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Teenager Havertz rettet Leverkusen zum 1:1

Ein 17 Jahre altes Ausnahmetalent bewahrt Leverkusen mit einem Kopfballtor in Ingolstadt vor dem Schlimmsten. Für Bayer ist das 1:1 am Ende ein Punktgewinn, für die Gastgeber dagegen einfach „bitter”.
Kai Havertz (2.v.l.) traf für Leverkusen zum Ausgleich. Foto: Stefan Puchner Kai Havertz (2.v.l.) traf für Leverkusen zum Ausgleich. Foto: Stefan Puchner
Ingolstadt. 

Alle Leverkusener feierten Kai Havertz. Der 17 Jahre alte Schüler, der mitten in den Abiturprüfungen steckt, hat Bayer 04 mit seinem zweiten Treffer in der Fußball-Bundesliga vor einer höchst prekären Situation im Abstiegskampf bewahrt.

Das große Offensivtalent sicherte dem abgestürzten Champions-League-Teilnehmer am Samstag mit seinem platzierten Kopfball in der 78. Spielminute ein 1:1 (0:0) beim FC Ingolstadt, der nach dem verpassten Heimsieg wohl allenfalls noch auf den Relegationsplatz spekulieren kann.

„Zum Glück war Kai mit seinem Kopf da und hat uns gerettet”, sagte Leverkusens Kapitän Stefan Kießling. Der junge Retter selbst sollte keine Interviews geben, Havertz mussten alle anderen loben. „Bei dem Tor sieht man, dass er das Näschen hat, wo der Ball hinkommen kann”, sagte Sportdirektor Rudi Völler über den Riecher des Youngsters beim Eckball von Wendell. „Wir haben gezeigt, wir sind bereit für diesen Abstiegskampf”, erklärte Bayer-Coach Tayfun Korkut nach 90 intensiven Minuten, in denen der Kampf das Spielerische deutlich überwog.

Sonny Kittel hatte die Ingolstädter vor 14 351 Zuschauern kurz vor dem Ausgleichsschock in Führung geschossen (73.). Mit 30 Zählern bleiben die Oberbayern Tabellenvorletzter, geben sich aber nicht auf. „Wir brauchen jetzt einen Sieg in Freiburg, der uns in zwei Wochen hier gegen Schalke ein Endspiel bescheren könnte”, sagte FCI-Coach Maik Walpurgis, der dem möglichen Heimsieg nachtrauerte: „Es ist bitter.” Leverkusen kann dagegen mit nun 37 Punkten mit der Rettung am Ende einer laut Völler „verfluchten Saison” rechnen.

Es war ein zäher Abnutzungskampf, den sich beide Mannschaften im Ingolstädter Sportpark lieferten. Bayer-Coach Korkut hatte im Vergleich zum 1:4 gegen Schalke fünf Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Aber das spielerische Vermögen einer Mannschaft, die noch im Winter Champions League spielte, lag erneut ziemlich brach.

Die Ingolstädter bemühten sich. Viele lange Bälle landeten im Nichts, aber der Tabellenvorletzte war dem Führungstor näher. Mathew Leckie hatte eine Kopfballchance (3.). Und in der 36. Minute hatten viele FCI-Fans den Torschrei auf den Lippen. Eine Ecke von Pascal Groß köpfte Kapitän Marvin Matip auf das Leverkusener Tor, aber Nationalkeeper Bernd Leno konnte reaktionsschnell parieren (36.).

FCI-Coach Maik Walpurgis brachte zum zweiten Durchgang Kittel für den gelb-rot-gefährdeten Leckie. Die erste große Torchance aber bot sich Bayer. Der im Mittelfeld sehr präsente Österreicher Julian Baumgartlinger bediente Kießling im Strafraum, aber der Routinier traf den Ball nicht richtig und verzog (52.).

Von den Gästen kam nun offensiv mehr. Bundesliga-Niveau aber hatten beide Mannschaften in den Angriffsaktionen kaum zu bieten. Die Uhr tickte, das 0:0 war für beide Teams zu wenig. Die Spannung machte den Reiz des Geschehens auf dem Rasen aus. Und plötzlich kam die Partie richtig in Fahrt. Kittel traf nach Vorlage von Dario Lezcano, aber in höchster Not konterte Leverkusen mit dem Kopfball von Havertz. Bayer hatte sogar noch die Möglichkeit zum Siegtor. Kevin Volland umkurvte FCI-Torwart Hansen, aber dessen Kollege Markus Suttner konnte noch klären (82.). „Wenn du noch mal so zurückkommst, ist das 1:1 ein Punktgewinn”, resümierte Völler. Er brauchte erstmal einen Schnaps.

(Von Klaus Bergmann, dpa)
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