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Fußball: Der OFC müht sich zum 1:1

Aller Anfang ist schwer. Die Offenbacher Kickers und ihr neuer Trainer Daniel Steuernagel mussten sich gestern Abend im Auftaktspiel in der Regionalliga Südwest gegen die SV Elversberg mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden gaben.
Einmal abklatschen bitte: OFC-Kapitän Benjamin Kirchhoff (Zweiter von rechts) ist gerade der Ausgleich gelungen. Foto: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de) Einmal abklatschen bitte: OFC-Kapitän Benjamin Kirchhoff (Zweiter von rechts) ist gerade der Ausgleich gelungen.
Offenbach. 

Letztlich war es für die mit großen Ambitionen in die Fußball-Regionalliga gestarteten Offenbacher ein sehr glücklicher Punkt. Die SV Elversberg war über weite Strecken die bessere Mannschaft, die sich den Vorwurf gefallen lassen muss, ihre Chancen nicht konsequent genutzt zu haben. Auf die Kickers und ihren neuen Trainer Daniel Steuernagel wartet noch viel Arbeit. Die 6664 Zuschauer gingen mit gemischten Gefühlen nach Hause. Erleichtert über einen Punkt gegen einen Mitfavoriten, aber etwas ratlos über die über weite Strecken magere Kost, die ihnen geboten wurde. Kaum Torchancen, und wenn dann nach Standards.

„Wenn ein OFC-Publikum am ersten Spieltag nach 70 Minuten schreit, wir wollen euch kämpfen sehen, dann ist das ein tolles Lob für meine Mannschaft“, sagte Elversbergs Trainer Roland Seitz, der dennoch nicht restlos zufrieden war. „Es ist nur etwas ärgerlich, dass wir nicht gewonnen haben.“

Daniel Steuernagel ließ keinen Zweifel, dass die erste Halbzeit kein Maßstab für seine Mannschaft sein darf. „Wir sind reingedribbelt, wo man nicht hin darf oder haben lange Bälle ins Nichts gespielt.“ Für die zweiten 45 Minuten attestierte er seinem Team eine Steigerung. „Nach dem Wechsel haben wir wesentlich besser gespielt. Aber keine Frage, wir hätten auch verlieren können.“ Steuernagel hatte dem OFC ein 4-4-2–System verordnet, das aber in den ersten 45 Minuten nicht funktionierte. Die Elversberger Sturmspitze Koffi profitierte mehrfach von Abstimmungsproblemen, hatte auch OFC-Torwart Daniel Endres zweimal überlupft, doch Benjamin Kirchhoff verhinderte im letzten Moment den SVE-Führungstreffer (9./42.). Die Kickers hatten vor allem im Spielaufbau eklatante Schwierigkeiten. Weil die Außenverteidiger sich sehr tief in der gegnerischen Hälfte postiert hatten und sich aus dem Mittelfeld keine Anspielstation anbot, mussten die Innenverteidiger das Spiel einleiten – was Kirchhoff und Lucas Albrecht mit vielen langen Bällen ins Niemandsland gründlich misslang. Die einzige Torchance resultierte aus einem Freistoß von Hodja, den Kirchhoff aus fünf Metern unbedrängt auf den Elversberger Torwart Draband köpfte (23.). OFC-Trainer Steuernagel reagierte schon in der Pause, brachte Ko Sawada für den übernervösen Kevin Ikpide. Aber dieser Wechsel verstärkte zunächst noch die Unordnung. Nach einem simplen Pass in die Offenbacher Hälfte verlor Sawada erst das Laufduell, dann den Zweikampf gegen Tekerci, der an Endres vorbei einschob (53.).

Die Offenbacher hatten kein Rezept, sich in die gefährliche Zone zu spielen. Doch just, als die Pfiffe von den Rängen immer lauter wurden, gelang den Kickers der Ausgleich. Bezeichnend: Nach einem Standard. Treske verlängerte einen Eckball mit der Hacke in den Fünf-Meter-Raum, wo der neue Kapitän Kirchhoff den Ball über die Linie bugsierte (75.). Die Kickers versuchten noch einmal alles, aber die Mittel, vor allem die spielerischen, waren zu begrenzt, um Elversberg ernsthaft in Gefahr zu bringen. Mit der letzten Aktion rettete Endres in der dritten Minute der Nachspielzeit den einen Punkt für die Kickers, als er den Schuss von Alawie gerade noch zu fassen bekam.

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