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Nach aufreibender Woche: Nagelsmann freut sich auf Pause

Die TSG 1899 Hoffenheim hat sich bei Bayer Leverkusen zu einem 2:2 geschleppt. Die vergangenen Wochen haben bei den Kraichgauern ihre Spuren hinterlassen - nicht nur bei den Spielern.
Leverkusens Dominik Kohr (r) versucht den Hoffenheimer Steven Zuber vom Ball zu trennen. Foto: Federico Gambarini Leverkusens Dominik Kohr (r) versucht den Hoffenheimer Steven Zuber vom Ball zu trennen.
Leverkusen. 

Nach einer der aufreibendsten Wochen seiner jungen Trainer-Karriere sehnte sich Julian Nagelsmann nach ein bisschen Ruhe. „Ja, schon”, antwortete er nach dem für seine TSG Hoffenheim glücklichen 2:2 (0:1) bei Bayer Leverkusen.

„Es sind schon anstrengende Wochen für uns. Wir sind froh, dass wir ein bisschen durchschnaufen können. Ein paar Spieler haben jetzt Nationalmannschaft, auch das macht sicher die Birne frei.”

Für seine Analyse zum zweiten Bundesliga-Spiel der Saison benutzte der 30-Jährige oft Begriffe wie „fehlende Frische” oder „Müdigkeit”. Und sah darin die Gründe für den wenig überzeugenden Bundesliga-Auftritt. „Wer müde ist, ist immer ein bisschen trauriger als der, der fit ist. Denn wenn man merkt, man kommt nicht rein, werden die Beine immer schwerer”, sagte er.

Die beiden hochemotionalen Playoff-Spiele zur Champions League gegen den FC Liverpool mit Jürgen Klopp haben verbunden mit der Enttäuschung über das chancenlose Ausscheiden körperlich und mental Kräfte gekostet. „Es ist natürlich anders, wenn man sich die Woche über ausruhen kann. In der ersten Halbzeit hat das schon sehr träge ausgesehen”, sagte Nationalstürmer Sandro Wagner. 

Er wollte Klagen über die Doppel- und Dreifachbelastung aber nicht zulassen: „Ich habe schon 1000 Mal gesagt, dass ich nicht der Trainingstyp bin und lieber die Woche über spiele.” Das Frust-Erlebnis Liverpool müsse abgehakt werden, die Vorfreude auf die Europa League soll regieren: „Es bringt nix, wenn Du drei Wochen wegen Liverpool rumheulst.”

Dass der Punkt in Leverkusen durch die Tore von Andrej Kramaric (47.) und Mark Uth (70.) nach zweimaligem Rückstand durch Wendell (33./Foulelfmeter) und Karim Bellarabi (49.) glücklich war, darüber waren sich alle Hoffenheimer einig. „Aber wir nehmen ihn gerne mit”, sagte Sportchef Alexander Rosen: „Das Bemerkenswerte ist, dass wir immer in der Lage sind, auch in schwachen Partien Tore zu erzielen. Wir gehen nun mit vier Punkten aus zwei Spielen in die Pause, die für viele Spieler auch bitter nötig ist.”

Nagelsmann hatte sein Team auf fünf Positionen verändert. Nach den schwachen ersten 25 Minuten hätte er am liebsten die nächsten Änderungen vorgenommen, „aber ich kann ja nicht in jedem Spiel einen in der 1. Halbzeit rausnehmen”.

Noch unzufriedener waren aber die Leverkusener. Dabei hatten sie beim Heimdebüt von Trainer Heiko Herrlich gut gespielt. Doch Sportchef Rudi Völler echauffierte sich über das 2:2, als Benjamin Henrichs seiner Ansicht nach von Uth gefoult wurde. „Das war ganz klar und definitiv ein Foul”, schimpfte Völler. „Wenn die Jungs vor dem Fernseher einschlafen, brauchen wir auch keinen Videobeweis. Dann können wir die ganze Nummer abstellen.”

Auch Herrlich sprach von einem „irregulären Tor”. Er beschwerte sich darüber, dass auch vor dem Bildschirm mit zweierlei Maß gemessen werde. „Aber ich war schon immer ein Gegner des Videobeweises.” In erster Linie müsse man sich aber „an die eigene Nase packen”, schränkte Herrlich ein: „Wir müssen einfach unsere Chancen effizienter nutzen.”

Weil Bayer dies nicht tut, steht trotz des sichtlich neuen Geistes in der Mannschaft nach zwei Spielen nur ein Punkt auf dem Konto. „Doch die Art und Weise, wie wir gespielt haben, macht Hoffnung”, sagte Völler.

(Von Holger Schmidt, dpa)
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