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Nürnberg beim 1:1 dem Sieg näher als Mainz

19:5 Torschüsse beim Heimspiel-Comeback - da war für den 1. FC Nürnberg das 1:1 gegen Mainz 05 eigentlich zu wenig. Doch die Halbzeit zwei macht Mut für das Unternehmen Nichtabstieg.
Der Nürnberger Mikael Ishak im Zweikampf mit dem Mainzer Moussa Niakhate (l-r). Foto: Timm Schamberger Der Nürnberger Mikael Ishak im Zweikampf mit dem Mainzer Moussa Niakhate (l-r).
Nürnberg. 

Die Nürnberger Fans feierten ihre Mannschaft, als sei der Bundesliga-Klassenverbleib schon gesichert. Beim 1:1 (0:1) war der „Club” dem Sieg näher als Mainz 05 und hätte angesichts einer Torschussbilanz von 19:5 den ersten Dreier gegen den Abstieg verdient gehabt.

„So wie wir heute gespielt haben, war das der beste Fußball, was ich von uns bisher gesehen habe. Das war überragend”, sagte Mikael Ishak. Der Schwede glich am Samstag in der 48. Minute zum Endstand aus, nachdem er vor Wochenfrist zum Auftakt beim 0:1 bei Hertha BSC kurz vor Schluss einen Handelfmeter verschossen hatte.

„Kaum geschlafen” hatte Ishak in der Nacht nach dem verpatzten Saisonstart nach vier Jahren Abstinenz in der Fußball-Bundesliga. Umso glücklicher ließ er sich von Frau und Sohn nach dem Spiel herzen, gab aber auch zu: „Bei 19 Torabschlüssen muss man das Spiel eigentlich gewinnen.”

Ähnlich sahen das beide Trainer, konnten aber mit dem Remis gut leben. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Glück gehabt, als Nürnberg seine Wucht entwickelt hat”, sagte 05-Trainer Sandro Schwarz, der sich am meiste über die effektive Chancenauswertung freuen konnte. Neuzugang Jean-Philippe Matetas 1:0 in der 25. Minute war eine der wenigen gefährlichen Mainzer Aktionen. Nürnbergs Coach Michael Köllner fand es zwar schade, „dass wir uns nicht belohnen konnten”, freute sich aber über manch' Fingerzeig für die nächsten schweren Aufgaben.

Nach seinem Taktikwechsel auf zwei Stürmer hatte Nürnberg nach fehlerhaften ersten 40 Minuten in der zweiten Hälfte deutlich mehr vom Spiel. Bis dahin waren die dicht gestaffelten Mainzer feldüberlegen, nur Torchancen waren Mangelware.

Fast aus dem Nichts fiel dann der Mainzer Führungstreffer durch Mateta. Aaron Martin flankte in den Strafraum, der acht Millionen Euro teure Neuzugang von Olympique Lyon setzte sich gegen den zu passiven Lukas Mühl durch und köpfte aus gut elf Metern den Ball gegen den chancenlosen Fabian Bredlow ins linke Eck. Ungenauigkeiten bestimmten lange das Nürnberger Spiel, selbst bei Standards.

Wie verwandelt kam der Club aus der Kabine - und traf: Enrico Valenti spielte eine Ecke flach in den Strafraum, der Ishak schloss aus elf Metern wuchtig ab. Nach dem Ausgleich gewann das Nürnberger Spiel an Tempo und Präzision. Erneut Ishak, Yuya Kubo und Valentini vergaben gegen den starken 05-Keeper Florian Müller. Beim Schuss des eingewechselten Eduard Löwen musste gar ein Mainzer kurz vor der Linie retten. Doch der verdiente Siegtreffer war dem „Club” nicht mehr vergönnt.

Damit setzte sich die Serie in den Duellen beider Teams fort: Auch im 17. Pflichtspiel nacheinander gelang der Gastmannschaft kein Auswärtssieg.

(Von Marc Zeilhofer, dpa)
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