmidt (60.) eine Riesenmöglichkeit, als er übers Tor schoss. Das schien sich zu rächen. Denn im Gegenzug nutzte Burgstaller mit seinem zehnten Saisontreffer seine Chance. Doch dann kam der große Auftritt von Hunt. Der Ex-Bremer erzielte den Siegtreffer mit einem herrlichen Fernschuss und sorgte für ausgelassenen Jubel auf den Tribünen.

(Von Britta Körber und Thomas Prüfer, dpa)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse