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Leverkusen bleibt nach 1:0 in Frankfurt auf Erfolgskurs

Bayer Leverkusen hat seine Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Das 1:0 in Frankfurt war bereits das achte Spiel in Serie ohne Niederlage. Entsprechend groß ist die Freude.
Der Frankfurter Kevin-Prince Boateng (l) und der Leverkusener Dominik Kohr im Zweikampf. Foto: Thomas Frey Der Frankfurter Kevin-Prince Boateng (l) und der Leverkusener Dominik Kohr im Zweikampf.
Frankfurt/Main. 

Der Blick auf die Tabelle bereitete Heiko Herrlich sichtlich Vergnügen. Durch den 1:0 (0:0)-Erfolg bei Eintracht Frankfurt überflügelte Bayer Leverkusen den Rivalen in der Tabelle und eroberte mit 20 Punkten zumindest über Nacht den sechsten Platz in der Fußball-Bundesliga.

„Ich freue mich riesig, dass wir hier gewonnen haben”, sagte Bayer-Trainer Herrlich. Dank eines Treffers von Kevin Volland in der 76. Minute hatte die Werkself vor 50.000 Zuschauern nach unterhaltsamen 90 Minuten die Nase vorn. „Es läuft bei mir und der Mannschaft”, sagte der Siegtorschütze. „Die drei Punkte bringen uns weiter.”

Eintracht-Trainer Niko Kovac haderte dagegen mit der ersten Niederlage nach sechs Spielen. „Die Partie hätte eigentlich Remis enden müssen. Der schnelle Konter zum Gegentor ärgert mich. Das darf nicht passieren und war am Ende der kleine, aber feine Unterschied”, meinte Kovac.

In einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten passierte nicht viel in der Startphase, in der lediglich Bayer-Stürmer Lucas Alario für ein wenig Aufregung sorgte. Zunächst vergab der Argentinier die erste Chance, kurz darauf sah er nach einer Rambo-Attacke gegen Simon Falette die Gelbe Karte.

Frankfurt bemühte sich zwar, konnte in der Offensive aber keine Akzente setzen. Immer wieder liefen sich die Hessen fest, so dass Nationaltorwart Bernd Leno zwischen den Bayer-Pfosten bis zur Pause einen ruhigen Nachmittag verlebte.

Leverkusen wirkte abgeklärter, ließ aber die nötige Präzision im Abschluss vermissen. So plätscherte die Partie ohne Höhepunkte dahin - bis erneut Alario für Alarm vor dem Eintracht-Tor sorgte. Innerhalb von zwei Minuten traf der Stürmer zweimal den Pfosten, erst per Kopf (30.), dann mit dem Fuß (32.). Zwischen beiden Aktionen vergab Nationalspieler Julian Brandt (31.) eine weitere Möglichkeit zur Führung der überlegenen Gäste.

Bei den Hausherren lief in dieser Phase überhaupt nichts zusammen. Stockfehler, Fehlpässe und Ideenarmut prägten das Spiel der Hessen, die mit dem torlosen Remis zur Pause noch gut bedient waren. „Wir sind da immer nur hinterhergelaufen und nicht in die Zweikämpfe gekommen”, kritisierte Kovac.

Nach dem Wechsel kam die Eintracht besser in Schwung. „Da mussten wir ein, zwei brenzlige Situationen überstehen”, räumte Herrlich ein. Ante Rebic (49.) hatte das 1:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am prächtig reagierenden Leno. Der Bayer-Keeper entschied auch das zweite Duell mit dem Kroaten für sich, als er nach einer Stunde dessen Volleyschuss parierte.

Bayer verlor zusehends seine spielerische Linie und damit die Spielkontrolle. Gegen die nun aggressiv pressenden Frankfurter fanden die Gäste kaum noch Mittel. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte auf das Tor der Rheinländer zu. Erst nach 70 Minuten konnte sich Leverkusen aus der Umklammerung befreien - und am Ende dank Volland sogar den Sieg bejubeln.

(Von Eric Dobias, dpa)
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