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Kickers Offenbach: Regionalliga Südwest: Ein Neustart und zarte Träume

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Vor vollen Rängen reifen in Offenbach Träume vom Aufstieg in die Dritte Liga. Foto: Arne Dedert (dpa) Vor vollen Rängen reifen in Offenbach Träume vom Aufstieg in die Dritte Liga.
Offenbach. 

Die Favoritenrolle überlassen die Kickers den finanzkräftigen Konkurrenten Waldhof Mannheim, SV Elversberg und 1. FC Saarbrücken. Dass die Offenbacher von der Konkurrenz ebenfalls zum Kreis der Favoriten gezählt werden, will Trainer Oliver Reck nicht kommentieren. „Spinnerei nach außen wäre der falsche Weg.“ Die genannten Rivalen hätten viel mehr Geld zur Verfügung. „Wir haben keinen Cent mehr als vor einem Jahr ausgegeben. Schulden wird es mit mir keine geben. Dennoch weiß ich, dass meine Jungs in jedes Spiel gehen werden, um zu gewinnen. Nach Mannheim oder Elversberg mit dem Ziel zu fahren, um nur einen Punkt mitzunehmen, das kommt nicht vor.“ Mittelfeldspieler Maik Vetter stuft den Aufstieg als realistisch ein, man spiele nicht, um Fünfter zu werden.

Team-Etat 1,2 Millionen

Der Gesamt-Etat der Kickers dürfte laut Geschäftsführer Christopher Fiori bei knapp über drei Millionen Euro liegen, der Mannschafts-Etat von 1,2 Millionen Euro sei um fast eine Million niedriger als der des Favoriten-Trios. Bis gestern wurden rund 2500 Dauerkarten verkauft, hinzu kommen VIP-Karten. „Ich bin zuversichtlich, über die 3000er-Grenze zu kommen“, erwartet Fiori noch einen Schub auf den letzten Drücker. Etwas zusätzliches Geld könnte es aus den TV-Einnahmen geben. Die Kickers sind gegen den FSV und in Kassel live bei Sport 1 zu sehen. „Natürlich bleibt es dabei, dass alle Mannschaften paritätisch partizipieren. Aber es wurde schon beschlossen, dass die beteiligten Protagonisten größere Anteile bekommen, um die geminderten Zuschauereinnahmen zu decken. Nun wird noch diskutiert, wie viel Prozent es sein werden“, sagt Fiori. Sport 1 wird auch das Rettung-Gastspiel von Bayern München am 30. August übertragen. Die Werbebanden im Stadion seien für dieses Match fast schon voll.

Ein breiter Kader

Die Ausgangslage ist mit der vor einem Jahr nicht zu vergleichen. Damals stand der Kader noch nicht, man habe mit der Hypothek des Punktabzuges von neun Zählern starten müssen. „Jetzt sieht es besser aus“, betont Reck. „Wir haben den Kader früh aufgestellt, konnten uns optimal vorbereiten. Natürlich wäre ich gern ins Trainingslager gefahren, doch das gab der Etat nicht her. Wir haben dafür Maßnahmen wie Klettern, Grillen oder Tennis unternommen, da wuchs der Zusammenhalt auch.“

Der eingespielte Kader der Kickers ist in der Breite ausgeglichen. „Jede Position kann gleichwertig ersetzt werden“, betont Reck, der dadurch taktisch wie personell variieren kann. „Wir wollen weiterhin viele junge Spieler entwickeln. Das bleibt unser Weg“, fügt der Coach hinzu.

Als Verstärkung sind nicht nur die vier Neuzugänge anzusehen, sondern auch das genesene Quartett aus den eigenen Reihen. Torwart Stefano Maier und Ko Sawada bestritten in diesem Jahr bislang noch kein Spiel, Daniel Endres absolvierte sein letztes Match im Winter-Trainingslager, Marco Rapp schleppte sich durch die Rückrunde mit Schmerzen, hat mehrere Monate pausiert. Alle vier sind wieder im Training, Endres und Maier sind Kandidaten für die Startelf beim Auftakt in Hoffenheim. Sawada begann gerade mit dem Mannschaftstraining, pausieren muss aktuell als einziger Kristian Maslanka (Hüftprobleme).

Neu besetzt haben die Offenbacher den zweiten Posten zwischen den Pfosten (Sebastian Brune) sowie den Angriff. Florian Treske ist in der Regionalliga Südwest ein erprobter Torjäger, der hinter den Spitzen, außen wie auch ganz vorne agieren kann. Niklas Hecht-Zirpel erzielte für Regionalliga-Absteiger FC Nöttingen zehn Tore. Varol Akgöz hatte in der abgelaufenen Saison für den Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt in 29 Spielen 27 Tore erzielt und 15 vorbereitet.

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