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Stuttgart siegt unter Korkut weiter - 1:0 gegen Frankfurt

Der VfB Stuttgart spielt nicht schön, aber erfolgreich. Eine durchwachsene Leistung reicht, um den Tabellendritten Eintracht Frankfurt zu schlagen. Gäste-Trainer Niko Kovac ärgert sich allerdings sehr über den schwachen Auftritt seines Teams.
Leichte Übung: Stuttgarts Erik Thommy (r) musste den Ball zum 1:0 nur noch einschieben. Foto: Marijan Murat Leichte Übung: Stuttgarts Erik Thommy (r) musste den Ball zum 1:0 nur noch einschieben.
Stuttgart. 

Dem VfB Stuttgart reichen auch weniger gute Leistungen, um dem Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga immer näher zu kommen.

Der Aufsteiger gewann in einem schwachen Spiel gegen den Europapokal-Anwärter Eintracht Frankfurt verdient mit 1:0 (1:0) und bleibt mit seinem neuen Trainer Tayfun Korkut trotz spielerischer Schwächen ungeschlagen. Aus vier Spielen unter dem 43-Jährigen holten die Schwaben zehn Punkte und können im Abstiegskampf etwas durchatmen.

„Wir haben heute sehr gut verteidigt, vor allem unsere Abwehrkette hat es gut gemacht”, sagte Korkut. „Wir dürfen jetzt nicht denken, alles ist gut und es läuft von alleine.” Allerdings haben die Stuttgarter den Abstand zum Relegationsplatz weiter vergrößert, mit nun 30 Punkten kommen sie der Rettung langsam näher. Zwar enttäuschte der VfB spielerisch, hatte aber ein klares Chancenplus.

Erik Thommy (13. Minute) schoss die Gastgeber vor 55.418 Zuschauern zum dritten 1:0-Sieg in Serie und verpasste der Eintracht im Rennen um die Champions-League-Plätze einen Dämpfer. Der pomadige Tabellendritte konnte bei weitem nicht an die Leistung vom 2:1 gegen Vize-Meister RB Leipzig anknüpfen.

„Der VfB hat heute ein Spiel gewonnen, das kein gutes Niveau hatte. Wir waren noch schlechter”, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac. Seine Mannschaft müsse darüber nachdenken, warum sie nach einem guten Spiel wie gegen Leipzig ein schlechtes folgen lasse. So wie schon nach dem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach, als die Eintracht danach mit 0:3 in Augsburg verlor.

Während der VfB in Bestbesetzung antrat und wieder mit Holger Badstuber vor der Abwehr und dem Sturmduo Mario Gomez und Daniel Ginczek spielte, musste die Eintracht auf den gelbgesperrten Kevin-Prince Boateng verzichten. Zudem fehlte sein Mittelfeld-Kollege Omar Mascarell erneut wegen einer Fußverletzung. Besonders Boatengs Ausfall war dem zu verhalten auftretenden Team anzumerken.

Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac übernahm zwar zunächst die Regie auf dem Platz und Danny da Costa traf die Latte (9.). Doch der VfB nutzte den ersten Fehler der Gäste. David Abraham verlor den Ball an Ginczek, dessen Schuss Marco Russ an den Pfosten lenkte. Den Abpraller nutzte Winter-Neuzugang Thommy zu seinem ersten Tor für Stuttgart.

Frankfurt zeigte zwar die etwas reifere Spielanlage, häufig fehlte jedoch der letzte Pass in die Spitze. Der VfB setzte auf Konter, Ginczek und Gomez liefen sich aber meistens fest.

Nach der Pause hätte der VfB beinahe erhöht. Gomez bediente seinen Sturmpartner Ginczek, der frei auf das Tor zulief, jedoch im letzten Moment von Danny da Costa gestoppt wurde (46.). Zwei Minuten später war es erneut der glücklose Ginczek, der mit einem Kopfball an Eintracht-Torwart Lukas Hradecky scheiterte (48.).

Danach verflachte die Partie wieder, obwohl Frankfurts Trainer Kovac zur zweiten Halbzeit in Marco Fabián anstelle von Russ einen weiteren Offensivspieler brachte. Stuttgart zog sich noch weiter zurück, Frankfurt fehlten die fußballerischen Mittel, um die Korkut-Elf ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. 

(Von Matthias Jung, dpa)
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