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Derby: Ein ganz besonderes Spiel: Offenbacher Kickers gegen FSV Frankfurt

Von Heuter Abend (Anpfiff: 18.15 Uhr) empfangen die Offenbacher Kickers im Derby der Fußball-Regionalliga Südwest den Drittliga-Absteiger FSV Frankfurt. Für Alexandros Theodosiadis und Alexander Conrad ist dies ein ganz besonderes Spiel.
Das Leder und den FSV Frankfurt vor Augen: der Offenbacher Alexandros Theodosiadis. Foto: Huebner/Bremes (Jan Huebner) Das Leder und den FSV Frankfurt vor Augen: der Offenbacher Alexandros Theodosiadis.
Offenbach. 

„Derbys muss man gewinnen“, sagt Oliver Reck, Trainer des Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach, kurz und bündig vor dem heutigen Heimspiel gegen den FSV Frankfurt (18.15 Uhr/live im Sport1).

Noch mehr als der in Frankfurt geborene OFC-Coach fiebert dem Derby Linksverteidiger Alexandros Theodosiadis entgegen. Bereits in der C-Jugend wechselte der gebürtige Bad Homburger an den Bornheimer Hang, wo er insgesamt zwölf Jahre verbrachte. „Mit dem FSV Frankfurt verbinde ich die schönsten und schlimmsten Erinnerungen meiner Laufbahn. Dort bekam ich beim damaligen Zweitligisten 2008 meinen ersten Profivertrag. Aber dort bekam ich bei den Profis auch nicht eine einzige Chance, mein Können unter Beweis stellen zu können. Die Freude über den Vertrag war groß, die Enttäuschung noch größer“, sagt der mittlerweile 28 Jahre alte Fußballer, der inzwischen seine fünfte Saison am Bieberer Berg bestreitet.

Späte Genugtuung

„Es ist mein Premiere-Match gegen den FSV Frankfurt, den ich 2012 verließ. Es tut mir leid für Alex Conrad, den ich mag und mit dem ich befreundet bin. Aber ich wünsche mir in dieser Partie den Sieg stärker als in allen anderen Begegnungen. Der wäre schon eine späte Genugtuung für mich, zu beweisen, dass ich es kann.“

„Theo“, wie er von seinen Mitspielern gerufen wird, begann mit dem Fußball in seiner Heimatstadt Bad Homburg. „Dort bin ich öfters zu Besuch. In der Kurstadt lernte ich später auch den heutigen FSV-Stürmer Maziar Namavizadech kennen, der bis Sommer 2016 gemeinsam mit meinem Cousin für den TSV Vatanspor Bad Homburg spielte.“ Zum FSV Frankfurt wechselte Theodosiadis in der C-Jugend. Bis zur B-Jugend spielte er im Mittelfeld, dann wurde er zum Linksverteidiger umfunktioniert. Weil er positiv auffiel, durfte er bald in der A-Jugend auflaufen. Auch dort verblieb er nicht lange. In der Winterpause wurde er hochgestuft, durfte von da an in der zweiten Männermannschaft mitmischen. Bei einem Testspiel 2008 fiel er dem damaligen FSV-Cheftrainer Tomas Oral auf, der ihn zum Training der „Ersten“ einlud. Das Eigengewächs gefiel ihm anscheinend, er bot dem 19-Jährigen einen Dreijahres-Vertrag bei den Profis an.

Keine Chance bekommen

„Ich habe mittrainiert, gab stets mein Bestes, bot mich in jedem Training an. Aber damals wurden beim FSV Frankfurt lieber viele Leihspieler aus höheren Klassen geholt. Jede Saison waren mindestens 15 neue Spieler da. Eigengewächse wie ich hatten so gut wie keine Chance.“

In dieser Zeit lernte „Theo“ einen heutigen Mitspieler und auch den heutigen FSV-Präsidenten kennen. „Damals war es für uns Pflicht, in der FSV-Fußballschule mitzuarbeiten. Im Sommer und im Herbst leitete ich die Übungen der Kleinen gemeinsam mit Maik Vetter, mit dem ich heute beim OFC spiele. Michael Görner war damals noch kein Präsident. Er war aber immer da, kam häufig in die Kabine, hatte stets ein paar aufmunternde Worte für uns übrig.“

Trotz ständiger Hoffnung wurde Theodosiadis nie für ein Spiel der „Ersten“ nominiert. Er spielte in der Regionalliga-Mannschaft, war mit der Situation unzufrieden. Nach einem Anruf von Roland Vrabec, Co-Trainer von Lok Leipzig, unter dem er in der FSV-Jugend gespielt hatte, benötigte Theodosiadis nicht lange, um zuzusagen. Bei den Sachsen blieb er nur eine Saison. Denn ein anderer Ex-Trainer von „Theo“ erinnerte sich an ihn. Im Sommer 2013 baute Kickers Offenbach nach der Insolvenz eine neue Mannschaft auf. Der damalige Sportdirektor Ramon Berndroth wusste aus seiner Zeit bei den Bornheimern, was der Verteidiger kann. Nach dem Probetraining war er einer der ersten, die am Bieberer Berg einen Vertrag bekamen. Seitdem ist der Linksverteidiger aus der Stamm-Elf nicht wegzudenken. Und nun hat er sogar die späte Chance, die Verantwortlichen des FSV Frankfurt von seinen Qualitäten zu überzeugen.

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