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Kickers Offenbach: Regionalliga: Sieg gegen Stadtallendorf hat bitteren Nachgeschmack

Der knappe Erfolg der Offenbacher Kickers über Eintracht Stadtallendorf hatte einen faden Beigeschmack. Denn Serkan Firat sah die Rote Karte und wird dem Fußball-Regionalligisten bei mindestens zwei wichtigen Spielen fehlen.
Platzverweis: Schiedsrichter Timo Gerach hat gerade dem Offenbacher Serkan Firat (Mitte) die Rote Karte gezeigt. Foto: Huebner/Scheiber (Jan Huebner) Platzverweis: Schiedsrichter Timo Gerach hat gerade dem Offenbacher Serkan Firat (Mitte) die Rote Karte gezeigt.
Offenbach. 

Serkan Firat suchte das Gespräch mit dem Schiedsrichter, doch es kam nicht zustande. Timo Gerach, Leiter der Partie zwischen den Offenbacher Kickers und Eintracht Stadtallendorf, hatte der Offensivkraft des OFC in der 85. Minute die Rote Karte gezeigt. Ein Wort hatte das andere gegeben und schon war Firat zum Zuschauen verurteilt. Wegen Schiedsrichter-Beleidigung, wird es später im Spielbericht heißen. Alles ein großes Missverständnis wiederholt Firat immer wieder.

Zu diesem Zeitpunkt, eine gute halbe Stunde nach dem Schlusspfiff mit dem 1:0-Sieg über den kessen Aufsteiger, ist das Schiedsrichter-Gespann auf und davon. Das Trio hatte es eilig. Auf dem Platz hatte Gerach den Mann mit dem erhöhten Gesprächsbedarf mit dem Verweis auf einen Austausch in der Kabine vertröstet. Als Firat vorstellig wurde, hieß es, er möge in zehn Minuten wiederkommen. Als er dann kam, war es zu spät.

Nur allzu gern hätte er dem Unparteiischen erklärt, dass sein Spruch „das ist so schlecht“ nicht auf ihn bezogen war. Gerach hatte gerade auf Freistoß für Stadtallendorf entschieden. Firat störte sich daran, in der vorvorherigen Spielsituation selbst gefoult worden zu sein, ohne dass ein Pfiff erfolgte. „Der Schiri zeigte mir das Laber-Zeichen, sagte ok und tschüss.“ Die erste Rote Karte in seiner Karriere als Fußballer hat Firat somit seinem Mundwerk zu verdanken. „Da muss er sich vielleicht beherrschen“, sagte Kapitän Stefano Maier in aller Vorsicht zu der Affäre, die zur Unzeit kommt. Denn der Tabellenführer der Regionalliga Südwest muss am kommenden Sonntag zum SV Waldhof Mannheim und erwartet im nächsten Heimspiel seinen ärgsten Verfolger, den 1. FC Saarbrücken. „Ausgerechnet jetzt, aber irgendwie werden wir das machen“, ließ Ihab Darwiche, der Torschütze des Abends, durchblicken, dass man dann halt improvisieren müsse. Ohne Firat fehlt halt ein belebendes Element in den Reihen der Kickers. „Wahnsinn, und das vor dem Spiel des Jahres“, rang Firat um Fassung. Als es passierte, in der Endphase der Begegnung mit Stadtallendorf, stand die Hoffnung im Vordergrund, die 90 Minuten in Unterzahl einfach nur unbeschadet zu überstehen.

So wurde es noch mal kritisch für den nur eine Halbzeit souveränen OFC, der es versäumte, die Führung auszubauen. Gegen einen nicht nur für Trainer Oliver Reck „tollen Aufsteiger“. Am Ende wirkte dessen Trainer Dragan Sicaja zufriedener als Reck, der schon Verrat an seiner Mannschaft wittert, bevor überhaupt Kritik formuliert wird. Es stimmt schon, dass sie, Zitat Reck „Außerordentliches leistet, ihre Siege verdient.“ Aber es bleibt noch Luft nach oben. Strecken müssen sich die Kickers auch morgen Abend (19 Uhr), wenn sie in Haiger im Hessenpokal-Viertelfinale auf den Ligarivalen TSV Steinbach treffen.

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