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Mainz fürchtet den "Fluch des Erfolges"

Nach dem fünften Spiel ohne Sieg sucht der FSV Mainz 05 ratlos nach seinem alten Erfolgsrezept. Manager Christian Heidel fürchtet den "Fluch des Erfolges".
Ratlosigkeit: Marcel Risse sitzt nach dem Abpfiff dem Pltz, vergräbt die Hände ins Gesicht. (Foto: dpa) Ratlosigkeit: Marcel Risse sitzt nach dem Abpfiff dem Pltz, vergräbt die Hände ins Gesicht. (Foto: dpa)
Mainz. 

Tristesse statt Trendwende: Der FSV Mainz 05 steckt nach der Last-Minute-Niederlage gegen Borussia Dortmund im unteren Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga fest. Während die Rheinhessen in der Vorsaison nach dem siebten Spieltag ungeschlagen und himmelhochjauchzend auf dem ersten Tabellenplatz thronten, stehen sie nun nach zuletzt fünf Spielen ohne Sieg mit sieben Punkten aus sieben Partien auf dem 14. Rang. "Wenn es so etwas wie den Fluch des Erfolges gibt, dann müssen wir aufpassen, dass er uns nicht trifft", hatte FSV-Manager Christian Heidel bereits vor der Partie gemahnt. Doch die erhoffte Rückkehr in die Erfolgsspur blieb auch gegen den Titelverteidiger aus.

"Wir sollten nicht anfangen darüber zu reden, wer oder was sich gegen uns verschworen hat, sondern sachlich bleiben", warnte Trainer Thomas Tuchel vor unseriösen Erklärungsansätzen. "Keiner hat erwarten können, dass wir den Deutschen Meister dominieren. Wer gegen den BVB spielt, läuft stets Gefahr, auch für Topleistungen kein Ergebnis zu bekommen", sagte der 38-Jährige.

Von einer Krise wollte auch Präsident Harald Strutz noch nicht sprechen. Verglichen mit den schlechteren Jahren in der Zweiten Liga sei man davon momentan weit entfernt. "Das wirft hier noch keinen um. Wir haben einfach kein Spielglück. Die Mannschaft hat ein völlig anderes Gesicht als zuletzt gezeigt, daher kann kein Fan von Mainz 05 nach diesem Spiel unzufrieden sein", stellte Strutz fest.

Tatsächlich hatten die Mainzer nach der 1:3-Auswärtsschlappe in Kaiserslautern gegen den BVB deutlich entschlossener agiert und durch Nicolai Müller sogar die Führung erzielt (33. Minute). Sein erstes Bundesligator vermochte den Fürther Neuzugang, der am Samstag erstmals in der Startelf stand, nach dem Ausgleich durch Ivan Perisic (68.) und dem späten Gegentreffer von Lukasz Piszczek (90.) jedoch nicht mehr aufzuheitern. "Bis zur 90. Minute habe ich mich noch darüber gefreut, dann war diese Freude mit einem Schlag vorbei."

Torwart Heinz Müller, der sein Team mit starken Paraden lange im Spiel gehalten hatte, war trotz einer nahezu tadellosen Leistung ebenfalls untröstlich. "Was ich herausgeholt habe zählt nicht. Das ist gemessen an der Niederlage nebensächlich. Uns fehlt einfach das richtige Rezept."

Auch Tuchel, der sein Team in einem ungewohnt defensiv ausgerichteten 4-3-2-1-System auflaufen ließ, wirkte nach der Partie auf der Suche nach einem Heilmittel relativ ratlos. "Von der neuen Grundordnung hatten wir uns Widerstand und größtmögliche Effektivität versprochen. Hingabe und Intensivität waren da, aber uns fehlte das Quäntchen Glück." Das war unmittelbar vor dem Abpfiff aufseiten des BVB, während Mainz in den letzten zehn Minuten drei gute Konterchancen vergab.

Gutes im Schlechten erkannte immerhin Linksverteidiger Malik Fathi, der lakonisch konstatiere: "Das einzig Positive ist, dass wir jedes Wochenende aufs Neue die Gelegenheit bekommen, uns da wieder herauszuziehen". Die nächste Chance wartet nächsten Samstag in Nürnberg.

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