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Wieder die Standards: RB Leipzig patzt beim 1:2 in Freiburg

Dieses Ergebnis kam selbst für Freiburgs Trainer Christian Streich überraschend. Beim 2:1 gegen Leipzig konnten sich die Freiburger wieder auf ihre Standardstärke und Moral verlassen. RB hatte Grund zum Hadern.
Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl unterliegt Freiburg mit 1:2. Foto: Patrick Seeger Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl unterliegt Freiburg mit 1:2.
Freiburg. 

Nach dem überraschenden Rückschlag auf dem erhofften Weg in die Champions League war Leipzigs Ralph Hasenhüttl bitter enttäuscht.

Einmal mehr hatte seine Elf bei Standards Gegentore kassiert und ist durch das 1:2 (0:0) beim SC Freiburg die Rolle als erster Verfolger des FC Bayern München gleich wieder los. Es habe schon etwas von einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung, sagte der Trainer. „Der Gegner versucht uns über Standards zu schlagen, und wir haben es wieder nicht geschafft, es zu verteidigen.”

Im Breisgau war RB Leipzig dank einer starken Aktion von Nationalstürmer Timo Werner zwar in Führung gegangen (66. Minute). Doch Janik Haberer (72.) und Robin Koch (76.) drehten vor 23.700 Zuschauern mit zwei Treffern nach Ecken die Partie für die Freiburger. „Wenn du in Führung gehst, musst du das souveräner und cleverer lösen”, klagte RB-Kapitän Willi Orban.

Die Sachsen fielen hinter Leverkusen auf den dritten Rang zurück und könnten am Sonntag noch einen Platz tiefer abrutschen. Der Sport-Club baute dagegen seine Erfolgsserie im Kampf gegen den Abstieg aus und ist nun seit sieben Partien ungeschlagen. „Es gibt halt einmal so einen Tag, wo du auch mal Leipzig schlagen kannst. Ich bin so richtig froh”, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich, dessen Team nun Platz 12 der Fußball-Bundesliga belegt.

Dreimal waren die Badener zuvor in der Bundesliga gegen Leipzig angetreten, hatten dreimal verloren - und dabei jeweils vier Gegentreffer hinnehmen müssen. Das vierte Duell gewann der SC dank Moral und der Stärke bei ruhenden Bällen.

Nach dem beeindruckenden Sieg gegen Schalke zum Auftakt der Rückrunde drängten die Leipziger die Freiburger zu Beginn in die eigene Hälfte. Die Gäste hatten mehr vom Spiel. Das bedeutete aber nicht, dass sie zu Toren kamen. Die Hausherren zogen sich zurück und ließen wenig zu.

In einem der gefährlichsten Angriffe der ersten Halbzeit passte Kevin Kampl auf Jean-Kevin Augustin, der dann mit SC-Keeper Alexander Schwolow unglücklich zusammenprallte. Brumas Treffer zählte wegen Abseits nicht, für den Freiburger Torwart hatte der Zusammenstoß aber Folgen. Schwolow ließ sich zunächst am Oberschenkel behandeln und versuchte weiterzuspielen, wurde aber kurz darauf ausgewechselt. Ersatzmann Rafal Gikiewicz (27.) kam zu seiner Bundesliga-Premiere.

Ohnehin haben die Badener momentan massive Personalsorgen. Streich hatte sich für eine stark defensiv orientierte Aufstellung entschieden. Neuzugang Lucas Höler war einer von nur drei offensiven Profis in der Startelf - und der ehemalige Stürmer des SV Sandhausen hatte die beste Chance: Eine Flanke von Christian Günter nahm der Angreifer direkt und zwang Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi zu einer glänzenden Parade (33.). Der auffällige Günter sorgte kurz vor der Halbzeit gleich zweimal für Gefahr (42./45.).

Ohne den gelb-gesperrten Naby Keita und ohne die verletzungsbedingt fehlenden Spielmacher Emil Forsberg und Nationalspieler Marcel Halstenberg tat sich der Champions-League-Anwärter auch nach dem Seitenwechsel schwer. Nationalstürmer Werner stellte dann aber seine Klasse unter Beweis: Der 21-Jährige traf aus rund 18 Metern ins untere linke Eck. 

Die Gäste durften sich allerdings nur wenige Minuten freuen, dann nahm die Partie eine überraschende Wende: Erst drosch Haberer den Ball ins Netz, dann sorgte Koch für enormen Jubel der Gastgeber, jeweils nach Eckbällen von Günter. „Das müssen wir abstellen, denn so gehen wichtige Punkte verloren”, forderte Orban.

(Von Kristina Puck, dpa)
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