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Leckie-Show sichert Hertha Startsieg: „Verrückte Erfahrung”

Eine komplette Saison hatte Mathew Leckie überhaupt nicht getroffen - für seinen neuen Verein Hertha gelingt ihm gleich der erste Doppelpack zum Sieg. Wiederaufsteiger Stuttgart wehrt sich nach dem Rückstand. Doch es fehlen noch Cleverness und Effizienz.
Doppeltorschütze Mathew Leckie führte seine Hertha zum 2:0-Sieg über Stuttgart. Foto: Maurizio Gambarini Doppeltorschütze Mathew Leckie führte seine Hertha zum 2:0-Sieg über Stuttgart.
Berlin. 

Der Australier genoss seinen ersten Siegestanz vor der Ostkurve mit sichtbarer Freude. „Das war eine spezielle Woche mit einer verrückten Erfahrung”, sagte Matchwinner Mathew Leckie nach seiner ersten Tore-Show im Trikot von Hertha BSC.

Der schnelle Flügelflitzer, der im Sommer für drei Millionen Euro zum Berliner Fußball-Bundesligisten gestoßen war, sorgte vor 44 751 Zuschauern im Olympiastadion mit seinen beiden Toren (46. und 62. Minute) für den 2:0 (0:0)-Sieg seines neuen Clubs gegen Wiederaufsteiger VfB Stuttgart.

In der Vorsaison hatte der 26 Jahre alte Leckie für Absteiger Ingolstadt nicht ein einziges Mal getroffen. „Das Zauberwort heißt Andy Thom”, sagte Hertha-Trainer Pal Dardai zum schnellen Leckie-Wandel zum Torjäger. Der ehemalige Nationalstürmer Andreas Thom ist seit dieser Saison beim Hauptstadtclub als Stürmer-Trainer verantwortlich für alle Hertha-Angreifer - von der Jugend bis zu den Profis. Dardai bescheinigte Leckie eine blitzschnelle Eingewöhnung in Berlin: „Es war gleich so, als ob er immer hier wäre.”

Beim ersten Bundesliga-Auftritt seit 15 Monaten baute der VfB zunächst ein dichtes Defensivbollwerk. Torwart Ron-Robert Zieler, einer von drei Neuzugängen in der Stuttgarter Startelf (später wurden noch Holger Badstuber und Dennis Aogo eingewechselt), musste so lange Zeit nicht eingreifen. Die Berliner, die ihrerseits mit Karim Rekik und Leckie zwei Neue aufboten, erarbeiteten sich zwar mehr Ballbesitz und die Feldüberlegenheit. Doch vor dem Strafraum der Gäste war erst einmal Schluss.

Trainer Pal Dardai vertraute dem Team, das in der ersten Pokalrunde beim Drittligisten Hansa Rostock 2:0 gewonnen hatte. Auf Rekordeinkauf Davie Selke (aus Leipzig) sowie den aus Salzburg gekommenen Valentino Lazaro musste der Sechste der Vorsaison noch verzichten. Die Variante mit Alexander Esswein als zweitem Stürmer neben Kapitän Vedad Ibisevic brachte nicht die erhoffte Wirkung.

33 Sekunden nach dem Wiederanpfiff nutzte Leckie die erste wirkliche Chance zur Berliner Führung. Nach einem Einwurf leitete Ibisevic den Ball direkt weiter, der australische Nationalspieler umkurvte VfB-Neuling Ailton und schoss ins lange Eck. „Den Topangriff der Hertha konnten wir nicht verteidigen”, ärgerte sich VfB-Trainer Hannes Wolf. Nach dem Treffer entwickelte sich endlich ein abwechslungsreiches Spiel. Die Gäste gaben ihre taktische Linie auf und spielten nun auch mit Tempo nach vorn. Ein Schuss von Josip Brekalo wurde von Rekik gerade noch aufgehalten (57.).

„Das erste Tor hat uns unsicher gemacht, das zweite Tor hat uns total unsicher gemacht”, bemerkte Dardai zum weiteren Ablauf. Nach Ecke von Marvin Plattenhardt wurde der Ball genau vor Leckies Füße abgewehrt. Und der schoss erneut mit dem linken Fuß trocken ein. „Für uns als Team war es das Wichtigste, ein gutes Resultat zu erzielen. Ich denke, unsere Vorstellung war mehr als gut genug, um zu gewinnen”, sagte der Doppel-Torschütze.

Der VfB war ohne den weiter verletzten Angreifer Daniel Ginczek aufgelaufen, auch Baumgartl, Insua und Burnic fehlten. Auch nach dem 0:2 zeigten die Gäste „nochmal eine gute Reaktion”, befand Trainer Wolf. Doch Asano traf aus bester Position nur den Pfosten (74.). Und der eingewechselte Anastasios Donis schoss aus fünf Metern den Ball am Berliner Tor vorbei (80.). „Wenn sie da das 1:2 machen - dann Halleluja”, bemerkte ein erleichterter Hertha-Coach Dardai.

(Von Jens Mende und Andreas Krühler, dpa)
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