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Kickers Offenbach: Ein klarer Sieg zur Fastnacht

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Jubel à la OFC. Foto: Hans-Uwe Kellner (pressehaus) Jubel à la OFC.
Offenbach. 

Passender als an diesem Tag hätte der TSV Schott Mainz nicht an den Bieberer Berg kommen können. Nicht nur, dass er den in der Fußball-Regionalliga Südwest drei Spiele lang sieglosen Kickers aus Offenbach einen deutlichen und selbst in dieser Höhe verdienten Erfolg beschert hat. Die nur 100 Fans des Tabellenvorletzten sorgten beim 3:0 (1:0) aus Sicht der Gastgeber auch für gehörig Stimmung. Kein Wunder: Am 11. November, wenn die tollen Tage beginnen, haben Mainzer andere Sorgen als Fußball. Die teilweise verkleideten Fans demonstrierten echte Fastnacht-Stimmung. Sehr zur Freude der OFCler, die mitmachten und – Premiere – sich mit dem gegnerischen Lager verbrüderten.

So herrschte trotz des Saison-Minusrekordes von 4489 Zuschauern eine tolle Stimmung. „Einmalig“, schwärmte Wilfried Kohls (67), ehemaliger OFC-Torwart, der mit weiteren Spielern aus Bundesligazeiten dem Match beiwohnte. „Wir zehn haben schon in der Jugend für den OFC gespielt. Wie man sieht, bleibt das Kickers-Herz für alle Zeiten erhalten.“ Mitstreiter Michael „Mike“ Grünewald erinnerte an die Triumphe über Eintracht Frankfurt und äußerte die Hoffnung, einmal wieder das Main-Derby erleben zu dürfen. „Denn die Regionalliga ist eine falsche Liga für die Kickers.“

Die Hoffnung auf Höheres lebt. Nach der Hinrunde stehen die Offenbacher auf einem Rang, der ihnen ein Aufstiegsduell zur Dritten Liga bescheren würde. „Das ist die beste Antwort auf die Kritiker, die der Meinung sind, wir würden nur gegen Teams aus den unteren Regionen gewinnen. Wir haben vier Zähler Vorsprung auf den Dritten Waldhof Mannheim. Was müssen die anderen falsch machen, dass sie hinter uns liegen?“, sagte Trainer Oliver Reck, der den Sieg als verdient bezeichnete, mit der Leistung aber nur in der zweiten Halbzeit zufrieden war. „Vor der Pause haben wir zwar gut gegen den Ball gearbeitet, spielerisch aber selbst nach dem 1:0 nicht überzeugt.“

Dieses war glücklich, unterstrich aber auch den Torjägerinstinkt von Florian Treske. „Ich bin instinktiv durchgelaufen, um Verteidiger Nenad Simic unter Druck zu setzen. Dass er meinen Rücken traf und der Ball in hohem Bogen ins Tor flog, war natürlich Glück.“

Bis zur Pause mussten sich die Kickers immer wieder gefährlicher Angriffe des Außenseiters erwehren. „Unser Trainer sprach in der Pause energisch Klartext“, verriet Maik Vetter. „Was ich gesagt habe, geht nur die Mannschaft was an“, betonte Reck. Die Worte haben auf jeden Fall gefruchtet. „Die Jungs haben den Druck erhöht, was zu Fehlern der Mainzer führte. Das war dann ein anständiges Spiel“, lobte der Coach, der mehr als nur die Treffer von Vetter und Varol Akgöz für dem Geschehen angemessen hielt.

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