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Nur 2:2 gegen Augsburg: Hoffenheim nicht clever genug

Im Duell des Tabellendritten gegen den Sechsten beißt sich 1899 Hoffenheim die Zähne aus am FC Augsburg: Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum erweist sich wieder einmal als äußerst unbequemer Gegner.
Augsburgs Marcel Heller (l) und Hoffenheims Nadiem Amiri kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach Augsburgs Marcel Heller (l) und Hoffenheims Nadiem Amiri kämpfen um den Ball.
Sinsheim. 

Kevin Vogt stützte sich auf die Bande neben dem Tor, sein Blick ging ins Leere. Mit einem Eigentor hat der Abwehrchef von 1899 Hoffenheim die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann um ihren fünften Saisonsieg gebracht.

Vor ihrer nächsten Europa-League-Woche kamen die Kraichgauer in der Fußball-Bundesliga nicht über ein 2:2 (0:0) gegen den unermüdlichen FC Augsburg hinaus. „Wir müssen einfach abgezockter werden”, forderte Nationalstürmer Sandro Wagner nach so einigen vergebenen Chancen und dem von Vogt verursachten Gegentor in der 89. Minute.

Die Hoffenheimer blieben zwar im 22. Spiel hintereinander in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena ungeschlagen. Für die TSG war es nach Niederlagen bei Ludogorez Rasgrad und beim SC Freiburg jedoch der nächste Rückschlag. Auf europäischer Bühne steht die dort sieglose Mannschaft nun am Donnerstag gegen Istanbul Basaksehir unter Druck.

Zum fünften Mal in dieser Saison konnte die TSG eine 1:0-Führung nicht zu einem Sieg nutzen. „Wir haben viele Chancen rausgespielt, aber leider zu oft vorbeigeschossen”, sagte Nagelsmann bei der Pressekonferenz, wollte aber kein Drama aus den zwei verlorenen Punkten machen: „Ich glaube, wir hatten 23:12 Torschüsse. Wenn ich hier sitze und wir hätten nur eine Torchance gehabt, dann würde ich mir ernsthaft Sorgen machen.”

Für die Führung seiner Mannschaft sorgte Verteidiger Benjamin Hübner mit einem Kopfballtor (52. Minute). Der frühere Hoffenheimer Michael Gregoritsch erzielte in der 75. Minute den etwas überraschenden Ausgleich, ehe Mark Uth (85.) für die Gastgeber traf. Unglücksrabe Vogt besiegelte dann das Remis, als er den Ball mit dem Bauch ins eigene Tor lenkte.

Die Augsburger konnten auch siebten Anlauf nicht bei den Hoffenheimern gewinnen, jubelten jedoch über den verdienten Punkt. „Was uns in dieser Saison auszeichnet: Wir geben nie auf - zu keiner Sekunde!”, sagte Trainer Manuel Baum.

Die Hoffenheimer, wieder mit den zuletzt verletzten Kerem Demirbay und Nadiem Amiri im offensiven Mittelfeld, standen hoch und störten früh. Die Bälle ganz vorne liefen im ersten Durchgang jedoch ins Leere: Zu gut organisiert präsentierte sich die Hintermannschaft des FCA, wo vor allem Kevin Danso und Jeffrey Gouweleeuw immer wieder dazwischen gingen. So erspielte sich das Nagelsmann-Team im ersten Durchgang kaum eine Chance - und der Trainer gestikulierte immer wieder wild an der Seitenlinie.

Zumal seine Mannschaft Glück hatte, als Alfred Finnbogason in der 38. Minute freistehend nur den Pfosten traf. Der 28-jährige Stürmer wollte seinem Team den Schwung mitgeben, den er von Islands Nationalteam mitgebracht hat: Das EM-Überraschungsteam hatte sich unter der Woche erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.

Nach der Führung durch Hübner, als die bis dato gut postierten Augsburger einmal nicht im Bilde waren, sah es ganz nach einem Erfolg der Hoffenheimer aus. Im Saisonfinish 2016/17 hatten die Gäste ein 0:0 in Hoffenheim erkämpft und damit den Klassenverbleib geschafft. Auch diesmal durften sie sich freuen: Nach Gregoritschs Ausgleich erzielte zwar Uth mit seinem fünften Saisontor die erneute Führung und das insgesamt 100. Tor unter Nagelsmann für 1899. Doch Vogts Eigentor ließ den FCA erneut jubeln.

(Von Ulrike John, dpa)
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