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Kickers Offenbach: Der OFC mit dem Fuß am Gaspedal

Von Vorne hui, hinten pfui. Kickers Offenbach verteidigt mit einem 4:3-Sieg gegen Astoria Walldorf die Führung in der Fußball-Regionalliga Südwest.
Dribbelkönig, Torschütze und Wegbereiter für weitere OFC-Tore: Ihab Darwiche. Foto: Huebner/Scheiber (Jan Huebner) Dribbelkönig, Torschütze und Wegbereiter für weitere OFC-Tore: Ihab Darwiche.
Offenbach. 

Walldorfs Trainer Matthias Born traf den Nagel auf den Kopf: „Für die Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel. Für die Trainer weniger.“ Noch besser drückte es der Mann des Spiels aus, der Offenbacher Rechtsaußen Ihab Darwiche: „So ekelhafte Spiele muss man gewinnen. Keiner fragt wie. Allein die drei Punkte zählen.“

Dass es ohne ihn kaum gereicht hätte, verschwieg der Deutsch-Libanese bescheiden. Es waren seine unnachahmlichen Dribblings, die zum Erfolg geführt hatten. In der 6. Minute eroberte Marco Rapp den Ball, Darwiche setzte sich rechts durch, spielte im Strafraum noch zwei Spieler aus. Seine präzise Flanke köpfte Niklas Hecht-Zirpel am langen Eck schulbuchmäßig ein. Auch das zweite Tor wurde durch eine Balleroberung von Rapp eingefädelt, der Darwiche bediente: „Ich hatte ein gutes Gefühl, dass der Fluch endlich gebannt wird und ich mein erstes Saisontor erzielen würde“, schildert der 24-Jährige sein Solo von der Mittellinie aus, das er glänzend vollendete. In beiden Szenen sah es aus, als wäre der Ball bereits verloren gegangen, doch irgendwie wurschtelte sich Darwiche doch noch durch. „Das sieht nur von außen so aus. Ich lege mir den Ball bewusst etwas weiter vor, um meine Geschwindigkeit auszuspielen“, kommentierte er. Ähnlich war auch sein dritter Streich, der damit endete, dass Pascal Pellowski den Dribbelkönig im Strafraum zu Boden beförderte. Für die Elfmeter haben die Offenbacher einen unfehlbaren Schützen: Dren Hodja, der alle seine acht Strafstöße verwandelte.

„In der ersten Halbzeit haben wir gespielt, wie ich es mit vorgestellt hatte. Da waren wir die Mannschaft mit dem Fuß am Gaspedal. Die Zweikämpfe wurden angenommen und gewonnen, der Ball wurde schnell nach vorne gebracht, wir waren torgefährlich“, lobte Trainer Oliver Reck. Nach dem Seitenwechsel bewiesen die Gäste, warum sie in dieser Saison schon drei Spitzenteams Unentschieden abringen konnten. Gerade als Walldorf herankam, gab Dennis Schulte den Ball flach in die Mitte rein und Florian Treske stand dort, wo ein Torjäger lauern sollte.

„Benny soll sich mit der Genesung beeilen. Wenn ich Innenverteidiger spiele, muss man vorne so viele Treffer erzielen“, scherzte Serkan Göcer, der nach dem Ausfall von Benjamin Kirchhoff (Muskelverletzung) zum ersten Mal überhaupt mit dieser Rolle betraut wurde. „Ich wollte nicht alles umkrempeln. Bis auf die zwei Fehlpässe am Anfang machte Göcer alles richtig“, sagte Reck. Der erste Fehlpass führte zum schnellen 0:1, beim 3:4 fälschte Göcer eine Flanke ab. Dass Torwart Sebastian Brune den Ball noch erwischt hatte und an den Pfosten lenkte, ohne dass er die Linie überquerte, steht auf einem anderen Zettel. Der Schiedsrichter zeigte auf den Mittelpunkt.

Offenbach: Brune – Marx, Maier, Göcer, Schulte (83. Stoilas) – Darwiche, Rapp (64. Firat), Hodja, Hecht-Zirpel – Vetter (79. Akgoez), Treske). – Walldorf: Hiegl – Hofmann (69. Meyer), Nyenty, Strompf, Pellowski – Hellmann, Horn, Grupp (83. Kiermeier), Kern – Groß (69. Pander), Carl. SR: Kempter (Stockach). Z: 6126. – Tore: 0:1 Hellmann (3.), 1:1 Hecht-Zirpel (6.), 2:1 Darwiche (21.), 3:1 Hodja (24./Elfmeter), 3:2 Kern (55./Elfmeter), 4:2 Treske 62.), 4:3 Göcer (88./Eigentor).

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