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Kickers Offenbach: Klaus Gjasula verlässt Offenbach

Von Klaus Gjasula verlässt Kickers Offenbach. Der dynamische und kampfstarke defensive Mittelfeldspieler wechselt zum Drittligisten Stuttgarter Kickers.
Ein Mann sieht „Gelb“: Auch derlei Szenen bekommen die OFC-Fans künftig nicht mehr geboten. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Ein Mann sieht „Gelb“: Auch derlei Szenen bekommen die OFC-Fans künftig nicht mehr geboten.
Offenbach. 

Der große Kämpfer wird den Kickers fehlen. Klaus Gjasula ist einer der aus der „Casting-Show“ hervorgegangenen Leistungsträger, die am Bieberer Berg nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Südwest 2013 veranstaltet wurde. Der nun aufgelöste Vertrag des 26-Jährigen lief noch bis zum 30. Juni 2016. Über die Ablösemodalitäten und die Details des Wechsels haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Es ist allerdings kein Geheimnis, dass die festgelegte Ablöse 50 000 Euro betrug. Bei den Kickers soll angeblich nur die Hälfte der Summe landen. Die anderen Gelder fließen dem Vernehmen nach zu gleichen Teilen an die Gläubiger der OFC GmbH sowie die Beraterfirma BISC, die den Vertrag zwischen Gjasula und dem OFC einst ausgehandelt hatte.

In Erinnerung wird der in Tirana geborene Deutsch-Albanier den OFC-Fans als kampfstarker Spieler, als der Mann mit dem Helm sowie als König der Gelben Karten bleiben. Kein anderer Offenbacher bestritt und gewann so viele Zweikämpfe wie Gjasula, wobei er den Einsatz auch des öfteren übertrieb. In den beiden vergangenen Runden sah er in 58 Spielen insgesamt 30 Mal die Gelbe Karte, auch in der laufenden Saison musste der 17 Mal eingesetzte Gjasula wegen sieben Gelben und einer Gelb-Roten Karte wieder zweimal pausieren.

Heute beginnt die Vorbereitung

Die Winterpause der Regionalliga-Fußballer der Offenbacher Kickers war nicht besonders lang. Bereits am heutigen Montag versammelt Trainer Rico Schmitt seine Spieler zum Trainingsauftakt.

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Vermissen werden die Fans wohl den besonderen Glücksbringer: Gjasulas Helm. Seit dem Spiel am 14. Oktober gegen Kassel 2013, in dem er sich das Jochbein gebrochen hatte, trug der Mittelfeldspieler einen Spezial-Helm. Alle Spiele, die Gjasula ohne den Helm bestritt, endeten mit einem negativen Ergebnis. Der Glaube an die „besondere Kraft“ des Kopfschutzes war zwischenzeitlich so groß, dass Kapitän Daniel Endres in der vergangenen Saison, als Gjasula gegen Homburg gelb-gesperrt nicht mitwirken konnte, nach dem 0:1 den Helm aus der Kabine bringen ließ und in sein Tor legte. Der OFC gewann noch 2:1 . . .

Nach dem verpassten Aufstieg geriet Gjasula in ein kleines sportliches Tief. Es fehlte die Konstanz aus der Meister-Saison. Seine Qualitäten im zentralen Mittelfeld und seine Führungsrolle im Team waren dennoch unbestritten. Entsprechend beliebt war der Kämpfer bei den Fans. Für Trainer Rico Schmitt war er ein wichtiger Bestandteil des Teams. Ob der Coach einen Ersatz für seinen Leistungsträger bekommt, ist noch offen.

Kommt Mangafic?

„Wir prüfen die Situation“, sagt Geschäftsführer David Fischer. „Bis zum ersten Punktspiel am 27. Februar ist noch eine Menge Zeit. Bis dahin werden wir entscheiden, ob wir einen Ersatz holen, oder ob wir die Lücke aus eigenen Reihen schließen“, so Fischer weiter.

Die Gerüchteküche brodelt bereits: Es wird über eine Rückkehr von Dennis Mangafic spekuliert. Der 26-Jährige Allrounder hat nach seinen starken Leistungen in Offenbach den Durchbruch in der Zweiten Bundesliga beim FSV Frankfurt nicht geschafft: Er stand beim 1:1 in Nürnberg 69 Minuten auf dem Platz, ansonsten war er oft nicht einmal im Kader. Der FSV ist angeblich bereit, Mangafic trotz eines Vertrages bis 2017 ziehen zu lassen, allerdings nur gegen Zahlung einer Ablöse.

Gjasula verabschiedete sich mit einem guten Gefühl aus Offenbach: „Die zweieinhalb Jahre waren eine tolle Zeit. Es war für mich stets eine Ehre, für den OFC zu spielen. Dieser Verein ist einzigartig. Ich möchte mich bei den Fans, meinen Teamkollegen, dem Trainerteam und allen Verantwortlichen für diese tolle Erfahrung und die Unterstützung bedanken. Ohne euch wäre eine solche Entwicklung nicht möglich gewesen und ich wäre nicht der, der ich heute bin.“

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