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Löw: Im Halbfinale wird Geschichte geschrieben

Von Angst keine Spur. Joachim Löw geht das WM-Halbfinale gegen Brasilien voller Selbstvertrauen an. «Wir haben schon Mittel und Wege und Qualitäten, die Brasilianer nach Hause zu schicken», erklärte der Bundestrainer. Das gemeinsame Projekt sei noch nicht «zu Ende».
Joachim Löw ist zuversichtlich. Foto: Marcus Brandt Joachim Löw ist zuversichtlich. Foto: Marcus Brandt
Belo Horizonte. 

Joachim Löw geht mit einem «sehr guten» Bauchgefühl in das große WM-Halbfinale gegen Brasilien. «Das ist ein Highlight, etwas sehr Spezielles und Großartiges.

Meine Vorfreude ist wahnsinnig groß, so geht es allen bei der deutschen Nationalmannschaft, und ich glaube, so geht es allen Deutschen. Eines steht fest: Wir wollen unbedingt noch mal in Rio im Maracanã-Stadion spielen. Am 13. Juli. Wir sind noch nicht fertig», erklärte der Fußball-Bundestrainer auf der Verbandshomepage.

Löw präsentierte sich einen Tag vor dem Halbfinale am Dienstag in Belo Horizonte gegen den von 200 Millionen Landsleuten unterstützten WM-Gastgeber voller Selbstvertrauen. «Wir haben schon Mittel und Wege und Qualitäten, die Brasilianer nach Hause zu schicken. Unsere Mannschaft hat keine Angst», sagte der Coach. Man könne sich «eigentlich nichts Schöneres wünschen» als das Duell mit Brasilien: «Vielleicht noch das Finale dann zu gewinnen.»

Für die Spieler kämen nun die absoluten Highlightspiele der Karriere: «Ein Halbfinale oder Finale ist von gar nichts anderem zu toppen, das ist das Allergrößte. Da wird Geschichte geschrieben», betonte Löw.

Nur vier Siege in 21 Begegnungen mit den Brasilianern stehen in der deutschen Länderspielbilanz, aber im erst zweiten WM-Duell soll ein Erfolg her. «Wir haben uns im Laufe des Turniers gefestigt, sind stabil, physisch wie psychisch. Wir werden einen guten Plan entwickeln und den Brasilianern einen großen Kampf liefern. Die Chancen sind ausgeglichen. Kleinigkeiten werden darüber entscheiden, wer ins Finale einziehen wird», erklärte der Bundestrainer.

«Holland, Argentinien, Deutschland und Brasilien, das sind schon die großen Nationen mit den ganz bekannten Spielern. Ich glaube, für das Weltinteresse ist das die beste Konstellation», erklärte der Bundestrainer. Einen Tag nach dem DFB-Spiel ermitteln die Niederlande und Argentinien in São Paulo den zweiten Finalisten.

Den Ausfall von Superstar Neymar im WM-Halbfinale bedauert Löw zutiefst. «Er ist ein großartiger Fußballer. Dass er jetzt ausfällt, ist bitter und großes Pech. Für ihn, seine Mannschaft, die ganze Nation. Ich wünsche ihm, dass er so schnell wie möglich auf den Platz zurückkehren kann, und dass er es schafft, mit diesem Rückschlag positiv umzugehen», betonte der Bundestrainer. Dazu fehlt der Kapitän Thiago Silva wegen einer Gelbsperre. «Ich sehe sie jetzt nicht im Nachteil. Das setzt Kräfte frei. Andere Spieler müssen jetzt viel, viel mehr in die Verantwortung gehen», bekundete Löw.

Es sei eine große Freude, mit der eigenen Mannschaft zu arbeiten, betonte Löw nach vier Wochen Aufenthalt im WM-Land. «Ich habe großes Vertrauen in jeden einzelnen Spieler, der hier in Brasilien dabei ist, und diesen Spielern widme ich meine ganze Aufmerksamkeit. Sie sind unglaublich motiviert und diszipliniert, es herrscht ein unglaublicher Teamspirit. Unser gemeinsames Projekt ist noch nicht zu Ende», erklärte der 54-Jährige.

Dass die deutsche Mannschaft nach dem Turnier die Nummer eins der FIFA-Weltrangliste sein wird, interessiert Löw nur am Rande. «Platz eins interessiert mich aktuell nicht in einer Liste, sondern einzig und allein hier beim Turnier. Von den Daten und Zahlen können wir uns hier nichts kaufen», sagte der Badener.

(dpa)
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