Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Frankfurt am Main 23°C

SV Darmstadt 98: Starke Darmstädter verlieren nur knapp gegen die großen Bayern

Fast hätte Darmstadt den Bayern einen Punkt abgerungen – doch dann sah Interimstrainer Berndroth „ein traumschönes Scheißtor“. Im neuen Jahr übernimmt wohl Stanislawski sein Amt.
Tapfer gekämpft, doch der Lohn bleibt aus: Mit seinem Traumtor bezwingt Douglas Costa (links) Fabian Holland und die „Lilien“. Foto: Marc Schüler (Marc Schüler / sportpics.de) Tapfer gekämpft, doch der Lohn bleibt aus: Mit seinem Traumtor bezwingt Douglas Costa (links) Fabian Holland und die „Lilien“.
Darmstadt. 

Das Spiel des ärmsten Vereins in der ersten Klasse des deutschen Fußballs gegen den reichsten war lange nicht so eindeutig wie vorher erwartet. Am Ende aber wurde die starke Leistung des krassen Außenseiters nicht belohnt: Bundesliga-Schlusslicht SV Darmstadt 98 hat sein letztes Heimspiel in diesem Jahr gegen den deutschen Meister FC Bayern München am Sonntag mit 0:1 (0:0) verloren. Die „Lilien“ hatten dabei die besseren Chancen und bekamen auch ein großes Lob von Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Nach der siebten Niederlage in Serie reisen sie aber trotzdem als Tabellenletzter zum Jahresausklang am Mittwochabend bei Hertha BSC.

„Wir haben uns teuer verkauft und haben alles rausgehauen“, sagte Interimstrainer Ramon Berndroth hinterher. „Wir wollten so spielen, dass die Fans hinterher stolz auf uns sein können. Das ist uns gelungen.“ Rund um das Böllenfalltor verdichten sich die Anzeichen, dass Berndroth Anfang Januar wieder von Holger Stanislawski abgelöst wird. Der langjährige Coach des FC St. Pauli ist laut „Bild“-Zeitung der große Favorit auf den Trainerposten in Darmstadt. Präsident Rüdiger Fritsch sagte dazu am Sonntagabend bloß: „Wir kommentieren keine Namen. Wir haben am Mittwoch noch ein Spiel. Vorher passiert gar nichts.“

Das ungleiche Duell am Sonntag wurde nur durch einen schönen Fernschuss entschieden: In der 71. Minute traf der brasilianische Nationalspieler Douglas Costa für die Bayern aus der Distanz. „Dieses – mit Verlaub – traumschöne Scheißtor hat uns das Genick gebrochen“, kommentierte das Berndroth auf eigene Weise. „Ein Traumtor aus irgendwo“, nannte es sein Kapitän Aytac Sulu. „Aber ich kann unserer Mannschaft keinen Vorwurf machen. Vor dieser Leistung kann man den Hut ziehen. Wir hatten vier, fünf Chancen gegen die Bayern – das haben andere Mannschaften nicht geschafft. Wir können mit breiter Brust nach Berlin fahren.“

Für die Bayern schien das Spiel in Darmstadt nur unter einer Prämisse zu stehen: Bloß nichts riskieren und bloß nicht zu viele Kräfte lassen vor dem Bundesliga-Knaller am Mittwochabend gegen RB Leipzig. Arjen Robben blieb zur Schonung gleich zu Hause. Und auch als Philipp Lahm während des Aufwärmens über leichte muskuläre Probleme klagte, wurde er sofort aus dem Team genommen und durch Rafinha ersetzt.

Auch das gesamte Münchener Spiel verlief im Schongang. In den ersten Minuten wurde der Meisterschaftsfavorit vom Schlusslicht gar regelrecht überrumpelt. Ein Schuss von Sandro Sirigu konnte Thiago nach nur 30 Sekunden gerade noch abblocken. Vier weitere Darmstädter Chancen durch Jan Rosenthal (6.), Jérôme Gondorf (50.), Mario Vrancic (58.) und Peter Niemeyer (77.) kamen bis zum Schlusspfiff noch dazu. Die Bayern waren zwar überlegen, aber nicht zwingend.

„Das Spiel war schwer. Darmstadt hat sehr gut verteidigt und war sehr gut organisiert“, sagte Bayern-Coach Ancelotti. Die Kritik an seiner eigenen Mannschaft wischte er beiseite. „Das knappe Ergebnis heute geht nur auf die starke Leistung von Darmstadt zurück.“

Bitter aus Sicht der „Lilien“: Zweimal haben sie unter Berndroth gut gespielt, beide Male haben sie aber mit 0:1 verloren. In Freiburg fiel das entscheidende Tor durch einen unberechtigten Elfmeter, gegen die Bayern durch einen Fernschuss. „Wir brauchen jetzt dringend Punkte“, mahnte Gondorf, bei allem Stolz.

(dpa,red)
Zur Startseite Mehr aus Fußball

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse