Wer steht im Tor?

Von Peppi Schmitt
Noch immer fehlen ein Innenverteidiger und ein Angreifer. Bei der Stürmersuche führen die Spuren nach Schalke.
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Frankfurt. 

Ist es nur ein Scherz oder plant Armin Veh tatsächlich eine Torwart-Rotation? Dies hat die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf den Trainer der Frankfurter Eintracht vermeldet. Mit Routinier Oka Nikolov (38) und Junioren-Nationalspieler Kevin Trapp (22) bewerben sich zwei gute Torhüter um den Platz zwischen den Pfosten beim Aufsteiger in die Fußball-Bundesliga.

"Wir befassen uns ernsthaft mit einer Rotation", wird Veh zitiert, "ich habe nun mal zwei gute Torhüter." In der Bundesliga wäre dies nicht völlig neu, aber doch ungewöhnlich. Schon beim letzten Testspiel morgen Nachmittag (15.30 Uhr) gegen den FC Valencia, zu dem bisher erst 15 000 Karten verkauft sind, wird es zur Probe aufs Exempel kommen. Stellt Veh einen der beiden auf oder darf jeder eine Halbzeit spielen? Bisher haben beide Torhüter in der Vorbereitung gleiche Einsatzzeiten gehabt.

Alle anderen Positionen stehen aktuell im Grunde fest, zieht sich doch die jüngste Einkaufstour der Eintracht wie Kaugummi. Dass noch ein Innenverteidiger und ein Stürmer gesucht und vor allem dringend gebraucht werden, ist seit Wochen kein Geheimnis mehr. Schon seit dem ersten Trainingslager Anfang des letzten Monats war die Ansage klar: Neben den Rückkehrern Bamba Anderson und Jimmy Hoffer sollten zwei weitere Neue kommen.

Auf der nächsten Seite: Längst Vergangenheit

"Bis zum zweiten Trainingslager müssen sie da sein", hatte der Trainer gefordert. Dieses zweite Trainingslager ist längst Vergangenheit, gekommen ist noch niemand. Mal heißt es, es könne "ganz schnell gehen"(Veh), mal sagt der Sportdirektor Bruno Hübner: "Die, die wir im Kopf haben, können wir schnell umsetzen."

Ganz offensichtlich aber bereitet die Umsetzung einige Probleme. Werden die Spieler nicht gerade heute vorgestellt, wird auch das letzte Testspiel vor dem Pokal-Start bei Erzgebirge Aue ohne die Verstärkungen und die Möglichkeiten, sie wenigstens etwas einzuspielen, vorbeigehen.

Nun gibt es keine quantitative Not, in der Abwehrzentrale können neben Neuzugang Vadim Demidov Heiko Butscher, Bamba Anderson oder gar Marc-Oliver Kempf spielen. Doch qualitativ sind große Zweifel angebracht, dass dann auch wirkliche Sicherheit herrscht. Intern wird dies bei der Eintracht auch zugegeben.

Butscher ist aktuell der einzige Innenverteidiger, der in wirklich guter körperlicher Verfassung ist, in der letzten Saison war er nur Ersatz. Demidov arbeitet noch an der Integration, wirkt noch nicht hundertprozentig fit. Anderson steht erst eine Woche im Training, hat noch kein einziges Spiel bestritten. Und Kempf ist gerade siebzehn.

Geholt werden soll unbedingt Carlos Zambrano vom FC St. Pauli, der in der letzten Saison aus den unterschiedlichsten Gründen (Sperren, Verletzungen) nur zehn Spiele in der Zweiten Liga bestritten hat. Das Interesse am peruanischen Nationalspieler hat die Eintracht bestätigt. Doch der Transfer bereitet offenbar große Schwierigkeiten.

Im Angriff ist die Situation der Eintracht etwas komfortabler, aber lange nicht ideal. Neuzugang Olivier Occean ist gesetzt, auch wenn er in der Vorbereitung kaum das Tor getroffen hat. Ersatzmann Jimmy Hoffer ist auf dem Weg, den Anschluss wieder zu schaffen. Für den nach Kaiserslautern abgegebenen Mohamadou Idrissou aber gibt es noch keinen Ersatz. Einige Spuren führen inzwischen nach Schalke: Der Finne Teemu Pukki und der Rumäne Ciprian Marica könnten auf der Liste der Eintracht stehen, womöglich auch der Berliner Adrian Ramos.

Im Argentinien-Kader

Sebastian Rode wird im übrigen am kommenden Dienstag gemeinsam mit Sebastian Jung der alten Heimat einen Besuch abstatten. Beide Eintrachtler gehören dem Kader der U-21-Nationalmannschaft für das Testspiel gegen Argentinien auf dem Bieberer Berg in Offenbach (20.30 Uhr) an.

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10.08.2012
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