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Kickers Offenbach: Mit Spaß an die Spitze

Von Das 4:1 gegen Völklingen krönt eine tolle englische Woche. Drei Siege binnen acht Tagen bringen dem OFC die Tabellenführung.
Noch mehr Grund zur guten Laune: Serkan Göcer (rechts) trifft, Ihab Darwiche freut sich mit ihm. Foto: pressehaus/kessler (bild pressehaus) Noch mehr Grund zur guten Laune: Serkan Göcer (rechts) trifft, Ihab Darwiche freut sich mit ihm.
Offenbach. 

Auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte, war der Triumph von Kickers Offenbach selbst in dieser Höhe mehr als verdient. Zur Krönung einer erfolgreichen englischen Woche bezwang der OFC Röchling Völklingen mit 4:1 – und bescherte sich mit diesem dritten Sieg in achten Tagen eine Spitzenposition. Das Eckenverhältnis von 12:2 untermauerte die Überlegenheit des neuen Spitzenreiters der Fußball-Regionalliga Südwest. Hinten leisteten sich die Offenbacher zwar einige Leichtsinnsfehler, auch im Spielaufbau und im Abschluss taten sich die Kickers manchmal schwer. Aber wie der Ball in der Offensive schnell vom Fuß zu Fuß wanderte, das war schon beeindruckend. Dies eröffnete auch zahlreiche Chancen, die viel mehr als nur die vier Treffer hätten bringen können.

Abheben tut am Bieberer Berg aber niemand. „Die Mannschaft, ebenso wie alle Spieler einzeln reagieren auf jede Negativsituation sofort mit noch größerem Einsatz“, betont Außenstürmer Ihab Darwiche. Die Kickers demonstrierten dies gestern eindrucksvoll. Als Team, als sie nach dem frühen 0:1 durch den früheren slowakischen Nationalspieler Milan Ivana sofort die richtige Antwort fanden. Aber auch die einzelnen Protagonisten.

Zum Beispiel Alexandros Theodosiadis, der vor dem Gegentreffer den Ball dem ehemaligen Darmstädter Ivana direkt auf den Fuß köpfte, so dass er die Kugel nur über Torwart Daniel Endres lupfen musste. „Ich wollte den Ball zu Endres köpfen, habe nichts gehört, keine Warnung, dass da jemand steht. Als ich hingeschaut habe, war das Malheur schon passiert. Mein Fehler, aber wir sind eben nur Menschen.“

Die Antwort des Linksverteidigers: Er leitete das 2:1 und vor allem traumhaft das 3:1 ein. Darwiche wiederum verschoss in der 45. Minute einen Elfmeter. Nachdem Serkan Firat schon einen Strafstoß souverän verwandelte, wurde der in Mülheim geborene Libanese für einen zweiten vorgesehen. „Ich wollte in die Mitte schießen, habe mich umentschieden. So kam ein kläglicher Schuss zustande“, erklärte der 24-Jährige. „Na und. Haben sie seine Leistung danach gesehen? Zeigen sie mir in der Regionalliga einen zweiten Spieler, der so viele Eins-gegen-Eins-Situationen durch Dribblings gewinnt“, kommentierte es Trainer Oliver Reck.

Das Geheimnis des aktuellen Erfolges liegt aber in der Stimmung am Bieberer Berg. „Ich möchte ein Riesenlob an unsere Trainer aussprechen. Es freue mich jedes Mal, wenn ich zum Training gehe. Wir haben Spaß dabei, das Training, das wir machen, hat Hand und Fuß. Das habe ich anderswo auch schon anders erlebt“, schwärmte Theodosiadis.

Als Oliver Reck von dem Lob hörte, reagierte er mit dem Hinweis, sein Vertrag gehe bis Sommer 2018, danach würde man sehen. „Ich versprach, solange ich hier Trainer bin, alles zu tun, um mit dem OFC Erfolg zu haben.“ Dass eine tolle Stimmung in der Kabine herrscht, sei laut Reck super. „Wir machen klare Ansagen, die Spieler folgen. Unsere Entscheidungen werden diskutiert, aber dann respektiert. Die Jungs sind lernbegierig, saugen alles auf.“

Der Coach betont, dass schon letzte Saison vieles gepasst hätte, die Situation aber schwieriger war. Aktuell stimme alles. „Das macht Mut“, so Reck. „Die Fans erkennen, dass auf dem Rasen eine Mannschaft steht, die Positives ausstrahlt. Wir genießen die Tabellenführung ebenso wie die 16 Punkte aus sechs Spielen, wissen aber, dass wir weiterhin mit Demut hart arbeiten, in jedem Match Vollgas geben müssen.“

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