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Fußball: Kickers Offenbach stehen unter Zugzwang

Von Die einen sprechen von einem zwischenzeitlichen Tief, die anderen von einer Krise. Tatsache ist: In fünf Wochen haben die Offenbacher Kickers zwölf Punkte gegenüber Mannheim verloren. Der Druck steigt, sonst könnte der Aufstiegstraum bereits platzen.
Glaubt an die baldige Trendwende: OFC-Spieler Benjamin Kirchhoff (l.), hier im Duell mit Felix Passlack von Hoffenheims U23. Foto: Huebner/Volz (Jan Huebner) Glaubt an die baldige Trendwende: OFC-Spieler Benjamin Kirchhoff (l.), hier im Duell mit Felix Passlack von Hoffenheims U23.
Offenbach. 

OFC-Sportdirektor Sead Mehic spricht klare Worte: „Nach sieben Spielen und nur einem Sieg muss man von einer Krise sprechen. Wer immer noch sagt: ,Wir haben gut gespielt’, macht es sich zu einfach“, sagt der frühere Zweitliga-Profi vor dem heutigen Match gegen den Tabellenzehnten SSV Ulm (14 Uhr, Bieberer Berg).

Trainer Oliver Reck erklärt die Situation mit einem abstrakten Vergleich. „Bei uns geht es wie früher bei den Indianern zu. Die Alten mit Erfahrung haben sich damals um ein Feuer gesetzt, eine Friedenspfeife geraucht und klare Worte gesprochen, die dann vom Stamm befolgt wurden. Ähnlich ist es bei uns“, sagte Reck und ergänzt: „Wir, damit meine ich die Verantwortlichen und die Mannschaft, hinterfragen uns täglich und haben Möglichkeiten der Veränderung entdeckt. Einiges davon wurde auch schon umgesetzt, sei es im Trainingsbereich, aber auch was die Ansprache untereinander angeht.“

Innenverteidiger Benjamin Kirchhoff sieht die Lage rosiger: „Wir wissen, dass wir in den letzten Wochen nicht die Ergebnisse erzielt haben, die wir uns vorgenommen hatten. Bei der 1:2-Niederlage in Steinbach waren wir zumindest die erste Halbzeit stark, waren spielbestimmend. Im Rahmen unserer Fehleranalyse haben wir gesehen, was wir besser machen können. Wir haben eine tolle Hinserie gespielt, nun wollen wir das so gut Angefangene nicht verspielen, sondern vollenden. Im letzten Heimspiel des Jahres sowie in Kassel wollen wir zwei Dreier einfahren.“

Dass der derzeit oft tiefe Boden auf dem Spielfeld eher Teams aus den unteren Regionen entgegen kommt, sei laut Kirchhoff zwar eine Tatsache, aber kein Grund, um den Kopf hängen zu lassen. „Plätze kann man sich nicht aussuchen. Zu dieser Jahreszeit ist es so. Klar werden sowohl Ulm als auch Kassel weite hohe Bälle spielen und hinterher rennen. Da müssen wir aufpassen, den Kampf annehmen.“

„Kein Hauruck-Fußball“

Natürlich will auch Reck den Bodenverhältnissen mit der Spielweise Rechnung tragen. „Aber wir werden unsere Art, Fußball zu spielen, nicht grundlegend ändern. Unsere Spieler sind für Hauruck-Fußball nicht geeignet. Zuletzt nicht funktioniert haben vielmehr das Defensiv-Verhalten nach Ballverlusten, das Umschaltspiel, die Chancenauswertung.“

Sead Mehic macht die Misserfolge der letzten Wochen an der Konzentration und Einsatzbereitschaft der Spieler aus: „Schönreden nutzt uns nicht. Die Jungs müssen kratzen und beißen. Wer nach nur einem Sieg bei fünf Führungen vom Pech oder Glück spricht, liegt falsch. Glück muss man sich erarbeiten. So passiv wie in der 2. Halbzeit in Steinbach darf man sich nicht verhalten. Und auch nicht so nachlässig in der Defensive. Einige Spieler investierten wiederholt ein paar Prozente zu wenig, brauchen eine Pause. Mir fehlt ein Spieler, der ihnen während des Spiels einen Arschtritt gibt“, fordert Mehic. So jemanden, wie er es selbst zu aktiven Zeiten war.

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