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Wut auf den Schiedsrichter

Das 0:4 beim Mitaufsteiger Düsseldorf schmerzt die Frankfurter Eintracht sehr. Trainer Armin Veh regte sich nach dem Schlusspfiff über Matmours Platzverweis auf. Angefressen: Armin Veh war nach Abpfiff sauer auf den Schiedsrichter. Foto: dpa Angefressen: Armin Veh war nach Abpfiff sauer auf den Schiedsrichter. Foto: dpa

Düsseldorf. 

Armin Veh redete sich in Rage - ins Visier nahm der Fußballlehrer Schiedsrichter Michael Weiner. «Das juckt den gar nicht. Und das sehe ich nicht ein. Das ist Bezirksliga» - Veh war nach dem 0:4 (0:2) seiner Frankfurter Eintracht bei Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf auf 180.

Veh erregte sich über Gelb-Rot gegen Eintracht-Stürmer Karim Matmour, der mit seinem zweiten Platzverweis binnen sieben Tagen für ein Bundesliga-Novum sorgte. «Auf Schalke» hatte es den Algerier kurz vor Schluss erwischt, in Düsseldorf musste er vor 51 345 Zuschauern bereits nach 34 Minuten runter.


Hübner fand es übertrieben

Sieben Minuten zuvor hatte Matmour für eine eher harmlose Attacke an Adam Bodzek Gelb gesehen, dann beging der Frankfurter ein taktisches Foul an Stefan Reisinger - und Weiner zeigte die Ampelkarte. Übertrieben und in dieser Situation unangebracht, befand Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner: «Ich glaube, Karim hat insgesamt nur zwei Fouls begangen. So auf ein Spiel Einfluss zu nehmen, ist schon hart.»

Eintracht-Chef Heribert Bruchhagen hielt es «für total überzogen», und selbst Düsseldorfs verletzt fehlender Abwehrchef Jens Langeneke erachtete die Weiner-Entscheidung in dieser Szene für fehl am Platz. Ergo war die 34. Minute der Knackpunkt der Partie.

Denn danach entschied die Fortuna nach den Fehlversuchen in Leverkusen (2:3), gegen Hoffenheim (1:1) und in Bremen (1:2) endlich einmal ein Überzahlspiel für sich.

Stefan Reisinger mit seinem dritten Treffer nacheinander (38. Minute), Oliver Fink (42.), Nando Rafael (58.) und Axel Bellinghausen mit seinem Erstliga-Premierentreffer für die Rheinländer (85.) machten den höchsten Saisonerfolg und den höchsten Fortuna-Bundesligasieg seit dem 7:0 am 12. Mai 1990 gegen den FC St. Pauli locker perfekt.

Auf der nächsten Seite: Randale in der Altstadt

Veh war wütend, und das speziell auf Weiner: «Es gab keine Hektik im ganzen Spiel, und er zeigt die Gelb-Rote Karte.» In der Tat: Nach der großen Unruhe in der Zweitliga-Auseinandersetzung beim 1:1 im Februar an gleicher Stelle ging es diesmal auf dem Rasen gelassen zu. In der Düsseldorfer Altstadt jedoch wurde die Polizei nahe der Oper von Frankfurter Anhängern attackiert. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Acht Krawallmacher stürmten in die Oper und demolierten eine Tür. Die Polizei insgesamt 98 Randalierer fest.

Am Ende, als es schon auf Mitternacht zuging, war Veh das Ganze drei Tage nach dem 1:3 gegen Mainz irgendwie «wurscht. Wir haben 0:4 verloren. Fertig. Aus. Ende.» Er muss sein Team nach nur einem Sieg aus sieben Spielen moralisch wieder aufrichten. Die Fortuna erlebt dagegen ihren zweiten Saison-Höhenflug nach der tollen Serie mit fünf Einsätzen ohne Gegentreffer an den ersten fünf Spieltagen. «Das war eine tolle Woche. Und 4:0 ist einfach ein sensationelles Ergebnis», kommentierte Torschütze Reisinger die sieben Düsseldorfer Zähler aus den schweren Aufgaben gegen Hamburg (2:0), bei Meister BVB (1:1) und die Eintracht.

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