Kommentar: Werders Wirklichkeit

Namen wie Hartherz, Trybull oder Füllkrug waren vor diesem Fußballjahr wohl auch in Bremen nur Eingeweihten bekannt. Nun kommen diese drei 18-, 19-Jährigen zusammen immerhin schon auf 27 Einsätze, und in Zukunft könnte ihnen und anderen Altersgenossen noch mehr Aufmerksamkeit gelten.
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An der Weser hat der Umbruch begonnen, mit der Nummer eins: Torwart Wiese ist im Sommer weg, Abwehrchef Naldo und Torjäger Pizarro womöglich auch – und Werders Bosse haben sich zumindest im ersten Fall wohl nicht einmal richtig dagegen gewehrt.

Am Osterdeich hat man trotz nur mittelständischer Möglichkeiten oft im Konzert der Großen mitgespielt, dabei aber auch nie den Blick für die grün-weiße Wirklichkeit verloren. Die sieht aktuell so aus, dass die Champions League nächste Saison ohne Werder ausgespielt wird, die Europa League vielleicht auch – was nüchtern bedeutet, dass das eine oder andere Spitzengehalt eingespart werden muss. Und dass Trainer Schaaf und Manager Allofs ihr gutes Händchen bei preiswerten Neuen wiederentdecken müssen. Mit lauter A-Jugendlichen geht es in der Bundesliga schließlich auch nicht, das wissen sie – und das zeigen die jüngsten Ergebnisse.

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