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Kickers Offenbach: Der Heimkehrer: Sascha Korb trifft mit dem KSV Hessen Kassel auf den Club seines Herzens

Von Sascha Korb ist ein Offenbacher Eigengewächs, seine Familie lebt hier und im Regionalliga-Team der Kickers spielen seine besten Freunde. Am Sonntag aber ruht die Freundschaft für 90 Minuten. Dann nämlich will er mit dem KSV Hessen Kassel drei Punkte aus Bieber entführen.
Am Sonntag in Offenbach will er seinem Gegnern nicht hinterherlaufen: Sascha Korb (r.) vom KSV Hessen Kassel, hier im Duell mit Wolfsburgs Bundesligaprofi Robin Knoche. Foto: Peter Hartenfelser (imago sportfotodienst) Am Sonntag in Offenbach will er seinem Gegnern nicht hinterherlaufen: Sascha Korb (r.) vom KSV Hessen Kassel, hier im Duell mit Wolfsburgs Bundesligaprofi Robin Knoche.
Offenbach. 

2016 musste das Eigengewächs Sascha Korb nach 19 Jahren im Trikot von Kickers Offenbach den Verein verlassen. Während seiner OFC-Zeit hatte er in 104 Spielen nur einmal das Tor getroffen. Und auch das nur für die Reserve. Am 23. April 2017 erzielte er bei seinem ersten Gastspiel am Bieberer Berg den Führungstreffer für Hessen Kassel. Am Ende feierten die über 7000 Offenbacher Fans nicht nur das in der Nachspielzeit gerettete 2:2, sondern auch „ihren“ Sascha Korb.

Damals fehlten im OFC-Team verletzungsbedingt seine Freunde aus den Jugendtagen, Stefano Maier und dessen Cousin Daniel Endres. „Gegen ,Eckes’ habe ich noch nie gespielt, gegen Stefano in der F- und D-Jugend, als er kurz für Eintracht Frankfurt spielte“, freut sich Sascha Korb auf die „Premiere“, auf das Aufeinandertreffen mit den alten Kumpels. „Das ist schon etwas Besonderes.“

Der mittlerweile 24 Jahre alte Sascha Korb ist in Offenbach aufgewachsen. Er wohnte in der Mühlheimer Landstraße, nur wenige Meter von Stefano Maier entfernt. Gemeinsam gingen die beiden in den Kindergarten, in der Grundschule saßen sie vier Jahre lang nebeneinander in einer Bank, haben nach der Schule stundenlang auf dem Bolzplatz neben der Friedrich-Ebert-Schule gekickt. Und sind 1996 auch gemeinsam zum OFC gekommen, wo sie in die Schnupper-Elf der Bambinis aufgenommen wurden. „Endres lernte ich bei einer Geburtstagsfeier von Stefano kennen. Seitdem haben wir drei viel gemeinsam unternommen.“

Klar, dass das Trio immer noch im ständigen Kontakt ist. Korb nutzt fast jeden freien Tag, um nach Offenbach zu kommen. Da trifft er aber seltener die Kumpels, als seine hier lebenden Eltern und seine Freundin. Mit Endres und Alex Theodosiadis, mit dem er auch jahrelang für den OFC spielte, erörterte er auch die Bürde der neun Minuspunkte, die der KSV aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens zu tragen hat. „Sie wissen, wie schwer dies ist. Der einzige Tipp, den sie mir geben konnten, war, dass man in dieser schwierigen Lage Spiel für Spiel geduldig angehen muss und sich nicht verrückt machen darf.“

In Kassel fühlt sich Sascha sehr wohl. Er wurde sofort herzlich aufgenommen, sei dort richtig heimisch geworden. „Meine Freundin kommt zu jedem Match ins Aue-Stadion.“ Korb, der in seiner letzten Offenbacher Saison zwischen Bank und Startelf pendelte, ist bei den Nordhessen ein absoluter Leistungsträger. In 26 Spielen hat er sogar schon sechs Treffer erzielt, den letzten am vergangenen Samstag beim 2:2 gegen den VfB Stuttgart II. Das käme daher, dass er nicht Außenverteidiger wie in Offenbach, sondern häufiger im Mittelfeld spielen würde. Für ihn kein Problem. Er habe in seiner Karriere bis auf Mittelstürmer und Torwart schon auf allen Positionen gespielt. „Zwischen die Pfosten bin ich als Kind auf dem Bolzplatz gegangen. Da kenne ich mich also auch aus.“

Im Mittelfeld käme er zwangsläufig zu mehr Chancen, daher auch die Tore. „Auf den Treffer am Bieberer Berg war ich stolz. Schließlich waren mehr Freunde und Bekannte von mir im Stadion als bei jedem Heimspiel in Kassel. Aber ob ich am Sonntag wieder treffe oder nicht, ist mir völlig egal. Wichtig ist, dass jeder bei uns 90 Minuten lang alles abruft. Und wir als Außenseiter drei Punkte aus Offenbach entführen.“

Dass die Freundschaft zu den OFC-Spielern darunter leiden würde, befürchtet er nicht. „Das ist im Fußball normal. Wenn der Anpfiff erfolgt, sind alle Bindungen für 90 Minuten vergessen.“

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