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Mainz gewinnt 1:0 - Dardai: Akzeptiere Entscheidung

Der FSV Mainz 05 beendete mit dem 1:0 gegen Hertha BSC das aufkommende Krisengerede. Den Siegtreffer erzielte Pablo De Blasis per Elfmeter. Den hatte Referee Stieler nach Videobeweis anerkannt. Hertha verlor zudem Kapitän Vedad Ibisevic durch eine Rote Karte.
Der Mainzer Alexandru Maxim (r) stellt sich Hertha-Akteur Fabian Lustenberger in den Weg. Foto: Thomas Frey Der Mainzer Alexandru Maxim (r) stellt sich Hertha-Akteur Fabian Lustenberger in den Weg.
Mainz. 

Glück und Unglück in der Bundesliga hat der FSV Mainz 05 innerhalb kurzer Zeit erlebt.

Dank eines Videobeweises gewannen die Rheinhessen gegen Hertha BSC mit 1:0 (0:0). Pablo De Blasis (54. Minute) verwandelte vor 23 517 Zuschauern einen Strafstoß. Das elfmeterwürdige Foul im Strafraum war von Schiedsrichter Tobias Stieler erst nach Ansicht der Videobilder erkannt worden. „Ich akzeptiere die Entscheidung, der Schiedsrichter hat gut gepfiffen”, zeigte sich Hertha-Trainer Pal Dardai als fairer Sportsmann.

Richtig umstritten war diese Video-Entscheidung auch nicht. „Den Elfmeter kann man geben”, meinte auch sein Kollege Sandro Schwarz zufrieden. Drei Tage zuvor war er ziemlich zerknirscht gewesen, als seine Mainzer durch ein Last-Minute-Tor mit 2:3 zu Hause gegen Hoffenheim verloren hatten. Erleichtert war Schwarz, dass seine Mannschaft nach dem zuvor schlechtesten Start in eine Bundesligasaison mit vier Pleiten in fünf Partien das zweite Erfolgserlebnis feiern konnte. „Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Hause”, meinte Schwarz.

Dies konnte vor allem der Elfmeterschütze De Blasis, dem mit dem eingeschossenen Strafstoß das 500. Bundesligator für die Mainzer gelang. „Es ist zwar schön, in die Geschichtsbücher zu kommen, wichtiger aber ist der Sieg”, sagte er. Weniger froh verließ Herthas Kapitän Vedad Ibisevic das Stadion. In der 90. Minute hatte ihn der Referee des Feldes verwiesen. „Er wollte, dass ich den Platz verlasse, weil ich blutete”, berichtete Ibisevic. „Ich habe das Blut immer wieder weggewischt und gesagt, dass es schon die 91. Minute ist und ich auf dem Platz bleiben will.”

Abgesehen vom einzigen Tor und der Roten Karte war es keine prickelnde Partie. Fehlpässe und Ballverluste zuhauf, kaum Spielfluss, keine wirklichen Torchancen auf beiden Seiten: In der ersten Halbzeit wurde den Zuschauern wenig geboten. Sie stimmten gemeinsam Protestgesänge gegen den Deutschen Fußball-Bund („Scheiß DFB”) an.

Bei den auf Tabellenrang 15 abgerutschten Mainzern war lange kein wirklicher Wille zu spüren, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Ein Kopfball von 05-Sturmspitze Yoshinori Muto (36.), der weit am gegnerischen Tor vorbeiflog, war das einzige Zeichen in der Offensive. „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden und wir wenige Chancen bekommen würden”, sagte Schwarz.

Aber auch die Gäste hatten wenig zu bieten. In der 8. Minute schnappte Salomon Kalou dem Mainzer Jean-Philippe Gbamin den Ball weg, legte sich die Kugel aber zu weit vor, so dass 05-Keeper René Adler mühelos klären konnte. Mehr boten die Berliner ihrem Coach Pal Dardai nicht, der an den Ort zurückgekehrt war, wo seine Trainerkarriere in der Bundesliga begann. Am 7. Februar 2015 feierte er ein 2:0 in Mainz und saß nun zum 101. Mal auf der Berliner Bank.

Das Tor belebte die Partie, machte die Berliner munterer und mutiger. In der 67. Minute hätten sie eigentlich den Ausgleich machen müssen. Nach einem starken Pass von Fabian Lustenberger war Ibisevic allein vor Adler, doch der Bosnier schoss aus elf Metern vorbei. Danach ließen die Mainzer nichts mehr zu und verteidigten mit großem Einsatz das 1:0.

(Von Andreas Schirmer, dpa)
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