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Zweimal geführt, zweimal gepatzt: 2:2 für Gladbach zu wenig

Gladbachs Oscar Wendt (r) wird vom Wolfsburger Renato Steffen gebremst. Foto: Swen Pförtner Gladbachs Oscar Wendt (r) wird vom Wolfsburger Renato Steffen gebremst.
Wolfsburg. 

Auf Augenhöhe zum Bundesliga-Klassiker in München: Diese Chance war für Borussia Mönchengladbach zum Greifen nah. Beim 2:2 in Wolfsburg verspielten die „Fohlen” aber einen möglichen Sieg und eine noch bessere Ausgangsposition in der Tabelle.

Mehr als drei Jahre hat Dieter Hecking bis 2016 für den VfL Wolfsburg gearbeitet. Der Trainer von Borussia Mönchengladbach hat rund um die Volkswagen Arena noch viele gute Bekannte, er wurde am Samstag sogar von seiner Familie begleitet und sein enger Freund Jörg Schmadtke ist vom VfL mittlerweile als mächtiger Geschäftsführer Sport engagiert worden. Vielleicht war Hecking auch deshalb so positiv gestimmt, als er am Samstag nach seiner Rückkehr sagte: „Mit diesem 2:2 kann ich gut leben.”

Für die meisten anderen Mitarbeiter von Borussia Mönchengladbach galt das nach diesem Unentschieden nicht. Denn statt in der Tabelle der Fußball-Bundesliga zum FC Bayern München aufzuschließen und in der nächsten Woche mit der gleichen Anzahl von Punkten zum alten Rivalen aus den 70er-Jahren zu fahren, verspielten die Gladbacher in Wolfsburg gleich zweimal binnen weniger Minuten eine Führung.

Schon in der siebten Minute schoss Rekordtransfer Alassane Plea mit einem schönen Schlenzer das 1:0. Nur fünf Minuten später glich Wolfsburgs Renato Steffen wieder aus (12.). Zu Beginn der zweiten Halbzeit lief es genauso. Nur dass diesmal zwischen dem 1:2 durch Thorgan Hazard (48.) und dem 2:2 durch Wout Weghorst (59.) immerhin elf Minuten vergingen. „Gefühlt war heute auf jeden Fall mehr drin”, sagte Gladbachs Nationalspieler Matthias Ginter. „Wir haben eine Führung schon letzte Woche in Berlin nicht so lange halten können.”

Ginter selbst hatte beim Tor zum 2:2 schlecht ausgesehen. Noch gravierender war sogar der Fehlpass des 23-Millionen-Euro-Einkaufs Plea vor dem ersten Gladbacher Gegentor. Die Borussia hatte also alles in der eigenen Hand, um im sechsten Spiel der noch jungen Saison bereits den vierten Sieg einzufahren.

Sogar Hecking gab später zu: „Du gehst in der 48. Minute in Führung und mein Gefühl war: Du hast es im Griff.” Der Gladbacher Trainer betonte aber auch: „Ich finde, es sieht nicht so schlecht aus, wenn ich auf die Tabelle schaue. Unser Auftaktprogramm war anspruchsvoll. Mit den elf Punkten bin ich sehr einverstanden. Bei den Bayern hat man gesehen: Sie waren gestern nicht gut auf Sendung. Ob das nun gut oder schlecht ist für uns, das wird man sehen. Wenn wir nächste Woche immer noch unter den besten Vier sind, bin ich sehr zufrieden.”

Zur Wahrheit gehört außerdem: Die Wolfsburger waren dem 3:2 am Ende näher als die Gladbacher. Wirklich um die drei Punkte bemüht hat sich in der letzten halben Stunde nur der Fast-Absteiger der vergangenen Saison. „Wir haben zweimal einen Nackenschlag kassiert, aber damit ist die Mannschaft zweimal super umgegangen”, sagte VfL-Trainer Bruno Labbadia. „Für den Aufwand, den wir betreiben, sind bei uns insgesamt ein paar Punkte zu wenig herauszukommen. Das haben wir schon am Mittwoch in Mainz gesehen und das war auch heute so. Es ist aber trotzdem super, wie die Mannschaft arbeitet.”

(Von Sebastian Stiekel, dpa)
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