FVS schockt die Eintracht – Radu-Gala am Wiesenborn

Die SpVgg Bad Homburg hat ihren Abwärtstrend in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt/West gestoppt und den SV Viktoria Preußen Frankfurt mit 3:1 besiegt. Freude auch beim FV Stierstadt über einen glücklichen 2:1-Sieg im Stadtderby gegen Eintracht Oberursel. Im Homburger Lokalschlager bezwang der TSV Vatanspor die DJK Helvetia verdient mit mit 4:1.
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Hochtaunus. 

Die Spielvereinigung Bad Homburg hat sich schnell von der 1:5-Niederlage beim SV Nieder-Weisel erholt, siegte gegen Viktoria Preußen Frankfurt verdient mit 3:1 und sammelte damit wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Zwar agierten die "Nullfünfer" zu Beginn überlegen, konnten sich aber keine Chance erspielen.

Die hatten dann die Gäste: Massi stand bei einem Eckball mutterseelenallein im "Fünfer" und konnte den Ball zum 0:1 einnicken. Fünf Minuten später hätten die Gäste fast erneut jubeln können, doch Wenks Schuss strich knapp über die Latte. Die erste Chance für die Platzherren vergab in der 23. Minuten Florent, dessen Heber von Gäste-Torwart Mazengo pariert werden konnte. Chancenlos war der Keeper jedoch in der 31. Minute, als Davy eine Hassler-Flanke mit dem Fuß ins eigene Netz abfälschte – 1:1.

Die Platzherren wollten nun noch mehr und konnten in der 42. Minute über die ein wenig glückliche Führung jubeln. Hasslers Schuss aus 13 Metern zum 2:1 war für Mazengo nicht zu sehen, so dass dieser keine Chance hatte, den Ball zu parieren.

Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die "Nullfünfer" eine Reihe bester Gelegenheiten, um sich die Führung quasi nachträglich zu verdienen: Holstein (51.), Piecha (55., mit herrlichem Seitfallzieher) und Florent (57.) mit einem Schuss an Außennetz sorgten beim Chancenverhältnis für klare Verhältnisse.

Die Preußen hatten in der 59. Minute immerhin noch eine Chance, doch Massis Direktabnahme ging deutlich am Ziel vorbei. Danach spielten nur noch die "Nullfünfer", bei denen Hassler (62.), Warren (66.) und Piecha (84.) gute Chancen vergaben. Florent sorgte in der 87. Minute dann für den verdienten 3:1-Endstand.

SpVgg 05/99 Bad Homburg: Kolb; Ruthenberg, Piecha, Brand, Corrado (46. Warren), Stefan Both, Florent, Hassler, Holstein (76. Trulli), J. Paetzold, Sebastian Both.

Tore: 0:1 Massi (15.), 1:1 Davy (31./ET), 2:1 Hassler (42.), 3:1 Florent (87.).

"Besser", aber verloren

FC Kalbach – SG Ober-Erlenbach 4:0 (3:0): "Es klingt vielleicht blöd bei einer 4:0-Niederlage, aber wir haben den besseren Fußball gespielt", sagte SG-Trainer Jürgen Loos nach der Niederlage gegen den neuen Tabellenführer. Die Platzherren hätten fast nur mit langen Bällen agiert und dann auch noch von individuellen Fehlern der Ober-Erlenbacher profitiert.

Umstritten: der Strafstoß für Kalbach in der 29. Minute. Azami soll Eifert gefoult haben, doch der Kalbacher Stürmer sah das wohl selbst nicht so und lief nach dem Zweikampf direkt zur Eckfahne, um einen Eckball zu treten. Stattdessen nahm sich Seith nach dem Elfmeterpfiff des Referees den Ball und verwandelte sicher. Zuvor war die SG allerdings am Drücker gewesen. So war Akyel in der 6. und 12. Minute jeweils am Kalbacher Keeper Hell gescheitert. Der FCK hingegen hatte keine Chance, bis zu besagtem Elfmeter. Eine Minute vorher hätte Brinkert die Gäste sogar in Führung bringen können, scheiterte jedoch ebenfalls an Hell.

Kurz vor der Pause gab’s dann den Doppelschlag, der die Partie zugunsten des Tabellenführers entschied. Walz verlor den Ball in der 43. Minute im Vorwärtsgang, Giuliana bedankte sich und erhöhte auf 2:0. Zwei Minuten später reagierte er am schnellsten und staubte die Kugel nach einem vom Wobbe getretenen und von Weber parierten Freistoß zum 3:0 ab. Nach dem Seitenwechsel wollten die Gäste dem Spielverlauf noch eine Wendung geben, doch liefen sie denn Gastgebern schnell ins offene Messer. In der 49. Minute krönte Eifert einen Konter zum 4:0-Endstand.

SG Ober-Erlenbach: Weber; F. Grassler, Walz, Sarfo, Azami, Brinkert, Ebongollé, Seb. Grassler, Akyel, Hübsch (46. Hirschberg), Dzihic.

Tore: 1:0 Seith (29.), 2:0 Giuliana (43.), 3:0 Giuliana (45.), 4:0 Eifert (49.).

Goalgetter in Torlaune

DJK Bad Homburg – TSV Vatanspor Bad Homburg 0:3 (0:1): Dass Homburger Derbys trotz so deutlichen Ausgangs so freundschaftlich verlaufen, ist selten. Am Kirdorfer Wiesenborn gab’s allerdings in der Tat keinen Grund für Zwist. Mit dem TSV Vatanspor setzte sich die technisch bessere Mannschaft verdient durch, ohne das die Helveten eine schwache Partie abgeliefert hätten.

Das Spiel begann verhalten und ohne nennenswerte Chance. Die erste Aufregung gab’s in der 20. Minute, als DJK-Keeper Schmidt das Leder vertändelte, dann aber einen Önkal-Schuss noch blocken konnte. Die Helveten hatten in der 27. Minute beinahe gejubelt, doch Wilds Freistoß wurde von TSV-Keeper Jazokas pariert. Sechs Minuten später setzte sich die technische Klasse der Gäste zum ersten Mal durch. Okan Götürmen nahm eine Flanke im Strafraum der DJK mit der Brust an, ließ den Ball heruntertropfen und schoss das Leder aus zwölf Metern in den Winkel.

Die Platzherren machten vor der Pause noch etwas Druck und kamen durch Schröder, der an Jazokas scheiterte (40.), und Paul, der nach Schröder-Eckball das Außennetz traf (41.), zu guten Chancen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Mahbubi auf der anderen Seite die Latte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Vatanspor die bessere Mannschaft und konnte schon in der 50. Minute auf 0:2 erhöhen. Goalgetter Radu wurde von Okan Götürmen "auf die Reise" geschickt und lupfte das Leder über Schmidt. Fünf Minuten später traf er per Freistoß nur den Außenpfosten.

Radu war der beste Spieler auf dem Platz und zeigte das auch in den folgenden Minuten. In der 79. Minute konnte Schmidt gerade noch einen Kopfball von ihm parieren, doch in der 83. Minute war der Kirdorfer Keeper jedoch chancenlos, als der Goalgetter eine Flanke von Jenaru einnickte.

DJK Bad Homburg: Schmidt; Maglio (66. Penava), Külük, Paul, Schröder, Karakaya, Kalender, Soldo, Nathaniel, Leyendecker (66. Duman), Wild.

TSV Vatanspor Bad Homburg: Jazokas; Günes, Sejdovic, Poenaru, Jenaru, Mahbubi, Okan Götürmen, Ciucu (35. Acikgöz), Onur Götürmen (58. Mian), Radu (84. Sarikaya), Önkal.

Tore: 0:1 Okan Götürmen (33.), 0:2 Radu (50.), 0:3 Radu (83.).

Das Spiel gedreht

SG Westend Frankfurt – TuS Merhausen 1:4 (1:1): Spielerisch topp, konditionell ein Flop – auf diese Formel könnte man – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – die Leistung von SG Westend Frankfurt reduzieren. Gegen TuS Merzhausen begannen die Platzherren wie die Feuerwehr und gingen durch Gashi in der 10. Minute verdient in Führung, ehe ihnen in der zweiten Halbzeit die Luft ausging.

Die Taunus-Kicker hatten durch Ochmann (15.) und Demasi (20.) erste Chancen und übernahmen dann komplett das Kommando. In der 25. Minute erzielte Demasi dann den Auslgeich, nachdem er von Kaya uneigennützig freigespielt worden war. In der 40. Minute hätte Demasi fast noch die Führung erzielt, schloss aber zu ungenau ab.

In der zweiten Halbzeit legten die Gäste noch eine Schippe drauf und ließen die konditionell nachlassenden Platzherren kaum noch zum Zug kommen. Kaya hätte in der 51. Minute die Führung erzielen müssen, zielte jedoch knapp vorbei. Drei Minuten brachte Demasi das Leder im Netz unter, doch verweigerte Schiedsrichter Pfeifer dem Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung.

Ab der 62. Minute spielten die Gäste in Überzahl, weil der erst in der 48. Minute eingewechselte Zejnilovic nach einem Handspiel die "Rot" sah. Acht Minuten später erzielte Gratieux nach Castellino-Pass die längst überfällige Führung für die Merzhausen. Der TuS profitierte jetzt von den Freiräumen nach dem Platzverweis und erhöhte noch einmal den Druck auf die Platzherren.

In der 81. Minute konnte sich Castellino in die Torschützenliste eintragen. Nach einem Eckball des überragenden Demasi köpfte er den Ball unhaltbar für Youbi zum 1:3 in die Maschen des Westend-Tores. Den positiven Schlusspunkt setzte der zum ersten Mal in diesem Jahr eingesetzte Gärtner. In der 68. Minute war er für Kaya eingewechselt worden und erzielte in der 86. Minute das 4:1 für die Gäste. Wie TuS-Sprecher Arnold Sartoris mitteilte, soll Gärtner in den kommenden Wochen "sukzessive konditionell aufgebaut" werden, um nach seiner langen Abwesenheit, die sowohl verletzungs- als auch beruflich bedingt war, wieder zu einer Stütze der Mannschaft werden zu können.

Den negativen Schlusspunkt setzten indes die Platzherren, bei denen Mannschaftskapitän Naziri wegen wiederholten Meckerns noch die "Ampelkarte" sah (89.).

TuS Merzhausen: La Terra; Donath, Pauly, Ochmann, Gratieux, Hartmann (71. Maksuti), Castellino, Demasi, Kaya (64. Gärtner), Razai, Zürlüer.

Tore: 1:0 Gashi (10.), 1:1 Demasi (25.), 1:2 Gratieux (70.), 1:3 Castellino (81.), 1:4 Gärtner (86.).

Rösler in der 90. Minute

Eintracht Oberursel – FV Stierstadt: 1:2 (1:1): Sie mögen faktisch schon abgestiegen sein, doch Aufgeben, das gibt es beim FV Stierstadt nicht, selbst wenn er in Rückstand gerät. Und das gilt vor allem im Prestigeduell gegen Eintracht Oberursel, das die Stierstädter gestern in buchstäblich letzter Minute für sich entscheiden konnten.

Die Gäste kamen auch besser in die Partie und hätten durch Ennin (4.) und La Medica (8.) schon früh in Führung gehen können. Danach gab’s allerdings nur noch Einbahnstraßenfußball. Eintracht war überlegen, ohne jedoch wirklich zwingende Torchancen kreieren zu können. Biskup (7.) und Gülmez (17.) stellten FVS-Schlussmann Henrich vor keine größeren Probleme, dafür hatte Stierstadts Keeper in der 35. Minute keine Chance, als Biskup nach einem Okumura-Schuss aus einem Meter abstaubte. Die Führung gab den Platzherren jedoch keine Sicherheit. Die wacker verteidigenden Gäste konnten sich eine Minute vor dem Pausenpfiff über den Ausgleich freuen. Der 19 Jahre alte Florian Schmitt schoss aufs Tor, Eintracht-Keeper Tolic konnte den Ball nicht festhalten, Rösler war zur Stelle und erzielte das 1:1.

Nach dem Wechsel blieben die Platzherren tonangebend. Torchancen kamen für die Eintracht jedoch nicht zustande. Eine Möglichkeit gab’s jedoch für die Gäste kurz vor dem Schlusspfiff. Über Akkus, Ennin und La Medica kam der Ball zu Rösler, der den Siegtreffer für die Stierstädter erzielte. gst

Eintracht Oberursel: Tolic; Bender, Löw, Biskup, Kallel, Gülmez (65. Tsabasopulos), Prilipp (65. Sommerfeld), Gremmel, Rückert, Okumura, Augustincic.

FV Stierstadt: Henrich; Müller, Barde, Koudri, Renno, Finger (73. Kötzsche), Akkus, Krug (30. Schmitt), Rösler, La Medica, Ennin (82. Mössmer).

Tore: 1:0 Biskup (35.), 1:1 Rösler (41.), 1:2 Rösler (90.).

(gst)
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