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Kickers Offenbach: OFC nicht zielstrebig genug

Mehr Ballbesitz, mehr Eckbälle, den gefälligeren Fußball gezeigt. Aber halt kein Tor erzielt. Das ist die Bilanz von Kickers Offenbach, des Tabellenführers der Regionalliga Südwest nach der Begegnung beim SV Waldhof Mannheim.
Zupackender Zweikampf zwischen dem Mannheimer Marco Meyerhofer (links) und dem Offenbacher Maik Vetter Foto: Huebner/Bremes (Jan Huebner) Zupackender Zweikampf zwischen dem Mannheimer Marco Meyerhofer (links) und dem Offenbacher Maik Vetter
Mannheim. 

Die Quittung für die harmlose Vorstellung des OFC vor 8170 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion, darunter gut 1000 Offenbacher: Der 2:0-Sieg der Waldhöfer, die keine Über-Mannschaft aufboten, aber mit dem Elfmeterschützen Daniel Di Gregorio (33. Minute) und Andreas Ivan (79.) zwei treffsichere Akteure in ihren Reihen hatten.

„Erst konnten sie nicht und dann wollten sie nicht“ mokierte sich OFC-Mannschaftkapitän Daniel Endres über die Art und Weise des SVW, drei Punkte einzufahren. Eine Anspielung auf die arg defensiven Gastgeber, denen der Strafstoß natürlich in die Karten spielte. Bis dahin hatten die Kickers den Ton angegeben, hatten alles unter Kontrolle, bestimmten den Rhythmus des Spiels, ohne Mannheim sonderlich zuzusetzen. Sie agierten, als würden sich die Torchancen dank ihrer Dominanz irgendwann zwangsläufig ergeben. Aber dann passierte dieses Foul von Marco Rapp, dass zur Schlüsselszene der Partie werden sollte. Der Mann, der das Spiel des OFC im Mittelfeld ordnen soll, traf den Fuß von Gian-Luca Korte, der sich laut Endres nur allzu gern fallen ließ. „Den kann man wohl geben“, gab sich Innenverteidiger Stefano Maier nachsichtig mit der Entscheidung von Schiedsrichter Alt.

Torszenen bleiben auch nach dem 1:0 rar. Weil sich die Waldhöfer respektvoll zurückhielten und die Kickers sich in ihrer Überlegenheit einrichteten, ohne zielstrebig auf den Ausgleich zu drängen. Ein Lichtblick in der ersten Halbzeit blieb Außenverteidiger Jan Hendrik Marx mit seinen Vorstößen. Bei seinem aussichtsreichsten Ausflug bremste ihn ausgerechnet Mitspieler Florian Treske, als dieser Marx in die Quere kam. Der wollte gerade zum Torschuss ansetzen. In der zweiten Halbzeit ließ sich Marx von der allgemeinen Verunsicherung anstecken. Mit der Zeit wirkte das gesamte OFC-Ensemble, das so souverän begonnen hatte, fahrig und fehlerhaft. Vor dem 2:0 ließen sich gleich mehrere Profis von Andreas Ivan per Körpertäuschung narren, der seinen Schuss in Höhe der Strafraumgrenze ansetzte.

Der personellen Notlage geschuldet versuchte Cheftrainer Oliver Reck mit der Einwechslung der Nachwuchskräfte Marco Ferukoski und Nicola Juergens das Sturmspiel zu beleben. Der 19jährige Ferukoski sorgte tatsächlich für frischen Wind auf dem linken Flügel, aber in der Sturmmitte herrschte weiterhin Flaute. Schon deshalb, weil der Ball zu oft den Adressaten verfehlte, aber auch, weil sich das Rezept der Waldhöfer bewährte: Härte zeigen, auf Konter setzen. Die besten Chancen, dem OFC ein Erfolgserlebnis zu bescheren, hatte Varol Akgoez, aber er verfehlte das Ziel selbst dann noch, als es nur noch zwei Meter bis zur Torlinie waren.

Die Offenbacher waren sechs Tage vor dem Duell mit Verfolger 1. FC Saarbrücken keine Offenbarung. Es sei nichts passiert, man sei nach wie vor Tabellenführer und die Tabelle lüge nicht, ließ Kapitän Endres wissen. „Zu Hause sind wir eine Macht, schon lange ungeschlagen“. Da machte einer Werbung in eigener Sache. Sie wäre wirksamer gewesen, hätte es wenigstens zu einem Punkt gereicht. „Ihr habt gezahlt, ihr kriegt auf’s Maul“, erklang es dort, wo die Hardcore-Fans der Mannheimer zu stehen pflegen. Subtiler fiel eine Ansage des Stadionsprechers aus, die zugleich Provokations-Potenzial hatte: „Wir begrüßen die vielen Fans von Eintracht Frankfurt.“ Im Stadion und auf den An- und Abfahrtswegen ging es nach ersten Erkenntnissen der Polizei gesitteter zu als in den Vorjahren. Die Ordnungshüter hatten entsprechend vorgesorgt.

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